Premiere erfolgreich gemeistert

Oelsnitzer Gymnasiasten gehen in Bad Elster für drei Stunden auf die Theaterbarrikaden. Dabei wird mit viel Witz gespielt, getanzt und gesungen.

Oelsnitz/Bad Elster.

Sie haben es wieder getan, zum vierten Mal und das erneut mit einem so großen Erfolg, der abonniert zu sein scheint für die Neuntklässler des Julius- Mosen-Gymnasiums. Aber weit gefehlt: Vor jedem Theaterstück kommt viel Arbeit und Schweiß beim Ausbrüten der Ideen und deren Aufführung. Mit Schuljahresbeginn ging es los: Texte schreiben, Choreografien austüfteln Kostüme schneidern, Bühnenbilder bauen. Die letzten 21 Tage (!) waren die heiße Phase, als alles geprobt und finalisiert wurde.

Romy Summerer konnte am Donnerstag die Anspannung bei der Premiere von "Wir proben den Aufstand!" nicht verbergen: "Ich hoffe, dass alles so klappt, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber ich denke, es läuft ganz gut", meinte sie mit leiser Stimme in der Pause und ihre Augen glänzten vor Stolz. Für sie, die seit drei Jahren in Oelsnitz unterrichtet, war es die Feuertaufe, weil sie für das Projekt erstmals die Gesamtleitung in den Händen hatte. Zusammen mit ihren Deutschlehrer-Kolleginnen Christine Dolz, Jana Haueis, Astrid Fengler und Lucien Sprenger hatte Romy Summerer - unterstützt dabei von der Plauener Theaterpädagogin Steffi Liedke und dem Pantomimentrainer Uwe Killisch - den Schülern zur Seite gestanden und fieberte entsprechend mit.

Für "Wir proben den Aufstand!" griffen die Oelsnitzer auf fünf Filme und Literaturwerke zurück, verschmolzen sie zum harmonischen Ganzen: Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf" etwa, Goethes "Der Zauberlehrling" oder "Dirty Dancing". Was sich insofern als originelle Idee erwies, weil es darin ursächlich um die Jugend geht und deren natürlichem Bestreben, sich der Geradlinigkeit der Eltern zu widersetzen, stattdessen gehörig gegen den Strich zu bürsten und eigene Wege zu gehen. Bezüge zur eigenen Jugend blieben dabei natürlich nicht außen vor. Das wurde auf der Bühne nicht nur gekonnt umgesetzt, sondern mit so viel Witz gespielt, getanzt, gesungen, dass die rund 350 Zuschauer im Saal mehrfach mit Applaus nicht geizten. Einfallsreich auch, wie es unter dem Motto: "Theater geht nur gemeinsam!" gelang, die unterschiedlichen Stoffe miteinander zu verbinden: Knut Knauer und Gisela Geise - Vorbilder durchaus berechtigt - traten im "Mosen-Journal" auf und führten mit humorvollen Kommentaren durch die "Sendung".

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