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Bahnreisende am Haltepunkt Ifa-Ferienpark Schöneck.

Foto: Thorald MeiselBild 1 / 2

Im D-Zug-Tempo in gut einer Stunde quer durch das Vogtland

Seit Dezember gibt es an den Wochenenden eine durchgängige Bahnverbindung von Karlsbad/Karlovy Vary nach Zwickau an, mit Anschluss nach Leipzig und Dresden. "Freie Presse" hat sie getestet.

Von Thorald Meisel
erschienen am 14.02.2018

Klingenthal/Zwickau. Gut zwei Dutzend Schüler standen Samstagfrüh am Haltepunkt und warteten auf den Zug nach Zwickau. Die Schüler waren zum Skilager in Mühlleithen gewesen, nun wollten sie zurück nach Dresden. Die Uhr am Bahnsteig zeigte 7.50 Uhr, als der Regiosprinter der Vogtlandbahn über die Eisenbrücke rollte und am Haltepunkt stoppte. Sorgen um einen Sitzplatz musste sich niemand machen, der Zug war leer - wie schon so oft.

Die Verbindung, die einem D-Zug gleicht, ist ein Angebot der tschechische Privatbahn GW Train. Der Zug hält nur an angewählten Stationen, in knapp einer Stunde und 10 Minuten kann man von Klingenthal bis Zwickau fahren. Je zwei Zugpaare verkehren samstags und sonntags.

Durch Zwota, wo es noch mehrere unbeschrankten Bahnübergänge gibt, rollte der Zug verhalten. Abgesehen von Fahrgeräuschen war es still im Fahrgastraum. Die meisten Schüler hörten über Kopfhörer Musik oder beschäftigten sich mit ihren Iphones. Da der Zug nicht hielt und die Türen geschlossen blieben, verbreitete sich bald eine mollige Wärme. Kurz vor Schöneck sprang ein Reh aus dem Wald und konnte gefahrlos die Gleise überqueren. Weder am Ifa-Ferienpark, noch am Haltepunkt Schöneck stiegen Fahrgäste zu. Nächster Halt war in Falkenstein.

Als im November 1892 das knapp zehn Kilometer lange Teilstück zwischen Muldenberg und Falkenstein fertig war, wurde die Einweihung von Klingenthaler Stadtorchester umrahmt. Damals hieß das Ensemble noch Musikvereinschor.

In Falkenstein stieg ein Fahrgast zu, er wollte bis Auerbach. Dort kamen sechs Fahrgäste hinzu, darunter zwei Familien, die von Zwickau aus weiter nach Leipzig wollten. In Rodewisch gab es drei Zustiege, in Lengenfeld stieg ein weiterer Fahrgast ein. Danach ging es ohne weiteren Halt durch bis Zwickau, das kurz vor 9 Uhr erreicht auf Bahnsteig 1 war. Gleich auf dem Nachbarbahnsteig stand die S-Bahn nach Leipzig und Halle bereit, die in Auerbach zugestiegenen Passagiere hatten nur wenige Schritte zu laufen. Der Zug nach Dresden ging von Bahnsteig 5.

Der 9.45 aus Falkenstein in Zwickau einfahrende Regiosprinter der Vogtlandbahn fuhr 10.03 Uhr über Falkenstein und Schöneck nach Karlovy Vary, wie die Anzeigetafel am Bahnsteig 1 verkündete. Der Regiosprinter war gut besetzt, aus den aus Dresden und Leipzig kommenden waren zahlreiche Reisende mit Koffern und Skiern zugestiegen.

Erster Halt in Lengenfeld, dort stiegen sechs Wanderer aus. In Rodewisch folgte eine junge Frau mit drei Kindern, sie wurde schon erwartet. Wenn die Türen aufgehen, wird es kalt im Regiosprinter, die meisten Fahrgäste lassen deshalb Anoraks und Jacken an. Die Toilette war stark frequentiert. In Auerbach stieg niemand ein oder aus. In Falkenstein kamen zwei Fahrgäste hinzu. In Muldenberg wartete am ehemaligen Bahnhof schon der Gegenzug. Auch am Haltepunktepunkt Schöneck stieg niemand aus, dafür leerte sich der Zug am Ifa-Ferienpark bis auf vier Passagiere. Ein Fahrgast stieg zu, er wollte hinüber ins Tschechische.

In Klingenthal verließen zwei weitere Fahrgäste den Zug, zwei stiegen zu. Mit fünf Fahrgästen ging es über die Grenze nach Graslitz/Kraslice. Kurz nach 12 Uhr würde Karlsbad/Karlovy Vary erreicht sein.

Wenige Minuten später kam der nächste Regiosprinter über die Grenze, diesmal mit Fahrziel Mehltheuer. Der Zug war leer, in Klingenthal stiegen vier Fahrgäste zu.

Die Tourismus- und Verkehrszentrale ist unter Telefon 03744 19449 erreichbar - montags bis freitags 7 bis 19 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen 8 bis 12 Uhr.

 
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