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Aus dem Dunkel ins Licht: Wohin geht es mit dem Hohen Steg? Das Foto der heute teils abgerissenen Brücke entstand am 15. August 2009.

Foto: Ronny Hager

Stadträte entscheiden über Steg

Am Mittwoch geht es in Oelsnitz generell um die Fußgängerbrücke über die Weiße Elster. Eine Fraktion fordert jetzt den Bau in einer kleineren Form.

Von Ronny Hager
erschienen am 19.06.2017

Oelsnitz. Wird am Mittwoch im Oelsnitzer Stadtrat (ab 18 Uhr öffentlich im Ratssaal) das letzte Kapitel der Geschichte des Hohen Steges geschrieben? Der Stadtrat entscheidet grundsätzlich zur Zukunft der teils abgerissenen Fußgängerbrücke über die Weiße Elster. Zuvor hatte es Streit mit dem Kreis über die Fördermittel gegeben und Differenzen mit der RHG Schöneck, der Flächen gehören, die die Stadt für den Bau in bisher vorgesehener Form benötigt.

Die Verwaltung hält sich zu ihren Plänen bedeckt. Bisher hat sie an die Presse weder eine Einladung zum Stadtrat verschickt, noch die Informations- oder Beschlussvorlagen zur Sitzung. Licht ins Dunkel bringt die Stadtratsfraktion der Freien Oelsnitzer Bürgerschaft (FOB). "Im öffentlichen Teil dieser Sitzung soll den Stadträten die aktuelle Planungslage sowie eine Alternativvariante Elsterstraße-Stadtbad-Bäckerei Wunderlich erörtert werden", erklären die Abgeordneten Björn Fläschendräger und Sebastian Stange. Die FOB spricht sich für den Bau des Steges aus und lehnt die Alternative über das Stadtbad grundsätzlich ab.

Der Steg hat aus Sicht der Fraktion eine lange Tradition, wurde von vielen Generationen genutzt und gehöre zum ideellen Erbe der Stadt. Fakt sei, dass die für den Steg erhofften Fördergelder wegfielen und deshalb die Variante in Höhe von 665.000 Euro verworfen werden müsse, da die Stadt diese Kosten wegen ihrer prekären Haushaltssituation nicht aufbringen könne. Aber das dürfte keinesfalls das Ende der Brücke sein. Die FOB-Räte nehmen auch die Abgeordneten der anderen Fraktionen in die Pflicht. "Der Stadtrat ist es den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtteil der Siedlung und der Finkenburg, welche seit vielen Monaten geduldig an eine Klärung der Situation glauben, schuldig, eine nachvollziehbare Ersatzlösung zur eigentlich geplanten Variante zu präsentieren", heißt es in der Pressemitteilung der FOB. Es sei nicht länger zu akzeptieren, dass ein ganzer Stadtteil fußläufig vom Zentrum abgeschnitten sei. Varianten wie die Nutzung der Umgehungsstraße oder entlang des Elstergartens sind aus Sicht der FOB "Augenwischerei", vorgeschlagen von Personen, die sich "nicht ernsthaft" mit dem Thema sowie den Bedürfnissen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger auseinandergesetzt haben.

Die FOB schlägt vor, den für die Brücke geplanten städtischen Eigenanteil von 74.000 Euro als Grundlage für einen kleineren, schmaleren Steg zu nehmen. Ohne Förderung müsse dieser die Vorgaben der öffentlichen Hand nicht erfüllen, womit Grundstücksfragen vom Tisch wären. Die Differenz zwischen 74.000 Euro und Bausumme ließe sich über Sponsoring, Benefizkonzerte oder die Vergabe von Namensrechten aufbringen, meint die FOB.

 
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Stadträte entscheiden über Steg
Kommentar: Blick nach vorn richten
 
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Kommentare
6
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 23.06.2017
    20:44 Uhr

    voigtsberger: Na bitte, geht doch!
    Tauchsieder: So sieht gelebte Demokratie aus, wo der Bürgerwille zählt und nicht der Lobbyismus!

    0 0
     
  • 20.06.2017
    22:00 Uhr

    Tauchsieder: Nochmals: ..... Einfach nur abwarten und interessiert zu sehen!!!!!!

