Oelsnitz such den Superstar: Gymnasiasten liefern tolle Show

Qual der Wahl bei der Castingshow zum Schuljubiläum: Das bestes Talent des Julius-Mosen-Gymnasiums wurde gesucht - und gefunden. Der Stargast des Abends setzte noch einen drauf.

Oelsnitz.

Moderator Lukas Verderber fand kecke Worte, nahm den Mund allerdings nicht zu voll, wenn er Mittwochabend die "einzig wahre Castingshow" ankündigte. Zumindest, was Oelsnitz und das Gymnasium betrifft. Prall gefüllt ist das Festprogramm zum 120-jährigen Schuljubiläum und die Wahl des besten Talents einer der Höhepunkte.

Vorbild: "Deutschland sucht den Superstar". In der Jury saßen natürlich keine Fachleute wie Dieter Bohlen, aber auch die Lehrer Timo Böhm, Alexander Fischer, Ralf Fengler und die Schüler Laura Schlott verstehen etwas vom musikalischen Metier. Ebenso Thomas Katrozan, denn der stand bei der DSDS-Staffel im vergangenen Jahr vor Bohlen & Co., schaffte es bis ins Finale und belegte dort den dritten Platz. Dass Katrozan zum Jubiläum nach Oelsnitz kam, ist Beziehungen - sie schaden nur dem, der sie nicht hat - zu verdanken: Sein Bruder Johannes absolvierte 2016 am Mosen-Gymnasium sein Referendariat - so war der Weg zum Star ein kurzer.

22 Bewerber gab es für die Castingshow - die Jury hatte eine harte Nuss zu knacken, sich für die Finalisten zu entscheiden. Laura Schlott: "Es ist uns bestimmt nicht leicht gefallen, aber wir mussten schließlich eine Auswahl treffen. Bewertet wurden zum Beispiel Ausstrahlung, Vortrag und Rhythmus."

Elf Kandidaten waren es, die dann um die Gunst des Publikums im überfüllten Sprach- und Kommunikationszentrum wetteiferten. Ganz ehrlich: Jeder hätte es verdient gehabt, dass seine Nummer auf dem Stimmzettel notiert wird: Noah Gebauer und Caroline Schönstein (beide am Klavier), das Tanz-Trio Hannah Trinkaus, Sophia und Kristina Korndörfer, die Gesangsgruppe der Klasse 8a, das Tanz-Duo Melissa Heinze und Klara, die Sängerin Linda Tunger oder die Tanzgruppen mit Alexandra Thoß, Vanessa Kaiser, Lisa Ebert und Julia Rudert beziehungsweise Joline Reinhold, Amelie Dunger und Emma Krause - sie alle wurden zu Recht mit stürmischem Beifall von der Bühne verabschiedet.

Als die Stimmen ausgezählt waren, stand fest, dass Maria Maschke mit ihrem Klavierspiel und Gesang, Sänger Leon Kaiser und das Trio Lukas Fritzsch, Alex Hein und Arne Köhler am meisten überzeugten. Sie können sich über die Ehre als beste Talente und Geldpreise freuen. Dass Lehrer mehr auf dem Kasten haben als "nur" zu unterrichten, bewiesen Tina Götz, Carolin Hempel, Simon Drechsel und Olli Rohleder außer Konkurrenz. Bei einem Pop-Medley trieben sie das Stimmungsbarometer im Saal nach oben.

Bei Thomas Katrozan allerdings reichte die Skala der Begeisterung nicht aus. Er sorgte mit einem Reggae-Kurzkonzert dafür, dass sich sogar eine Polonaise durch den Saal bildete und seine Fans vor der Bühne fast ausflippten. Ein größeres Kompliment zum Abschied als das aus seinem Mund hätte es für das Gymnasium und die Castingshow nicht geben können: "Ihr seid ein richtig cooler Haufen. Was ihr abgeliefert habt, damit müsst ihr euch nicht verstecken. Es hat mir einen Riesenspaß gemacht, hier bei euch zu sein und aufzutreten."

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