Hochwasser: Neue Gefahrenkarte kommt

Das Vogtland soll vor Flut-Ereignissen besser geschützt werden. Die Behörden wollen deshalb Daten neu aufbereiten. Auch eine besonders aufwendige Maßnahme ist für nächstes Jahr durch die Landestalsperrenverwaltung in Planung.

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6Kommentare
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  • 3
    0
    2drea5
    16.04.2018

    Den Flüssen mehr Raum geben, sollte die Aufgabe sein. Die Bebauung der Auen engt Flüsse ein und bringt die bekannten Gefahren.

  • 1
    1
    WilhelmTell
    16.04.2018

    Das kann man schon unter einen Hut bringen. Der Forggensee bei Füssen und dahinter folgende Staustufen sind z. Z. fast leer. Die Frühjahrshochwässer füllen sie auf - ausreichend Reststauraum für Sommerhochwässer muss erhalten bleiben. Bis die Touristen kommen ist genug Wasser drin um sie als Freizeitseen zu nutzen.

  • 3
    1
    Tauchsieder
    16.04.2018

    Richtig "W.T.", beide Nutzungen sind nicht unter einen Hut zu bringen. Da gibt es Forderungen des Tourismus den Staupegel hoch zu halten um dem Freizeitspaß genüge zu tun. Auf der anderen Seite steht der Hochwasserschutz für die Unterlieger angeblich auf der Prioritätenliste ganz oben. Wie will die LTV diesen Spagat hinbekommen. Wer diese Kostenfresser erhalten will, um z.B. Schwimmen, Segeln oder Angeln zu gehen, soll auch entsprechend dafür bezahlen. Das Gescheiteste wäre ein Hochwasserrückhaltebecken. Damit würden die Freizeitler aber auf dem trockenen sitzen.

  • 4
    0
    WilhelmTell
    16.04.2018

    In unserer Informationsgesellschaft haben behördliche Lügen gaaanz kurze Beine und die Lügner erkennbar laaange Nasen. Die Talsperren wären nur dann für den HW-Schutz nützlich, wenn man wie z. B. beim Allgäuer Forggensee und dem folgenden Dutzend Lechstaustufen den Wasserspiegel vor der HW-Zeit soweit absenkt, dass auch große HW-Ereignisse in der Stauraumreserve aufgefangen werden können. Dass das für die Freizeitnutzung nicht optimal ist nimmt man hin, weil der HW-.Schutz der Anliegerkommunen am Lech und dann Donauabwärts Priorität hat. Das einzusehen bracht man nicht Wasserbau studiert zu haben odert Politiker sein, dafür sollte der gesunde Menschenverstand jedes Normalbürgers genügen. Ob er in den "Fachbehörden" ausreichend angewandt werden darf bezweifle ich allerdings manchmal.

  • 3
    0
    WilhelmTell
    16.04.2018

    Wozu eigentlich der erneute Aufwand, wenn das LRA die Schutzziele ignoriert? Es gibt schon eine nach dem HW 2002 erstellte Gefahrenkarte für Reichenbach. Das LRA ließ zu, dass ein 1995 rechtswidrig errichtetes Wehr bestehen bleiben durfte und genehmigte es rechtsfehlerhaft 1996 rückwirkend. 2008 stellte das RPC fest, dass diese Wehr die Hochwassersituation verschärft und empfahl den Rückbau (lies: Abriss) 2013 erließ das SMUL nach den Sommer-HW eine Weisung, dass unrechtmäßige, rechtsstreitige Stauanlagen oder solche die den HW-Abfluss beeinträchtigen aufzulassen sind, beseitigt werden sollen. 2016 genehmigte das LRA - im Widerspruch zu den §§ 6 und 12 WHG - klammheimlich ohne Öffentlichkeitsbeteiligung - an diesem Risikowehr im ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet einen Aufstau um 60 cm > obwohl aus der schon bestehenden Gefahrenkarte Reichenbach bekannt war: Schutzziel HQ 25, Abflussleistung ohne Stauwehr HQ 20, Überschwemmung durch Wehr schon ab HQ < 2. = Zunahme der statistischen Überschwemmungshäufigkeit um den Faktor 10 (i. W. zehn) - wer soll das verstehen? Eine behördliche Fehlleistung die für mich leider nur mit Totalignoranz, Begünstigung oder präventivem Gehorsam zu politisch gewollter Wasserrechtsanarchie erklärbar erscheint. Ich bin trotzdem für jede plausible, rechtsstaatlich haltbare Erklärung offen.

  • 1
    0
    Tauchsieder
    16.04.2018

    Da will uns doch nicht Fr. Lorenz über die Balkonbrüstung halten mit solchen Äußerungen .....Auch die Talsperren sind für den Hochwasserschutz in der Region maßgeblich. Ein Beispiel: Ohne Pirk wären zum Juni-Hochwasser 100 Kubikmeter pro Sekunde mehr Richtung Greiz geflossen ... . Lediglich mit einer 5 stündigen Zeitverzögerung lief das Hochwasser 1:1 über die Talsperrenmauer ab, hier konnte nichts verzögert werden. So wie es zulief floss es ab. Man fülle z.B. ein volles Glas Wasser mit Wasser auf. Das Ergebnis dürfte jeden bekannt sein. Alle Talsperren des Vogtlands wurden nicht für den Hochwasserschutz gebaut und sind dafür auch nicht ausgelegt. Die Eine, Tsp. Pirk, wurde für den Rüstungsbetrieb "Zellwolle" und zur Brauchwasserbereitstellung für Elsterberg und Greiz im Jahr 1936 erbaut. Die Andere, Tsp. Pöhl, wurde für die Erzwäsche Seelingstädt Ende der 50`ziger Jahreerrichtet. Alle haben ihre ursprünglichen Aufgaben verloren und stehen lediglich noch in der Natur herum. Sie dienen heute der Naherholung. Für lediglich diese Nutzung hätte es damals niemals eine Baugenehmigung und Geld gegeben, es sind nur noch Kostenfresser.



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