Wenn Michelle zum Arzt muss

"Leser helfen" widmet sich in diesem Jahr einer 14-jährigen Klingenthalerin. Das schwerstbehinderte Mädchen wird regelmäßig medizinisch betreut.

Klingenthal/Plauen.

Hirnströme messen, Leberwerte prüfen, Lunge röntgen: Wenn Michelle ihre regelmäßigen medizinischen Untersuchungen zu absolvieren hat, gibt es mitunter eine lange Liste abzuarbeiten. Klar, es sind Routine-Checks. Froh sind Daniela Engelhardt und ihre Tochter sowie die behandelnden Ärzte im Plauener Helios-Vogtlandklinikum dennoch immer wieder, wenn alles passt. So wie gestern. "Es war alles ok, wir sind sehr zufrieden", berichtet die Mutter.

Alle drei bis vier Monate wird Michelle in Plauen vorgestellt. Im Fokus steht dabei nicht nur ihre seltene Stoffwechselerkrankung, sondern auch eine Epilepsie. Denn epileptische Anfälle gehören ebenfalls zum Krankheitsbild des schwerstbehinderten Mädchens. Jahrelang absolvierte die Familie die Checks in Leipzig, seit vier Jahren in Plauen - was ihnen stressige Fahrerei erspart. "Wir fühlen uns in Plauen sehr gut aufgehoben", sagt die Mutter. Dr. Simone Pötzsch, die Chefärztin der Kinder- und Jugendmedizin, behandelt das Mädchen. "Sie kennt Michelle in- und auswendig", sagt Daniela Engelhardt.

Neben den ambulanten Terminen müssen die Klingenthaler aber ab und an auch stationär in die Klinik - sei es bei akuten Problemen oder geplanten Eingriffen. Erst im Oktober hat Michelle eine Zahn-Operation hinter sich gebracht. Drei Tage verbrachten Tochter und Mutter im Krankenhaus. Im Frühjahr steht ein weiterer Eingriff an. Dann wird die vier Jahre alte Magensonde erneuert.

Den Weg von Klingenthal nach Plauen und zurück absolvierten die Engelhardts gestern mit ihrem alten Kleinbus. Das 14 Jahre alte Auto bereitet der Mutter jedoch immer wieder Sorgen. Ein defektes Getriebe, Kupplung und Bremsen müssen erneuert werden - die Mängelliste beim jetzt anstehenden Tüv wäre lang. Daniela Engelhardt wünscht sich deshalb ein neues behindertengerechtes Fahrzeug. Die "Freie Presse"-Aktion "Leser helfen" will der Familie dafür unter die Arme greifen. Die Resonanz ist groß, viele Menschen nehmen Anteil am Schicksal des Mädchens, erzählt die Mutter - gerührt und dankbar.

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