    1 1
     
  • 20.06.2017
    16:12 Uhr

    voigtsberger: Tauchsieder: Jetzt kocht bei ihnen aber das "Bockwurstwasser"über, denn keiner möchte in seinen Kommentaren die Anderen mehr belehren als sie und was hat eine regionales Bauwerk mit der Todesstrafe zu tun. In Oelsnitz hat ein "ganz schlauer" Stadtrat mit Personen des öffentlichen Dienstes, mit Beamten und mit Selbstständigen, einen Heimatverein gegründet und der will sich vorrangig für mehr Veranstaltungen und Spas in Oelsnitz einsetzen und das ist schade, denn für mich ist Heimat auch das vergangene Erhalten und da ist die Fußgängerbrücke ein Teil von Heimat, wie auch für viele Oelsnitzer und da ist ein Holzsteg das Beste aus Tradition und Nutzen.
    Denn nach ihren Verständnis fern der Realität und ihrer Meinung, hätten die Luzerner in der Schweiz, ihre abgebrannte Holzbrücke auch nicht mehr errichten dürfen! Wer hier erst einmal Kommentare und Berichte richtig lesen soll ist jetzt doch bekannt und dazu gehört auch das geschriebene richtig zu verstehen und zu deuten, denn wenn man die Situation vor Ort nicht kennt und nicht einschätzen kann und auch nicht betroffen ist, mit der Sperrung des Steiges, warum und wieso dieses so ist. Da ist es besser, einfach sich den Kommentar dazu zu verkneifen und Betroffene ihre Meinung zum langjährigen Versagen des Rathauses und der "Stadtkönige" zu zuerkennen!

    2 2
     
  • 20.06.2017
    11:23 Uhr

    Tauchsieder: Tja "voigtsberger", wenn dies ihre Meinung ist biite schön. Wenn sie schon die Geschichte bemühen sollten sie auch noch erwähnen, dass es vor 100 Jahren noch die Todesstrafe gab und anschließend zwei Weltkriege ausbrachen.
    Bevor sie eine Lesermeinung abschicken sollten sie sie nochmals lesen. Hier etwas an den Haaren herbeiziehen, Bedarf zu konstruieren der nicht vorhanden ist, führt diesbezüglich nicht zum Ziel. Hier hat der Stadtrat "Winterschlaf" gehalten. Mich über Naturschutzgesetze belehren zu wollen sollten sie sich lieber sparen.
    Einfach nur abwarten und interessiert zu sehen.

    3 1
     
  • 19.06.2017
    23:29 Uhr

    voigtsberger: Tauchsieder: Wohl etwas überhitzt, denn die Fußgängerbrücke kenne ich schon als Kind und da war diese noch aus Holz und musste wegen des schlechten Zustandes erneuert werden und eine Vollsanierung gebraucht genau so einen Planungsbeschluss wie der abgespeckte Neubau, denn mit Instandhaltungsarbeiten ist da nichts mehr zu stemmen, weil in den letzten 25 Jahren nichts Richtiges gemacht wurde und da die Gelder lieber für Wähler- u. medienwirksame Vorgaben ausgegeben wurden. Auch ist dieser Übergang schon seit über hundert Jahren eine Verbindung über die Elster, so wie auch das Areal nur als Überschwemmungsgebiet dient und durch die Brücke nicht beeinträchtigt wird, was die anderen Bauten in Adorf und Kürbitz betrifft, das steht auf einen anderen Blatt. Da sollten sie sich einmal lieber über den neugeschaffenen Parkplatz und der Brücke zum Stadtbad (Elstergarten) aufregen, da wurde in die Natur eingegriffen oder wissen sie gar nicht um was es überhaupt geht!
    Was wollen sie, den vor allen älteren Bürgern ohne PKW und den Schülern der Siedlung und der Finkenburg so alles zumuten, da nach Finanzlage der Stadt eine abgespeckte Variante, die bessere Lösung ist, als gar keine Fußgängerbrücke.
    Deshalb rufe ich den Stadträten zu, realisiert dieses Vorhaben und zwar schnell, denn damit beweist ihr endlich einmal Bürgernähe!

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