Neue Regelung an der Pirk: Angler werden ins Boot geholt

Pläne, das Angeln an der Pirk einzuschränken, haben für Unmut in den Vereinen gesorgt. Gestern wurde ein Vorschlag unterbreitet, der ab Mitte Mai für die Angelsaison gelten soll.

Taltitz.

Im Mai wird entschieden, ob und wie neue Regeln für Angler in der kommenden Saison an Flächen der Talsperre Pirk gelten sollen. Um die Vorschläge dafür zu besprechen, trafen sich gestern Vormittag in der Jugendherberge Taltitz Vertreter der Naherholungsgesellschaft, des Angelverbandes Südsachsen und der Fischereigenossenschaft sowie weitere Verantwortliche zum Informationsaustausch.

Vorwürfe zurückgewiesen

Ilona Kühner, Geschäftsführerin der Naherholungsgesellschaft, erläuterte, weshalb man an bestimmten Badezonen aktiv werden müsse. Auslöser sei demnach ein Vorfall gewesen, bei dem sich ein Badegast an einem Angelhaken eine Verletzung an der Schlagader des Handgelenkes zuzog. Auch sonst hätten sich Badegäste vermehrt beschwert. "Wir sind in der Pflicht, an den öffentlichen Badebereichen die Sicherheit zu gewährleisten", sagte Kühner. Gleichzeitig wies sie Vorwürfe zurück, dass keine Gespräche zwischen ihr und den Anglern stattgefunden hätten. "Wir haben einen sehr guten Kontakt zum Pirker Angelverein, der immer eingebunden war und über unsere Schritte Bescheid wusste."

Matthias Weinhold von der Fischereigenossenschaft stellte einen Plan vor, der an drei zentralen Flächen der Talsperre die Situation zwischen Anglern und Badegästen entschärfen soll. "Es werden vermutlich die Badebereiche am Rettungsturm, am Bootsverleih und links an der Jugendherberge so eingegrenzt, dass jeweils die Hälfte der Abschnitte zum Angeln zur Verfügung steht. Aber das ist erst einmal nur ein Vorschlag."

Mike Uhlemann, Geschäftsführer des Angelverbandes Südsachsen, der die Interessen der Angelvereine vertritt, stimmte dem Plan auf Grund der Vorkommnisse in der Vergangenheit weitgehend zu. Zugleich verband er das mit der Aufforderung, sich mit den Angelvereinen zu versöhnen und mit ihnen das Gespräch zu suchen, bevor Mitte Mai endgültig über die Hinweisschilder entschieden wird. Dies wolle man auch tun, erklärte Weinhold: "Im April planen wir ein Treffen mit den Angelvereinen und den Verantwortlichen vom Angelverband Südsachsen und der Naherholung."

Letztes Wort nicht gesprochen

Klaus Keller, Mitgesellschafter der Naherholung, sieht das letzte Wort noch nicht gesprochen: "Vielleicht entscheiden wir in unseren Gremien auch gegen solche Schilder, das muss noch besprochen werden. Der Landtagsabgeordnete Andreas Heinz und Oelsnitz' Oberbürgermeister Mario Horn (beide CDU), die sich im Vorfeld als Schlichter angeboten hatten, nahmen an dem Termin ebenfalls teil.

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