Haselbrunn: Stadtverwaltung arbeitet Mängel-Protokoll ab

Um Missstände und Probleme im Plauener Stadtteil Haselbrunn drehte sich die Einwohnerversammlung am Dienstagabend. Nicht alles kann zur Zufriedenheit der Bewohner gelöst werden.

Plauen.

Die Ortsbegehung quer durch den Plauener Stadtteil Haselbrunn im März war für Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) "ein bisschen wie nach Hause kommen", sagte das Stadtoberhaupt in der Einwohnerversammlung am Dienstagabend. Der Rathaus-Chef wuchs in dem Stadtteil auf und kennt jede Ecke.

"Es war eine Begehung, wie ich sie noch nie erlebt habe", bekannte Oberdorfer. Denn mehr als 50 Haselbrunner hatten die Gelegenheit genutzt, auf zahlreiche Missstände und Probleme aufmerksam zu machen. 40 Anliegen waren in das Protokoll aufgenommen worden. Nun erfolgte die Auswertung in der Turnhalle der Rückertschule.

Wieder waren viele Haselbrunner dabei. Im Vorfeld hatten Anwohner Zustände am Rückertplatz kritisiert: Ein Ort zum Erholen sei das in ihren Augen nicht. Zuviel umherliegender Müll und ein Spielplatz mit wenig Aufenthaltsqualität. Zudem klagen Nachbarn über Lärm vor allem in den Abend- und Nachtstunden. Was den Spielplatz betrifft, seien derzeit keine größeren Gestaltungs-maßnahmen möglich. Laut den Verantwortlichen der Stadt werde demnächst eine neue Rutsche aufgestellt. Der Auftrag sei vergeben. Zudem werden kaputte Spielgeräte im Laufe des Jahres instand gesetzt.

Für Ärger sorgt auch ein Treff am Markusplatz. Bürger beschwerten sich über Trinker und frei laufende Hunde. Inzwischen hat die Stadt den Polizeivollzugsdienst um Hilfe ersucht, erfuhren die Anwesenden in der Turnhalle.

Im Fokus steht außerdem die Straßenbahn-Haltestelle Am Wartburgplatz. Bürger stufen sie wegen der Unübersichtlichkeit in Verbindung mit dem zeitweise hohen Verkehrsaufkommen in diesem Bereich als Sicherheitsrisiko für die Fahrgäste ein. Laut PSB-Geschäftsführerin Barbara Zeuner ist dort ein Fußgängerüberweg in Planung. "Wir sind im Gespräch." Eine neue Stadtbuslinie in der Gegend rund um die Hölderlin-, Allee- und Seumestraße wird unterdessen wohl nicht geben. Anwohner machten darauf aufmerksam, dass ihre Häuser zum Teil weit von den Haltestellen entfernt sind. Zeuner sagte, sie habe das Projekt prüfen lassen. Die zusätzlichen Busrunden im Stadtgebiet - nötige Personalstellen eingerechnet - würden jährlich mit 130.000 Euro zu Buche schlagen: "Das können wir uns nicht leisten." Auch eine Verlegung der Haltestelle Morgenbergstraße in Richtung des neuen Sparkassen-Containers mit Wartehäuschen sei vom Tisch. Eine weitere ungesicherte Querung der Pausaer Straße wolle man nicht haben. Das Grundstück sei zudem in Privateigentum.

Bernd Strobel monierte die schlechte Fahrbahn auf der Seumestraße im Abschnitt zwischen Max-Planck- und Pausaer Straße. Dort haben die Verkehrsteilnehmer mit tiefen Wellen im Belag zu kämpfen. Oberdorfer versprach den Versammelten, die Situation spätestens im Herbst zu entschärfen.

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