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Katrin Pluschke hat im NUZ über ihr Sabbatjahr berichtet. Foto: Joachim Thoss

Foto: Joachim Thoß

Soziales Sabbatjahr wirkt bis heute nach

Von ihrer beruflichen Auszeit zugunsten sozialer Projekte in Afrika und Asien hat Katrin Pluschke im Umweltzentrum berichtet.

Von Sylvia Dienel
erschienen am 09.03.2018

Oberlauterbach. Kenia, Thailand, Nepal. Obwohl Katrin Pluschkes Reise in die drei Länder schon fast vier Jahre zurückliegt, bewegen sie die dort gemachten Erfahrungen noch heute. Denn die Rodewischerin war nicht als Tourist unterwegs, sondern begleitete soziale Projekte und verabschiedete sich dafür ein Jahr vom Beruf. Am Dienstag berichtete sie im Natur- und Umweltzentrum Vogtland (NUZ) in Oberlauterbach über jene prägende Zeit.

Katrin Pluschke arbeitet als Ergotherapeutin im Maßregelvollzug am Sächsischen Krankenhaus in Rodewisch. "Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich an meine Grenzen komme", sagte sie und zog eine berufliche Auszeit in Erwägung, um neue Kraft zu tanken. Aus der Erwägung wurde Ernst. "Meine Kinder waren auch aus dem Haus", nannte sie einen weiteren Grund, der ihr die Entscheidung leicht machte. Sabbatjahr hieß der Ausstieg auf Zeit. Der Arbeitgeber legte ihr keine Steine in den Weg. "Ich arbeite im öffentlichen Dienst, da kann man das machen."

Die Auszeit bedurfte Vorbereitung und finanzieller Zugeständnisse. Vier Jahre bekam Pluschke für die gleiche Stundenzahl weniger Gehalt: "Man legt sozusagen Geld zurück und hat dann vorgesorgt." Während ihrer Abwesenheit erhielt sie die gleiche Summe weiter - inklusive Versicherungen. Schließlich musste die Rodewischerin für Ausgaben wie Flüge, Ernährung und Unterkunft selbst aufkommen.

Von Oktober 2013 bis September 2014 leistete Katrin Pluschke Freiwilligendienste. In einem kenianischen Waisenhaus verhalf sie im Team einer christlichen Organisation Straßenkindern zu Schulbildung. In Thailand versuchte sie, Prostituierte in ein bürgerliches Leben zurückzubringen. In Nepal gehörten wieder die Jüngsten der Gesellschaft zu ihren Schützlingen. Mit den Angehörigen zu Hause blieb Pluschke per Internet in Verbindung. "Meine Kindern haben mich perfekt unterstützt", sagte sie.

Katrin Pluschke bezeichnet die Zeit als erfüllend. In Kenia habe sie sogar unterrichtet. Umso schwieriger fiel der Abschied. Und noch schwieriger die Rückkehr zur Tagesordnung. Fernweh ist seitdem quasi ihr täglicher Begleiter. Inzwischen war die Rodewischerin vier Mal in Nepal, auch unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben 2013. Nächstes Jahr will sie wieder nach Kenia reisen.

Die bewegenden Begegnungen haben Katrin Pluschke eigenen Worten zufolge verändert. "Ich bin zufriedener geworden", stellte sie fest. "Auch toleranter und offener gegenüber Menschen."

 
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