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Ein Bild, das es so bald nicht mehr geben wird: Der Pappelallee am Muldenberger Floßgraben droht Kahlschlag.

Foto: David RötzschkeBild 1 / 2

Pappel-Debatte Muldenberg: Gutachter schlägt Fällung vor

Nach dem Streit zwischen Gemeinde und zwei Fachleuten um die Zukunft der Allee am Floßgraben, plant Grünbachs Bürgermeister nun den kompletten Kahlschlag.

Von Susanne Kiwitter
erschienen am 10.10.2017

Muldenberg/Grünbach. Das Ergebnis sei eindeutig, die Bäume seien nicht zu retten - das ist die Antwort des Grünbacher Bürgermeisters Ralf Kretzschmann (parteilos) auf die Frage, wie es mit der Pappelallee am Floßgraben im Ortsteil Muldenberg weitergeht. Das habe ein Gutachten ergeben, das die Kommune anfertigen ließ. Die Mehrzahl der Pappeln seien so geschädigt, dass sie nicht stehen bleiben könnten.

Vor einem Jahr hatte der Gemeinderat auf Drängen des Ortschaftsrates beschlossen, eine Hälfte der rund 50 Bäume umfassenden Doppel-Reihe entlang des Floßgrabens zu fällen. Der Grund: Durch stetig herabfallendes Totholz sahen die Muldenberger die Verkehrssicherheit an dem beliebten Wanderweg nicht mehr gewährleistet. Die Bäume seien zu alt und eine Gefahr, hieß es. Weshalb eine Reihe, rund 25 Bäume also, bereits im letzten Winter gefällt werden sollte.

Dazu kam es vorerst nicht, weil zwei Fachleute ihr Veto einlegten. Unter anderem Lutz Wolf vom Forsthaus Stangengrün hatte der Kommune ein sanfteres Vorgehen empfohlen - sprich: punktuell Bäume herauszunehmen, diese nachzupflanzen und parallel den gesamten Bestand auszuästen. Das sei billiger, als mit einem Schlag die Hälfte zu fällen und zu ersetzen. Zudem warnte der Forstumweltingenieur die Grünbacher und Muldenberger vor der Gefahr, die durch die einseitige Fällung der Allee entstünde. Die verbleibenden Bäume könnten den dann veränderten Kräften durch Wind und Wetter nicht gewachsen sein. Der Fachmann bemängelte zu dem, dass die Entscheidung für das Vorgehen allein auf kommunalpolitischer Ebene beschlossen wurde - ohne Fachleute hinzuzuziehen. Die Kommune konterte damals, die Untere Naturschutzbehörde habe das Vorgehen gutgeheißen.

Bürgermeister Kretzschmann zog daraufhin dennoch die Reißleine und verzichtete darauf, die Pappeln wie geplant im zurückliegenden Winterhalbjahr fällen zu lassen. Für insgesamt 2000 Euro ließ er stattdessen von einem Zeulenrodaer Baumgutachter eine Einschätzung anfertigen - mit dem Ergebnis, dass nun die gesamte Allee der Axt zum Opfer fallen soll. Kretzschmann: "Von Oktober bis Februar kann gefällt werden - wir gehen das demnächst an." Die Auftragsvergabe werde vom Gemeinderat vorgenommen.

Inwiefern und wann danach neu gepflanzt wird, dazu äußerte er sich nicht. Ursprünglich war der Ersatz jedoch geplant.

 
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