Hier klappt es mit dem Nachbarn

Mit einem Festkonzert im ausverkauften Theater Bad Elster startete am Sonntag der 21. Chursächsische Sommer - es war zugleich eine Geburtstagsfeier.

Bad Elster.

Seit 21 Jahren können die Freunde schöner Künste zwei Daten in ihrem Kalender fett anstreichen: Am 1. Mai beginnt der Chursächsische Sommer, am 3. Oktober endet er. In dieser Zeit wird beim Kulturfestival in der europäischen Bäderregion ein exquisites und vielfältiges Programm angeboten. 2016 sind es rund 300 Veranstaltungen in 40 Orten Sachsens, Nordböhmens, Thüringens und Bayerns.

Kultur in der Mitte Europas - angesichts aktueller politischer Ereignisse bekommt das in diesem Jahr einen besonderen Stellenwert. In seinen Begrüßungsworten würdigte Bad Elsters Bürgermeister Olaf Schlott (Unabhängige Bürgerschaft) die Kontinuität und die künstlerische Vielfalt des Chursächsischen Sommers und hob hervor: "Musik ist kein Luxus, sondern ein menschliches Grundbedürfnis." Matthias Rößler (CDU), Präsident des Sächsischen Landtages, charakterisierte das Kulturfestival und speziell die Musik als "positiven Brückenschlag zwischen Nationen und Kulturen, um die Herausforderungen in Europa meistern zu können". Musik sei ein Modell in der Gegenwart und für die Zukunft, ein strapazierfähiges Band. In Bad Elster tue nicht nur das erquickende Wasser gut, sondern auch die einströmende Kultur.

Für den Qualitätsanspruch anstehender Veranstaltungen legte gleich das Eröffnungskonzert die Latte hoch. Mit starkem Beifall honorierten die Besucher eine beeindruckende Leistung des vor 20 Jahren gegründeten Euchestra Egrensis - in diesem Fall eine Kombination aus der Nordböhmischen Philharmonie Teplice und der Chursächsischen Philharmonie Bad Elster - unter Leitung von Generalmusikdirektor Florian Merz. Gespielt wurden "Printemps" und La mer" von Claude Debussy und Modest Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" - einfach grandios. Oder wie es Pavel Klepáček, 2. Bürgermeister Aschs, treffend auf den Punkt brachte: "Wenn alles so funktionieren würde und erfolgreich wäre wie das Euchestra Egrensis, dann wären wir in Europa schon eine Tonleiter weiter."

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