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Mit 1500 Zuschauern war das umgebaute Naturtheater in Bad Elster bei dem Konzert der österreichischen Sängerin Christina Stürmer ausverkauft.

Foto: Christian Schubert

Theater besteht ersten Härtetest

Drei Programme standen am Wochenende in Bad Elster auf dem Plan. Beim Konzert von Christina Stürmer am Samstag wurde die umgebaute Anlage gleich einer Belastungsprobe unterzogen.

Von Christian Schubert
erschienen am 11.06.2018

Bad Elster. Aufatmen konnten die Verantwortlichen am Samstagabend beim ersten Rock-Popkonzert der Saison im Naturtheater von Bad Elster. Auf der Bühne stand die österreichische Sängerin Christina Stürmer - und gegen Ende des Konzertes musste sich die restaurierte Anlage ihren ersten Härtetest unterziehen - und das lag am Wetter.

Kurz vor dem Zugaben-Teil öffnete der Himmel seine Schleusen. Der Regen hatte sich schon während des Konzertes mit Donner und Blitz angekündigt. Aber bis auf wenige Tropfen, die an den Seiten der Zuschauerreihen vom neue installierten Dach auf die Sitze am Rand fielen, blieb unter der Konstruktion alles trocken. Der Regen wurde von den meisten Zuschauern auch kaum wahrgenommen.

"Das Dach hat bewiesen, das es für uns sinnvoll ist. Nicht nur weil es den Regen abhält, sondern weil eine besondere Atmosphäre entstehen kann. Viele Leute sind, trotz des Regens, nach dem Konzert noch sitzen geblieben und kamen ins Gespräch. Das Flair hat seine Wirkung gezeigt, so muss es sein", freut sich Chursachsen-Chef Florian Merz.

Für ihn und sein Team war das Wochenende wichtig, um zu sehen wie die Anlage unter verschiedenen Bedingungen funktioniert. "Wir hatten von Freitag bis gestern drei Veranstaltungen zu unterschiedlichen Zeiten mit wechselnden Bedingungen. Beim ,Freischütz' am Freitag konnten wir testen, wie es mit Orchester funktioniert, bei Christina Stürmer waren wir mit 1500 Zuschauern das erste Mal in dieser Größenordnung ausverkauft und gestern gab es ein Familienprogramm. Man kann sagen, das wir die Feuertaufe bestanden haben", so Merz. Von der Technik bis hin zum Catering-Service habe alles funktioniert.

Für die Chursachsen war auch die Meinung der Besucher wichtig, um Rückschlüsse auf Lob oder Kritik zu ziehen. Florian Merz lies es sich nicht nehmen, persönlich die Zuschauer zu fragen, was gefiel und wo es haperte. Die Reaktionen waren weitestgehend positiv. Mandy Schubert aus dem Zwickauer Umland zog es allein wegen Christina Stürmer nach Bad Elster. "Ich war schon bei vielen Konzerten, habe aber keinen Veranstaltungsort erlebt, der mitten in grüner Natur eine solche intime Atmosphäre schafft. Toll sind auch die beleuchteten Bäume ringsherum, sie verleihen dem Ambiente eine besondere Note", schwärmt die 35-Jährige.

Christina Stürmer lockte auch Besucher aus Sachsen-Anhalt, der Region Köln und selbst Fans aus Österreich in den Kurort. Ging man durch die Reihen, war oft nur Lob zum neu gestalteten Naturtheater zu hören.

Zur tollen Stimmung trug natürlich auch Christina Stürmer selbst bei. Mit ihrer lebensfrohen, ausgelassenen Natürlichkeit fegte sie wie ein kleiner Wirbelwind über die Bühne und bot eine unterhaltsame, rockige Show. Empfangen hatten sie die Fans mit Happy-Birthday-Gesängen, denn in Bad Elster feierte sie ihren 36. Geburtstag. Ihre eingängigen Songs wie "Seite an Seite", "Millionen Lichter" oder "Ich lebe" hallten unter der Dachkonstruktion in angenehmer Lautstärke nach.

Nach den Veranstaltungen am Freitag und Samstag wurden die Zuschauer jeweils mit einem kleinen Licht- und Poesietheater im angrenzenden Wald verabschiedet. Dafür waren Schauspieler des Anu-Theaters aus Berlin engagiert, die auf poetisches Schauspiel spezialisiert sind. "Unser Geschenk für die Besucher zum Eröffnungswochenende", so Stephan Seitz, der Marketing- direktor der Chursachsen.

 
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