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Das Sanieren der 113 Jahre alten Turnvater-Jahn-Halle an der Schützenstraße ist eines der Großvorhaben der Stadt in den nächsten Jahren.

Foto: Ronny Hager

Neuer Anbau und Kegelbahn: Große Pläne für Adorfer Halle

Die Ideen für die Zukunft des denkmalgeschützten Baus sind jetzt öffentlich geworden. Es wird ein Millionenprojekt, entschieden ist aber noch nichts.

Von Ronny Hager
erschienen am 16.05.2018

Adorf. Die Stadt Adorf überlegt, ob sie bei der Sanierung der Turnvater-Jahn-Halle den ganz großen Wurf wagt: modernisierte Halle, neuer Anbau und eine Vier-Bahnen-Kegelanlage unter dem Kellertrakt. Das ist eine der Ideen, die am Montagabend erstmals öffentlich vorgestellt wurden. Acht Varianten hatte die Planungsgesellschaft für Bauwesen Knüpfer aus Oelsnitz ausgearbeitet. Das sind die wichtigsten Punkte:

Die eigentliche Halle bleibt: Das Grundkonzept der 1905 errichteten Halle wird nicht verändert. Der Haupteingang von der Seite, die Halle in ihrer jetzigen Größe für 375 Leute (bestuhlt) oder 752 (Stehplätze), Räume für den Adorfer Carnevals-Verein und die Adorfer Blasmusikanten. Es bleiben die Bühne, die Nutzung für den Schulsport.

Die Sicherheit: Statt des Anbaus einer Fluchttreppe schlägt der Projektsteuerer ein zweites Treppenhaus als weiteren Fluchtweg vor.

Der Anbau: Knüpfers Varianten 1 bis 4 sehen Arbeiten im Bestand mit dem aktuellen Anbau vor - sie wurden im Stadtrat gar nicht erst vorgestellt. Die vier anderen Varianten gehen von einem neuen Anbau aus. Vorteile: Ein großer Geräteraum, sonst schwer in die Halle zu integrieren, im Keller sämtliche Umkleiden, oben eine Bar, vielleicht gar eine Dachterrasse - und die Möglichkeit der Erschließung aller Geschosse des Anbaus per separater Treppenanlage. Der dafür nötige Aufsatz des Anbaus hat die Zustimmung des Denkmalschutzes gefunden, sagte Knüpfer - wie auch generell die Pläne sowohl durch diese Behörde als auch das Brandschutzressort des Kreises abgesegnet wurden.

Die Kegelbahn: Eine neue Anlage statt der nach Verkauf des Schützenhauses nicht mehr nutzbaren Kegelbahn - auch die Option gibt es. Unter Ausnutzung der Geländetopografie ließe sich unter dem Keller des Anbaus sowohl eine Zwei- als auch eine Vier-Bahnen-Anlage integrieren, so Knüpfer - letztere mit Zuschauerbereich. Bei dieser Frage sind nun die Adorfer Kegler, die sich nach dem Aus ihrer Bahn Erlbach anschlossen, wie auch die Kegler aus Markneukirchen gefragt: Besteht der Wunsch nach einer solchen neuen Anlage? Stefan Wolf, CDU-Stadtrat und aktiver Kegler, will dazu nachfragen. Für die "große Lösung" ließ CDU-Co-Fraktionschefin Mariechen Bang Sympathien erkennen.

Die Kosten: Die Variante mit neuem Anbau soll 3,28 Millionen Euro brutto (ohne Aufsatz) oder 3,34 Millionen Euro kosten. Mit Zweier-Kegelbahn liegen Bau- und Baunebenkosten bei 4,094 Millionen, bei Vierer-Anlage bei 4,817 Millionen Euro. Dies betrifft rein das Gebäude, die Kegelbahn selbst käme obendrauf.

Der Zeitplan: Laut Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) soll sich der Technische Ausschuss in der nächsten Sitzung auf eine Vorzugsvariante einigen. Das Projekt ist so groß, dass es europaweit ausgeschrieben werden muss. Wann gebaut wird, ist noch nicht klar. Die Umsetzung der Idee ist von Fördermitteln abhängig.

 
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