Schmuckstück am Schlossberg eröffnet

Mit einer ganztägigen Eröffnungsfeier ist am Samstag das größte Auerbacher Bauprojekt seit mehreren Jahren beendet worden. In dem Neubau soll nicht nur der Sport zuhause sein.

Auerbach.

Wo bis Freitagnachmittag Bautrupps werkelten, stauten sich wenige Stunden später erste Besucher: Auerbachs neue Dreifeld-Sporthalle wurde am Samstagvormittag im Beisein hunderter Freizeitsportler und Einwohner für eröffnet erklärt. Damit ist das größte städtische Bauprojekt seit mehreren Jahren beendet - jedenfalls fast. Die Außenanlage am Schlossberg muss noch gestaltet und im Frühjahr 2018 fertig werden, hieß es bei einer Pressekonferenz zur Eröffnung. Das Programm inklusive Shows, Sportpräsentationen und Führungen verteilte sich über den gesamten Tag.

Anderthalb Jahre dauerte der 6,2Millionen Euro teure Hallenbau. Knapp 3,8 Millionen Euro finanzierte die Stadt aus eigener Tasche, etwa 2,4 Millionen Euro steuerte der Freistaat Sachsen bei. Auf einer Seite neben den drei Spielfeldern finden 725 Zuschauer Platz. Das mit regenerativer Energie beheizte, hochmoderne Gebäude stellte während der Bauzeit etliche Herausforderungen an seine Planer. Unter anderem konnte man die gängige Höhe von 6,50 Meter bis zum Dachträger nicht einhalten. Um für die Auerbacher Cheerleader ausreichend Platz nach oben zu schaffen, wurde ein Meter mehr beantragt, sagte Auerbachs Bauamtsleiter Patrick Zschiesche.

Zu den regelmäßigen Nutzern werden neben Sportvereinen die benachbarte sportbetonte Seminar-Oberschule und die Parkschule gehören. Auch Kultur- andere Veranstaltungen soll es regelmäßig geben.


Entspannung bei Hallenzeiten

Lucas Kölbel (Treuen) spielt bei den Vogtland Rebels American Football. "Wir haben mit der Halle per se nichts zu tun, wissen aber, dass es im Vogtland sehr schwierig ist, Hallenzeiten zu bekommen", sagte er. Das sei ein wichtiger Schritt zur Entspannung der Lage. Den Sportstätten-Zuwachs findet er deshalb notwendig. Dem Vereinschef gefällt auch der multifunktionale Charakter. Er will nicht ausschließen, zum Probetraining hinzufahren.


Besseres Training möglich

Gotthold Jäckel (Auerbach) war eigenen Worten zufolge gespannt, wie die Halle innen aussieht. "Ein gelungenes Werk, das Auerbach aufwertet und gebraucht wird", so seine Eindrücke. Als Fan des VfB Auerbach ist der Rentner besonders glücklich über bessere Winter-Trainingsbedingungen für "seine" Kicker. "Im Stillen muss ich aber trotzdem sagen: Es wäre mir sehr lieb, wenn wir auch wieder ein Hallenbad hätten und nicht nach Plauen müssten."


Schluss mit Platzmangel

Jonas Lange (Auerbach) ist beim VSV Göltzschtal aktiv. Auch er begrüßte die Investition: "Die Halle ist sehr gut und sehr großzügig vom Platz her. Das sind super Bedingungen für Volleyball." Sein Verein gehört zu den Intensiv-Nutzern: wochentags wird fünf Mal trainiert, ein bis zwei Mal am Wochenende. Beengte Verhältnisse in der Seminar-Turnhalle gehören nun der Vergangenheit an. "Dort hat man kaum Platz, um einen richtigen Aufschlag zu machen."


Platz für Turniere

Alicia Seidel (Auerbach) hat die Halle am Samstag mit ihrem Verein Blau-Weiß Auerbach getestet und für sehr gut befunden. Vor allem die Abmessungen spielen beim Badminton eine Rolle. Statt der zwei Felder, mit denen der Verein bislang in der Turnhalle des Goethe-Gymnasiums auskommen musste, stehen im neuen Objekt vier zur Verfügung. "Jetzt können wir alle zusammen spielen und vielleicht auch mal ein Turnier ausrichten", sagte die Freizeitsportlerin.


Ausschau nach Fördermitteln

Steffen Rauer (Auerbach) ist zwar Sportler, nimmt die Halle als solcher aber wohl nie in Beschlag. "Hier drin wird nicht geritten", hatte Oberbürgermeister Manfred Deckert zur Einweihung augenzwinkernd betont. Rauer leitet den Auerbacher Pferdesportverein. Er wollte am Samstag sehen, wohin die staatlichen Fördermittel geflossen sind. Und er rechnet damit, dass sächsische Kaderreiter in der Halle ihre Sporttests absolvieren.


Interesse für Kulturprogramm

Maria Uhlmann (Vogelsgrün) schaute als Gast vorbei. "Ich finde das für den Sport, für die Jugend und für Auerbach notwendig", fand sie. "Die Halle ist sehr gut gestaltet und ein Zugewinn für die Stadt. Jetzt haben wir ein Objekt, wo auch internationale Wettkämpfe stattfinden können." Selbst Tennisspielerin und Leichtathletin in ihrer Jugend, will sie den Komplex öfter besuchen. Aber eher zur Entspannung bei kulturellen Veranstaltunge.

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