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Influenzaviren werden meist als Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel beim Niesen.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Akute Grippe-Welle fordert Todesopfer im Vogtlandkreis

Ein Vogtländer ist an Influenza gestorben. Ist die Grippewelle dieses Jahr besonders aggressiv? Amtsärztin Kerstin Zenker zur aktuellen Lage.

Von Else Middeke
erschienen am 14.02.2018

Wie ist die aktuelle Grippe-Situation im Vogtlandkreis?

Die Zahl der gemeldeten Influenzafälle steigt im Vogtlandkreis an, wie auch im gesamten Bundesgebiet. Bis zum 12. Februar wurden für diese Saison im Vogtlandkreis 430 nachgewiesene Fälle gemeldet, die Personen waren mehrheitlich nicht geimpft.

Die Grippewelle soll bereits ein Todesopfer in der Region gefordert haben.

Das Gesundheitsamt bestätigt einen gemeldeten Todesfall infolge von Influenza im Vogltandkreis. Es handelt sich um einen 83-jährigen Patienten mit mehreren Vorerkrankungen, so die Amtsärztin.

Ist die aktuelle Grippe ungewöhnlich aggressiv?

Im Vergleich zu Vorjahren lässt sich keine erhöhte Aggressivität nachweisen. Eine Grippe-Infektion kann immer zu schweren Krankheitsbildern bis zum tödlichen Verlauf führen. Deshalb wird seit Jahren, gerade für gefährdete Personengruppen (Kinder, Schwangere, Personen mit chronischen Krankheiten, Personen über 60 Jahre, Personen mit viel Publikumskontakt) die Impfung empfohlen, so Zenker.

Sollte man sich jetzt noch schnell impfen lassen?

"Eine Impfung ist aktuell noch empfehlenswert, solange man selbst oder jemand in der Wohngemeinschaft noch keinen schweren Atemwegsinfekt hat", sagt Zenker.

Impfstoff wird in der Regel im Herbst geordert. Inwiefern ist der Stoff gegen den derzeitigen Erreger einsetzbar?

In der gegenwärtigen Saison wird häufig bei Erkrankten ein Influenza-B-Virus nachgewiesen, der im Vierfach-Impfstoff enthalten ist. "Dieser Impfstoff wurde für diese Saison von der Sächsischen Impfkommission empfohlen, er ist wirksam", erklärt die Ärztin. Ein Influenzaimpfstoff schützt allerdings nicht hundertprozentig vor Erkrankung - das hängt von verschiedenen individuellen Faktoren des Impflings ab, aber zumindest werden auch die Krankheitsverläufe abgemildert.

Weitere Tipps und Ratschläge:

Das Gesundheitsamt empfiehlt zusätzlich in jedem Fall, sich durch persönliche Hygienemaßnahmen vor Ansteckung zu schützen: gründliches Händewaschen, Vermeiden von Händeschütteln, Abstand zu hustenden und niesenden Personen, engen Kontakt zu Erkrankten vermeiden. Wer selbst an einem Atemwegsinfekt erkrankt ist, soll andere nicht anhusten oder anniesen und häufig die Hände waschen, besonders auch nach dem Gebrauch eines (Einmal-)Taschentuches. Eine Bürgerinformation der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung steht im Internet kostenlos zum Download zur Verfügung:

www.infektionsschutz.de

 
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