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Steffen Seifart und Freundin Isabel sind an der Rennstrecke und auch privat ein gutes Team.

Foto: Thomas Voigt

Starke Arme sorgen für Tempo

Handbiker Steffen Seifart will es wissen. In seiner zweiten Weltcup-Saison will er sich fürs National-Team empfehlen. Seine Freundin stärkt ihm dabei den Rücken.

Von Thomas Voigt
erschienen am 06.04.2018

Röthenbach. Seine Oberarme strotzen vor Kraft. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Steffen Seifart gut im Training steht. Der Röthenbacher misst sich mit der Handbiker-Elite. Voriges Jahr beendete er seine erste Weltcup-Saison auf einem für ihn guten 15. Platz (UCI-Liste).

Ernsthaft betreibt er diesen Sport erst seit etwas mehr als zwei Jahren. Nun will der 35-Jährige noch eine Schippe drauflegen. "Ich will mich fürs National-Team empfehlen." Für diesen Traum gibt er alles. Kürzlich kam der ehrgeizige Vogtländer bei einem mehrtägigen Trainingsaufenthalt in Lanzarote mächtig ins Schwitzen. Organisiert wurde die Reise von seinem Cottbuser Verein BPRSV. "Ich trainiere dort im Paralympischen Zentrum." In seiner Klasse gehört er jetzt schon zu den besten deutschen Handbikern. Zu seinen Erfolgen zählt ein zweiter Platz bei den Deutschen Meisterschaften voriges Jahr in Köln.

Ohne Disziplin wäre so ein Niveau nicht möglich, weiß der Spezialist. "Die Trainingspläne bekomme ich vom Verein." Im Winter trainierte Seifart zuhause auf Rollen. "Der Fahrrad-Computer zeichnet alles auf." Zudem besucht er zweimal wöchentlich seine Physiotherapeutin im Zwickauer Fitness-Studio.

Die Idee mit dem Handbike kam ihm während einer Reha in Kreischa. Ein Dresdener habe ihn überredet, 2006 an einem Halbmarathon teilzunehmen. "Damals hatte ich noch kein reines Sportgerät." Das schaffte er sich erst zwei Jahre später an. Ein Kumpel aus dem Spreewald stellte dann den Kontakt zur Trainingsgruppe in Cottbus her. Dort habe er sich dann relativ schnell an die intensiveren Trainingseinheiten gewöhnt. Sein heutiges Sportgerät hat 33 Gänge und besteht aus Aluminium- und Karbonteilen. Um die letzten Reserven gegen die Konkurrenz auf der Strecke zu mobilisieren, spielt auch das Material eine Rolle. "Spätestens nächstes Jahr brauche ich ein neues Handbike."

Sein Leben im Rollstuhl hat der gelernte Zimmermann so wie es ist angenommen. Über seinen Motorradunfall von 2004 spricht er nicht mehr so viel. Es gibt genügend andere Aufgaben im Leben des ehrgeizigen Leistungs-Sportlers. Neben der ehrenamtlichen Arbeit als Ortsvorsteher von Röthenbach betreut er einmal pro Woche Besucher im Rodewischer Jugendclub. Vorigen Herbst zog Freundin Isabel ins schmucke neue Eigenheim ihres Liebsten ein. Die junge Frau arbeitet als Erzieherin in einer Rodewischer Kita. "Wir kennen uns seit Kindergartenzeiten" verriet sie. Vor zweieinhalb Jahren haben sie sich dann auch als Paar lieben gelernt. Wann immer es ihr möglich ist, begleitet sie ihren Freund zu den Rennen. Auf ihn scheint sich das sehr motivierend auszuwirken. "Vor dem Start verspreche ich ihr immer, dass ich mich beeilen werde." Auch an der Strecke gibt sie ihrem Rennfahrer den einen oder anderen Tipp. Ansonsten entdecken die beiden zusammen gerne Altstädte, Burgen und Schlösser.

Diesen Sonntag wird es wieder sportlich. In Berlin fällt der Startschuss zum Halbmarathon. Bis zum ersten Weltcup der Saison am 5. Juni im belgischen Ostende soll die Formkurve des Röthenbachers weiter nach oben zeigen. Vorher - am 17. April - steht noch ein Europacup-Rennen in Italien im Terminkalender.

 
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