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...bis zu 400 Zuschauer des Spektakels stärken können. Die verfolgen jeden...

Foto: Joachim ThoßBild 1 / 5

Tonnenschwerer Koloss wandert 26 Meter

Mit dem Einschieben der Eisenbahnbrücke wurde gestern eine Lücke im Schienennetz zwischen Auerbach und Falkenstein geschlossen. Dabei haben nicht nur die Bauarbeiter Überstunden gemacht.

Von Lutz Hergert (Text) und Joachim Thoss (Fotos)
erschienen am 13.09.2017

Auerbach. "Links noch 11, rechts 21 Zentimeter", sagte Vermessungsingenieur Lutz Kromat gestern durchs Funkgerät. Drei Minuten später war Schluss: Um 12.32 Uhr stand die rund 1500 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke über der neuen Kreisstraße bei Richardshöhe nach einem Weg von 26 Metern genau dort, wo sie hingehört: zwischen den Gleis-Enden der Bahnstrecke Auerbach und Falkenstein.

Der Vermessungsingenieur von der Auerbacher Firma Präzisa kontrollierte das Verschieben des Bauwerkes, damit "die Brücke dort steht, wo sie hingehört". Das etwa 30-minütige Schauspiel an der neuen Straße verfolgten zwischen 300 und 400 Zuschauer. Einer von ihnen war Fritz Fischer. Er hatte seine Kamera auf ein Stativ gestellt, um das Wandern des Bauwerkes im Zeitraffer festzuhalten. "Ich habe schon viele Bilder vom Bau der Göltzschtalumgehung gemacht", sagte der Auerbacher Hobbyfotograf. Er findet es super, dass die neue Straße gebaut wird. Von der Technik, die die Brücke bewegt, war Johannes Baumann begeistert. "Wenn wir das früher schon gehabt hätten. Aber wir mussten viel improvisieren." Während der Auerbacher Kfz-Mechaniker-Meister wie die meisten kurz vor 12Uhr an Ort und Stelle war, machten manche Zuschauer Überstunden und rückten gegen 10 Uhr an.

Dafür, dass die Aktion des Brückeneinschubs Volksfestcharakter bekam, sorgte Jörg Strangfeld. Der Fleischermeister aus Richardshöhe hatte einen Grill aufgebaut, bot Gebratenes und Getränke an. Dass er bei solch einer technischen Aktion dabei war, war für ihn eine Premiere.

"Es hat alles prima geklappt", zog Stefan Fischer, Bauleiter vom VSTR Rodewisch, unmittelbar nach der Aktion Bilanz. Obwohl er fast in jedem Jahr an solchen Aktionen beteiligt ist, sei ein Einschub "immer wieder etwas Besonderes, weil die Bedingungen an jeder Baustelle anders sind". Die Eisenbahnbrücke ist mittlerweile die vierte, deren Bau Fischer im Zusammenhang mit dem Neubau von Ortsumgehung Treuen, Eicher Spange und Göltzschtalumgehung betreut und einschieben lassen hat. Dabei musste sein Team seit dem 4. September mächtig ranklotzen. Seit diesem Tag war die Bahnstrecke Auerbach-Falkenstein gesperrt. Fischer schätzt, dass seitdem 3500 bis 4000 Kubikmeter Boden, die Hälfte Fels, weggeräumt wurden, damit man die Brücke an ihren neuen Platz schieben konnte. "Weil der Baugrund so felsig war, mussten wir in zwei Schichten arbeiten. Manchmal ging es abends bis 22, 23 Uhr." Den Termin des Einschubes musste der VSTR unter allen Umständen halten, weil die Aktion, vorgenommen von einer Spezialfirma aus Nürnberg, ein halbes Jahr im Voraus bestellt werden musste. In den nächsten Tagen verfüllen die Mitarbeiter des Rodewischer Baubetriebes die Brückenfundamente, die Deutsche Bahn verlegt die Schienen.

 
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Tonnenschwerer Koloss wandert 26 Meter
Brücke in Falkenstein
 
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