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Panzer: Bürger fordern Antworten

Berichte über US-Militärtransporte haben viele Menschen aufgerüttelt. Weil Behörden schweigen, fließen Infos jetzt anders.

Von Ulrich Riedel
erschienen am 13.10.2017

Reichenbach. Während sich die Deutsche Bahn und die zuständigen deutschen Behörden angesichts der durch Sachsen rollenden Militär-Transporte in Schweigen hüllen, teilen viele Menschen ihre Beobachtungen der "Freien Presse" mit. Seit Veröffentlichung des Beitrages "Geheimniskrämerei um Panzer-Transportzug" am 7. Oktober gehen in der Redaktion Hinweise auf diverse Militärtransporte ein. Inzwischen bestätigte die US-Botschaft in Berlin, dass von Bayern nach Polen führende Transporte für ein Nato-Manöver Sachsen durchqueren.

So hat sich am Dienstag ein Konvoi auf der A 72 in Richtung Chemnitz bewegt. "Freie Presse"-Leser Gerhard Jacobi aus Pfaffengrün erspähte gegen 16.30 Uhr 15 bis 20 Militärfahrzeuge und schrieb per E-Mail: "Daran befanden sich keine Hoheitszeichen, lediglich am letzten Fahrzeug war eine kleine USA-Flagge sichtbar." Zuvor hatte Gunnar Gemeinhardt den Tross in Nähe des Weischlitzer Globus-Marktes gesehen. Ein von ihm übermitteltes Video zeigt vierachsige Schützenpanzer mit Soldaten in Kampfmontur.

Auf der "Freie Presse"-Homepage meldete sich ein User namens Leserteam, der jenen Konvoi auf der A 72 überholt hat. "Mich überkam ein beängstigendes Gefühl", schilderte er, "wie die ,Besatzer" vermummt und mit Sonnenbrille auf ihren Fahrzeugen thronten." Dafür stieß er im Netz auf Zustimmung und Ablehnung. Der Nutzer Täglichleser schrieb: "Von Deutschland soll nie wieder ein Krieg ausgehen. Schlimm - das Verheimlichen solcher Dinge." Verständnis für magere Auskünfte von Bahn und Behörden äußerte ein User namens Zeitungss: "Es war schon immer so, dass derartige Transporte der Geheimhaltung aus verständlichen Gründen unterliegen." Offenbar handelt es sich um einen Insider, denn er verwies auf "innerbetriebliche Regeln, welche der Öffentlichkeit nicht zugängig sind und die ich hier auch nicht veröffentlichen werde".

Eine Vielfahrerin berichtete von einem Konvoi am 19. September auf der A 72. Eines der Fahrzeuge quälte sich gen Osten in einer dunklen Abgaswolke einen Anstieg herauf. Der ganze Tross ein Verkehrshindernis.

Den Zug am 5. Oktober, der die Debatte ausgelöst hat, sah Wilfried Eibisch aus Rößnitz gegen 9 Uhr Richtung Plauen fahren. Eine verwirrende Beobachtung machte Karl-Jörg Rößiger aus Plauen: Am 4. Oktober erspähte er bei Mehltheuer den Panzer-Transport Richtung Hof, tags darauf dann in Richtung Reichenbach. Seine Vermutung: Vielleicht gab"s eine Fehlleitung. Gudrun Odewole sendete ein Foto zu: Das zeigt einen Militärtransport am 1. April, 15.10 Uhr in Plauen.

Per E-Mail schreibt Lisa Bechert: All die offenen Fragen. "Achten Sie darauf, dass die Leser der ,Freien Presse" weiter über das Wohin und Warum informiert werden."

 
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