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Die Natur- und Kräuterpädagogin Marina Gerstner gibt sogar Likörseminare.

Foto: Eckhard SommerBild 1 / 2

Liköre selbst gemacht: Das sind die Tipps der Expertin

Holunder, Hagebutten, Hopfenblüten: Vieles, was die Natur hergibt, eignet sich für einen guten Tropfen. Was man beim Selbermachen beachten sollte, verrät Naturpädagogin Marina Gerstner.

Von Eckhard Sommer
erschienen am 13.09.2017

Landwüst. Um es gleich vorweg zu sagen: Dies ist kein Beitrag zur Glorifizierung oder Gutheißung des Konsums von Alkohol. Dann schon eher im Sinne des deutschen Arztes Paracelsus (1493-1541): "Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist."

Himbeeren, Eberesche, Hagebutten - aus ihnen lassen sich mit relativ geringem Aufwand Tees, Marmeladen oder Säfte "zaubern", die nicht nur lecker schmecken, sondern auch reich sind an Vitaminen und anderen wertvollen Inhaltsstoffen. Es sei denn, man scheut Zeit und Mühe und greift stattdessen lieber ins Regal eines Supermarktes. Beeren und Früchte können aber auch die Basis sein für sinnliches Erleben in Form eines Likörs. Nicht trinken bis zum Abwinken, sondern Genießen in besonderen Stunden. "Man nehme..." - das kam Marina Gerstner nicht nur einmal über die Lippen, als sie Teilnehmern eines Likörseminars Tipps vermittelte.

Die Früchte: Aromatische wie Himbeeren. Hagebutten, Erdbeeren, Holunderbeeren oder Schlehen sowie Ebereschebeeren eignen sich besonders für einen fruchtigen Likör. Ein wenig aufwendig sind Hagebutten, denn entweder müssen vor dem Ansetzen die inneren Härchen entfernt oder die Früchte wenigstens aufgeschnitten werden. Wer experimentieren will, sollte es beispielsweise einmal mit Hopfenblüten versuchen.

Der Alkohol: Marina Gerstner empfiehlt 36- bis 40-prozentigen, also Wodka, Korn oder Doppelkorn, auch Rum ist möglich. Von Primasprit rät sie ab, weil der mit knapp 70 Prozent zu scharf ist und "vorschmeckt". Ist natürlich nur ein Vorschlag, denn wer ein großer Junge ist, kann es ja mal mit der "höheren Umdrehung" versuchen. "Jedenfalls ist es günstig, nicht den billigsten Alkohol zu verwenden, das merkt man später am Geschmack."

Weitere Zutaten: Handelsüblicher Kristallzucker eignet sich in jedem Fall, ebenso möglich sind Kandiszucker oder brauner Rohr-Rohzucker, weil sie dem Likör eine leichte Karamelnote geben. Beigaben von Vanille, Zimt oder Nelke bieten sich je nach Frucht an, sind aber kein Muss. Auch in diesem Fall gilt: alles Geschmackssache. Martina Gerstner rät zu einem prinzipiellen Mischungsverhältnis von je einem Teil Früchte und Alkohol und einem halben Teil Zucker.

Der Ablauf: In einer Flasche oder bei Mehrbedarf in einem großen Glas angesetzt, sollte der Ansatz einige Zeit an einem dunklen und kühlen Ort ziehen, zwischendurch mehrmals geschüttelt werden, damit der Likör zum Abfüllen "reifen" kann. Mehrere Wochen oder bis zu einem Vierteljahr ist kein Fehler, weil der Geschmack dann intensiver wird. Ein persönlicher Tipp des Autors: Wer es schon einmal mit Quitte versucht haben sollte, der wird die Erfahrung "Je länger desto besser" gemacht haben. Die Geduld lohnt sich auf jeden Fall.

 
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