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Schlagzeilen von 1993 zu den Dreharbeiten in Klingenthal und den Inter-nationalen Akkordeonwettbewerb.

Foto: Thorald MeiselBild 1 / 2

Klingenthal-Film schlummert noch immer im ZDF-Archiv

Vor 25 Jahren drehte Solomon Zoran beim Internationalen Akkordeonwettbewerb den Spielfilm "Weltmeister". Gesehen hat ihn wahrscheinlich kaum ein Klingenthaler.

Von Thorald Meisel
erschienen am 13.01.2018

Klingenthal. Ein filmisches Denkmal für den Internationalen Akkordeonwettbewerb und für die berühmte Klingenthaler Akkordeonmarke "Weltmeister" hatte er werden sollen, der im Mai 1993 in Klingenthal gedrehte Fernsehfilm "Weltmeister". So ist es jedenfalls dem damals in der Presse erschienenen Bericht zu entnehmen.

Das Team vom ZDF filmte damals in der Aula beim Abschlusskonzert des 30. Internationalen Akkordeonwettbewerbes, den der Norweger Revind Farmen gewonnen hatte, sowie in der Harmona Akkordeon GmbH. Aus der Beschäftigungsgesellschaft waren fast 80 Mitarbeiter als Statisten dabei. Die Filmleute waren anschließend des Lobes voll über die Zusammenarbeit mit der Stadt und den Klingenthalern.

Drehbuchautor und Regisseur Solomon Zoran erzählte damals, dass er die Idee zu dem Film nach einem Gespräch mit einem Freund hatte, der selbst als Solist beim Klingenthaler Wettbewerb dabei gewesen war. Deshalb sei auch der Drehtermin in den Wettbewerbstagen gewählt worden. Kulisse und Umfeld waren original, das Flair des Wettbewerbes "noch warm".

Ob ein Klingenthaler den Film je gesehen hat, darf aber bezweifelt werden. Zumindest hat niemand Erinnerungen daran. "Weltmeister" lief am 16. August 1994 in der Reihe "Das kleine Fernsehspiel", Sendebeginn war 23.45 Uhr. Seither liegt er im ZDF-Archiv.

Klingenthals Filmruhm, speziell in der Musikbranche, ist überschaubar. Im Juni 1929 kam "Im Reich der klingenden Täler" in die Kinos. Gedreht hatte ihn die Siegert-Film-Produktion aus Chemnitz-Sigmar, für das Drehbuch hatte Adolf Böhm aus Schwaderbach die Ideen geliefert. Die einzelnen Szenen trugen Titel wie: "Beim Kunstgeigenbauer" sowie "Was mir eine Mundharmonika erzählt" und "Gang durch eine Ziehharmonikafabrik". Zur Uraufführung in den Chemnitzer Kammer-Licht-Spielen war der schwedische Akkordeonsolist Hartvig Kristoffersen verpflichtet worden, der auf einem "Royal Standard"-Instrument der Klingenthaler Firma Zuleger & Mayenburg spielte. Der Streifen gilt als verschollen.

Der erste Defa-Film, in dem ein Klingenthaler Akkordeon gespielt wurde, war 195o "Der Kahn der fröhlichen Leute". Das Instrument der Marke Meteor steht heute im Filmmuseum Potsdam. Es gehörte Regisseur Hans Heinrich (1911-2003).

Den ersten Spielfilm in Klingenthal drehte 1954 Konrad Wolf - "Einmal ist keinmal" mit Horst Drinda und Brigitte Krause in den Hauptrollen. Der Streifen hatte im März 1955 in Klingenthal Premiere. Die "Filmschau" erhielt neue Vorführtechnik, bei der Drängelei nach Karten gingen nach Presseberichten Fensterscheiben zu Bruch. Die Begeisterung hielt sich letztlich in Grenzen. "Die Klingenthaler wollten ein Spiegelbild ihrer Stadt - das wollte und konnte ein Spielfilm nicht bieten", kommentierte der Klingenthaler Johannes Grimm die Diskussionen um den Film.

 
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