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In die Vogtland-Arena in Klingenthal sind weitere Investitionen nötig - etwa ein festes Windsegel. Zuletzt hatte man sich bei Wettkämpfen mit Provisorien beholfen, wie das Bild zeigt.

Foto: Ralph Koehler/propicture

Vogtland-Arena: Zweckverband soll weitere Sprünge ermöglichen

Mit großer Mehrheit hat der Kreistag den Weg zu einer neuen Struktur für Klingenthaler Leistungssportanlagen geebnet. Nur einer stichelte dann doch.

Von Uwe Selbmann
erschienen am 10.02.2018

Klingenthal. Damit in der Vogtland-Arena Klingenthal auch in Zukunft Weltcup-Veranstaltungen stattfinden können sowie die Infrastruktur für den nordischen Leistungssport erhalten und verbessert wird, sind weitere Investitionen notwendig. Diese soll in Zukunft ein Zweckverband leisten, den der Vogtlandkreis und die Stadt Klingenthal gemeinsam gründen. Der Kreistag hat diesem Schritt zugestimmt. 69 Abgeordnete votierten dafür, vier enthielten sich der Stimme, Uta Böddiker (SPD) stimmte dagegen.

Der Zweckverband wird nicht nur für die bisher im Eigentum des Landkreises befindliche Großschanze zuständig sein, sondern für die gesamte Infrastruktur, die der nordische Leistungssport in Klingenthal benötigt - von der Rollerbahn am Kiel über Wettkampfloipen bis zu den Vogtlandschanzen in Mühlleithen. Darüber hinaus bringt die Stadt Klingenthal Pistenfahrzeug und Loipenhaus in den Zweckverband ein. Die bisher vom Landkreis zur Ver- fügung gestellten Zuschüsse von 150.000 Euro jährlich sollen weiter fließen. Die Stadt steuert 30.000 Euro jährlich aus ihrem Etat bei.

Landrat Rolf Keil (CDU) betonte, dass der Verband auch gegründet wird, um einer bereits im Jahr 2011 gestellten Forderung des Landesrechnungshofes zur Ordnung der Strukturen nachzukommen. Der Zweckverband entbinde die Stadt Klingenthal zudem nicht von ihren eigenen Sportanlagen.

Bürgermeister Thomas Hennig (CDU), Mitglied im Kreistag, bezeichnete die neue Struktur als "etwas Zukunftsorientiertes". Ohne den Zweckverband werde es keine Wettkämpfe in der Vogtland-Arena mehr geben können, denn der Internationale Ski-Verband (Fis) forderte künftig Windnetze an Schanzen.

Uta Böddiker (SPD) fragte, ob die auf 1,5 Millionen Euro bezifferte Investition in das Windsegel vor dem Sommer Grand Prix noch machbar sei und ob der Verband dafür einen Kredit aufnehmen müsse. Laut Landrat Keil wird mit einer 85-prozentigen Förderung gerechnet. Den bereits vom VSC Klingenthal gestellten Fördermittelantrag übernimmt der Zweckverband. Mit dem verbleibenden Eigenanteil sei die Investition "darstellbar", so Manfred Deckert, Kreisrat der SPD und Präsident des VSC Klingenthal, der die Fis-Wettkämpfe in der Arena ausrichtet. In geheimer Wahl setzten sich als Vertreter des Kreistages in der künftigen Verbandsversammlung Isa Suplie (CDU), Bürgermeisterin von Schöneck, und Landtagsabgeordnete Janina Pfau (Linke) durch. Die SPD-Fraktion fand mit ihrem Kandidaten Enrico Bräunig, dem früheren Klingenthaler Bürgermeister, keine Mehrheit.

Nach der Abstimmung wollte Thomas Höllrich (Linke) aus Reichenbach wissen, ob denn der Landkreis auch gewillt sei, künftig in einen Zweckverband Göltzschtalbrücke einzutreten. Die Idee wird von den Anliegergemeinden gerade diskutiert. Landrat Keil entgegnete leicht angefressen: "Ich kenne den Leistungssport nicht, der dort stattfindet."

 
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