Schaufenster lockt mit Blick in Falkensteins Geschichte

In der Schlossstraße sind Foto-Vergrößerungen mit historischen Stadt-Ansichten zu sehen. Dahinter steckt ein Lehrer, der auch schon bei einem großen Auerbacher Projekt mitgewirkt hat.

Falkenstein.

Siegfried Schreiter ist Ur-Falkensteiner, und das gilt sogar für den Geburtsort: Er kam 1953 in dem Haus der Pestalozzi-Straße zur Welt, in dem er bis heute lebt und in dem seine Frau einen Friseursalon betreibt. Im vergangenen Jahr kam dem Lehrer der Auerbacher Scholl-Oberschule die Idee, die Werbung für diesen Salon mit seinem Faible für die Falkensteiner Geschichte zu verbinden. Schreiter richtete in der Schlossstraße "Das historische Schaufenster" ein, in dem seither wechselnde Foto-Vergrößerungen aus der Historie zu sehen sind - oft mit aktuellem Bezug.

Das erste Bild war eine Ansicht des Königlich-sächsischen Amtsgerichtes Falkenstein aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg - heute beherbergt das Gebäude eine Außenstelle der Berufsschule "Anne Frank", in der unter anderem Gastronomen ausgebildet werden und deren Zukunft derzeit im Fokus steht. Als zweites war eine historische Fotografie des Ortes der heutigen Brückenbaustelle an der Dorfstädter Straße zu sehen. Aktuell hat Schreiter ein Foto mit Blick zum Zentrum ausgestellt, das Joachim Thoß 1998 für die "Freie Presse" geschossen hatte - mit einem eingerüsteten Kirchturm und Häusern, die heute nicht mehr stehen. "Das war für Falkenstein ein wichtiges Jahr: Das 550-jährige Bestehen wurde gefeiert, und im Juni kam die Windhose", so Schreiter.

Er hat eine Reihe von historischen Postkarten Falkensteins zusammengetragen, von denen sicher noch etliche im Schaufenster zu sehen sein werden. Die Vergrößerungen lässt er bei Marlo Werbung in Auerbach fertigen. Die Resonanz auf die Bilder sei gut, sagt Schreiter, der Mathe, Physik und Informatik unterrichtet und an der Scholl-Schule schon an einem historischen Vorhaben mit Schautafeln beteiligt war: Er betreute 2008/09 zusammen mit Heike Paul das Wema-Projekt, bei dem Schüler die Geschichte des großen Auerbacher Industriebetriebes erforschten. Diese Ausstellung soll demnächst noch einmal beim Tag der offenen Tür präsentiert werden und dann ins Stadtarchiv wandern.

In Falkensteins "Historischem Schaufenster" wird als nächstes ein Blick in die König-Albert-Straße des Jahres 1912 zu sehen sein - heute heißt sie August-Bebel-Straße. Und Siegfried Schreiter kann zu jedem Haus eine Geschichte erzählen.

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