Feuerwehren als Anker in größter Not

Wohlhausener dankbar für Helfer in der Katastrophe

Wohlhausen.

Den 9. Juni 2018 wird Ursula Hellwig aus Wohlhausen nicht mehr vergessen können. Das nächste schwere Unwetter im oberen Vogtland hat ihr Haus, hoch gelegen in der Kurve am Ortsausgang Richtung Gopplasgrüner Höhe, voll getroffen: Heizung kaputt, sämtliche Geräte hinüber, sechs Schränke samt Inhalt zum Wegwerfen. Mitten in der größten Not ist sie aber zugleich unendlich dankbar für viele Helfer, die versuchten, zu retten, was zu retten war: die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Markneukirchen, Wohlhausen und Breitenfeld. "Wir sind selber bei der Freiwilligen Feuerwehr, ich war jetzt 40 Jahre dabei und weiß, was es heißt, für andere da zu sein. Sie haben alles Mögliche getan", bedankt sich Ursula Hellwig im Namen der Familien Hellwig und Honegger. "Sauschwer getroffen" wurden Haus und Grundstück durch das abgespülte Feld oberhalb - zum großen Verdruss der Anwohner sei hier nicht längst gepflügt, sondern quer zum Hang. Bereits am 31. Mai hatte ein Unwetter das Haus der Familie getroffen, doch beim ersten Mal ging es deutlich glimpflicher aus. Diesmal ganz und gar nicht: Alles voll Schlamm.

Für Markneukirchen und Ortsteile wie Schönlind und Erlbach war der verheerende Samstag das vierte schwere Gewitter innerhalb von zwei Wochen. Eine Gewitterzelle stand nahezu über dem Ort. Neben dem Markneukirchner Gebiet hat es am Samstag im Vogtland vor allem Pausa sowie Sohl wieder stark getroffen, dazu kamen lokale Überschwemmungen andernorts. Vom Sonntag wurden trotz bestehender Unwetterwarnungen und teils starker, örtlich begrenzter Regenfälle bis zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren gravierenden Schäden im oberen Vogtland bekannt. (hagr/fp)

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