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Der Stadtgraben in Dorfstadt sei vom Zwav laut dessen Auskunft "gemäht und gereinigt" worden, teilte der Landrat Mitte September mit. Jens Uhlmann bestreitet das und verweist auf dieses Foto, dass er am 22. Oktober am oberen Stadtgraben gemacht habe.

Foto: Jens Uhlmann

Stinkender Stadtgraben: Wichtigste Frage offen

Nach starkem Regen läuft die Pumpstation in Dorfstadt regelmäßig über, ekliges Treibgut verfängt sich in Gestrüpp. Dazu fragte ein Stadtrat beim Landrat an. Mit dessen Antwort ist er nicht zufrieden.

Von Bernd Appel
erschienen am 15.11.2017

Dorfstadt. Die Antwort aus dem Landratsamt kam schnell: Zwei Wochen nach dem Verschicken seiner Petition bekam Jens Uhlmann ein Schreiben, unterzeichnet von Landrat Rolf Keil (CDU). Allerdings sieht Uhlmann, der für die Linke im Falkensteiner Stadtrat sitzt, seine Hauptfrage nicht beantwortet. Denn er wollte vor allem wissen, ob es der Landrat für "moralisch vertretbar" hält, dass der Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland (Zwav) einerseits von den Vogtländern Bußgelder für nicht gesetzeskonforme Abwasserentsorgung erhebt, und gleichzeitig selbst Anlagen betreibt, die nicht dem Gesetz entsprechen. Dazu bekam er keine Auskunft.

Konkret geht es Uhlmann um die Pumpstation in Dorfstadt und deren Regenüberlauf, besser bekannt als Stadtgraben. Die Pumpstation läuft bei Starkregen immer wieder über, dann treiben mit dem Abwasser auch Fäkalien und Grobschmutz Richtung Treba. Uhlmann bemängelt einerseits prinzipiell diesen Zustand - schließlich zahlten die Falkensteiner für einen Vollanschluss und ordentliche Entsorgung, statt- dessen flössen ihre Abwässer bei solchen Ereignissen direkt in den Bach. Zum anderen kritisiert er den Zustand des Stadtgrabens, der teils mit Gestrüpp bewachsen ist, in dem das stinkende Treibgut hängen bleibt. In extremen Fällen würden durch den Rückstau sogar angrenzende Gärten verschmutzt, so Uhlmann. Im Schreiben des Landrats heißt es, dass der Zwav nach solchen Ereignissen regelmäßig den Graben "beräumt und gereinigt" habe.

Uhlmann meint dazu: "Diese Angabe muss ich als absolut falsch zurückweisen, denn es ist mit Bildern belegt, dass die Feststoffe schon seit Jahren in den Büschen hängen." Daran habe sich nichts geändert. Und an Keils Adresse legt der Stadtrat nach: "Die Bürger von Dorfstadt würden es sicherlich begrüßen, wenn Sie sich selbst mal einen Eindruck aus der realen Welt verschaffen, statt sich irgendwelche Ausreden zuarbeiten zu lassen, welche offensichtlich auch noch falsch sind." Der Landrat bestätigt, dass der vorhandene Regenüberlauf "nicht den heutigen gesetzlichen Anforderungen" entspricht. Bereits seit 2011 berate man, wie dieser Überlauf durch ein Regenüberlaufbecken ersetzt werden könnte. Bisher sei die Baumaßnahme für 2021 im Investitionsplan des Zwav festgeschrieben, es liefen jedoch Gespräche zwischen Stadt Falkenstein und Zwav, um "gegebenenfalls eine frühere Realisierung erreichen zu können".

Zur Verantwortung für den aktuellen Zustand gibt es vom Zwav und von der Stadt Falkenstein unterschiedliche Aussagen. Laut Zwav hat Falkenstein Probleme, seinen Anteil für die Sanierung zu zahlen. Die Stadt weist dies zurück: Vielmehr seien die Pläne des Zwav bisher "überdimensioniert" gewesen.

 
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