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Das neue Haus des Rentnerpaares: Im Frühjahr wollen sie einziehen.

Foto: Hartmut Zeitler

Neues Heim für Brandopfer

Die Schneiders aus Obersohl hatten im Februar alles verloren. Doch mittlerweile blicken sie optimistisch nach vorn.

Von Hartmut Zeitler
erschienen am 05.12.2017

Sohl. Im ruhig gelegenen Obersohl wird seit August gewerkelt, was das Zeug hält. Baugeräusche kommen vom Hausgrundstück Nummer 1, beim leidgeprüften Ehepaar Gunther (78) und Heidi (75) Schneider. Sie waren die Brandopfer vom 1. Februar diesen Jahres. Innerhalb weniger Stunden wurde ihr Wohnhaus ein Raub der Flammen. Sie haben dabei alles verloren. Ihnen blieb nur noch, was sie vor dem Brand am Körper trugen.Eine Welle der Hilfsbereitschaft setzte ein - mit Soforthilfen, Sach- und Geldspenden. Anteil nahmen nicht nur Sohler Einwohner, sondern Menschen aus ganz Deutschland. Auch Tage und viele Wochen nach der Katastrophe wurde ihnen in vielfältiger Weise Mut zum Neuanfang gemacht. Bestärkt haben das Rentner-Ehepaar auch ihre Söhne Sven und Marko. Sie waren sich sicher, dass ihre Eltern nur auf diesem Fleckchen Erde in Obersohl ihren Lebensabend verleben möchten.

Wurde am 1. Februar ein Opfer der Flammen: das Häuschen "Waldeslust", von beiden einst selbst gebaut.

Foto: Hartmut Zeitler/Archiv

Im August konnten dann die Arbeiten am neuen Einfamilienhaus begonnen werden. Unkompliziert und vor allem mit kurzfristigem Baubeginn legte sich die Stelu-Bau GmbH Hohendorf ins Zeug. Auch alle weiteren beteiligten Handwerker aus der Region zogen mit. "Das ging alles so schnell, wie die Bauleute den Rohbau auf die Bodenplatte gemauert haben. Meine Frau Heidi und ich konnten innerhalb kürzester Zeit erkennen, wie alle Räumlichkeiten aufgeteilt werden. Das war für uns ein sehr schöner Moment. Wir haben zwar die Bauzeichnungen im Vorfeld schon gesehen, aber als man dann die gemauerten Wände mit Fenster und Türöffnungen erkennen konnte, hatten wir Glücksgefühle wie lange nicht mehr", erzählte Gunther Schneider mit Blick zu seiner Heidi, die zuversichtlich lächelte.

Bereits am 20. Oktober konnte Richtfest gefeiert werden. Bauherr Gunther Schneider versenkte feierlich mit drei Hammerschlägen den letzten Nagel in den Dachstuhl. Beim Richtfest waren zudem Abordnungen aller beim Löscheinsatz gerufenen Feuerwehren, Sohler Helfer, Unterstützer nach der Brandkatastrophe und Bauleute anwesend. Besonders haben Schneiders in diesem Zusammenhang nochmals die Familie Gerhard und Regina Dietz vom Almweg in Sohl ihre spontane Gastfreundlichkeit herausgestellt. Bis zum Einzug in ihr neues Wohnhaus kann das Ehepaar dort in einer Ferienwohnung wohnen. Auch sie waren zum Richtfest herzlich eingeladen.

Den Fertigstellungs-Termin streben die Firmen für den Zeitraum März/April 2018 an. Darüber freuen sich Gunther Schneider und seine Heidi sehr. Sie loben die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Firmen.

 
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