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Auf der Suche nach der Fledermaus: Naturschützer Michael Thoß führt neugierige Kinder an einem Teich in Oberlauterbach, wo es zahlreiche Fledermäuse gibt.

Foto: David Rötzschke

"Kobolde der Nacht" finden ihre Nahrung per Echo

Bei der Fledermaus-Beobachtung am Oberlauterbacher Mühlteich gibt Michael Thoß Einblicke in eine verborgene Welt.

Von Sylvia Dienel
erschienen am 14.07.2017

Oberlauterbach. Zielsicher huscht ein helles Etwas durch das Scheinwerferlicht. Als klar wird, dass es sich um eine Wasserfledermaus handelt, hat sie die Dunkelheit längst wieder verschluckt. Kurz nach Einbruch der Nacht ist das Tier auf Insektenjagd. Seine Beute findet es knapp über der Wasseroberfläche - und vor den neugierigen Augen von etwa 30 Zuschauern, die Michael Thoß an den Oberlauterbacher Mühlteich gefolgt sind. Jede der zweimal im Jahr vom örtlichen Natur- und Umweltzentrum Vogtland (NUZ) angebotenen Fledermauswanderungen ist gut besucht. Auch diejenige am Mittwochabend.

Beinahe wäre das Beobachten ins Wasser gefallen. Michael Thoß nannte die Wetterlage grenzwertig. Kurz vor dem Aufbruch holten Windböen Zweige von den Bäumen, und es regnete. "Bei schlechtem Wetter sind sie auch mal eine Nacht nicht unterwegs", erklärt der Naturschützer und Ornithologe. "Weil dann auch keine Insekten fliegen."

Wie orten die nachtaktiven Tiere eigentlich ihre Nahrung? Diese Frage gehört zu den häufigsten, die Michael Thoß bei solchen Veranstaltungen gestellt bekommt. "Sie orientieren sich mit Ultraschall und Echo", sagt er. "Fledermäuse senden hochfrequente Laute aus. Wenn die auf ein Hindernis treffen, werden sie sortiert." Großer Falter oder doch etwas Ungenießbares? Das klären die Flugkünstler blitzschnell. "Sie merken das an der Art der Rückkopplung", so Thoß. Das heißt, Insektenbewegungen sorgen für unmissverständliche Echos.

Ein spezieller Detektor macht Fledermausrufe für menschliche Ohren hörbar. Den hatte der Fachmann dabei. Sie liegen im Ultraschall-Bereich, zwischen 40 und 160 Kilohertz. "Einzelne Arten rufen auf verschiedenen Frequenzen und haben unterschiedliche Stimmen, an denen man sie erkennen kann", berichtet Michael Thoß. Weitaus schwieriger gestaltet sich die Bestimmung der Populationsdichte. "Dazu müssen sie gezählt werden", sagte er. "Das wird optisch gemacht. Am besten in Quartieren, wenn sie bekannt sind. Ansonsten ist es fast unmöglich." Noch dazu sind einige der "Kobolde" Waldbewohner.

 
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"Kobolde der Nacht" finden ihre Nahrung per Echo
Population geht zurück
 
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