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Mysteriöser Vorfall in Grenzstadt

In Graslitz/Kraslice wurde angeblich aus einem deutschen Fahrzeug mit Softair-Waffen auf Passanten geschossen. Der Fall gibt aber Rätsel auf.

Von Thorald Meisel
erschienen am 05.12.2017

Klingenthal. Über einen mysteriösen Vorfall in der tschechischen Grenzstadt Graslitz/Kraslice, der sich wahrscheinlich am 28. November ereignete, berichtet die Zeitung "Sokolovsky denik". Demnach sei an jenem Abend an einer Bushaltestelle im Zentrum aus einem Kleintransporter mit deutschem Kennzeichen scheinbar mit einer Softair-Waffe auf Passanten geschossen worden. Eine Frau sei dabei am Bein getroffen worden.

"Wir arbeiten hart an dem Fall. Wir werten Kameraaufnahmen aus und arbeiten mit deutschen Kollegen zusammen. Sie finden heraus, ob ein ähnlicher Fall auch auf deutscher Seite passiert ist", wird ein Sprecher von der Polizeidirektion in Karlsbad/Karlovy Vary von der Zeitung zitiert.

Nach Angaben der tschechischen Polizei gibt es Aufnahmen von den Überwachungskameras aus dem Stadtgebiet Graslitz/Kraslice, die in Zusammenhang mit der Tat einen blauen Mercedes Vito zeigen. Das Kennzeichen sei aber nicht lesbar. Das Fahrzeug sei gegen 18 Uhr zum Grenzübergang Graslitzer Straße in Klingenthal gefahren.

Die Zeugin wird in der Zeitung mit den Worten zitiert, dass sie zunächst einen Knall hörte und dann das Gefühl hatte, etwas sei an ihrem Kopf vorbeigeflogen. "Erst nach einer Weile haben wir realisiert, dass da jemand auf uns geschossen hat", sagte sie.

Ihre Kollegin sagte gegenüber der tschechischen Presse, dass sie gerade ihren Freund per Handy über den Vorfall informiert habe. In diesem Moment sei das Fahrzeug wieder zurückgekommen. Sie habe sich dann aus Angst weggeduckt. Das Geschoss traf sie am Bein und hinterließ eine Prellung. Ihr Schrei wurde von einem Radfahrer gehört, der bei ihr blieb, bis schließlich die Polizei eintraf.

Die Behörden auf deutscher Seite sind von dem Vorfall in Graslitz/Kraslice offenbar bislang nicht informiert, wie gestern Nachfragen von "Freie Presse" bei Landes- und Bundespolizei ergaben. Beim Gemeinsamen Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Petrovice/ Schwandorf verwies man an die zuständige Dienststelle der Bundespolizei in Potsdam, die wiederum nach Pirna. "Bis zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns zum geschilderten Sachverhalt keine Erkenntnisse vor", teilte am Nachmittag Daniel Rackow von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der Bundespolizeidirektion Pirna mit.

 
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