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Foto: Jan Woitas/dpa

Roma-Viertel in Plauen: Bewohner in Angst vor Anschlägen

Erneut Polizeieinsatz - Feuer entstellt kleinen Jungen und seine Mutter

Von Manuela Müller
erschienen am 13.01.2018

Plauen. Erneut hat es einen Polizeieinsatz im Zusammenhang mit den in Plauen lebenden Roma-Familien gegeben. Die Beamten waren am Dienstagabend mit mehreren Einsatzwagen zu einem Haus an der Dürerstraße gerufen worden, bestätigte Sprecher Christian Schünemann: "Es gab Geschrei und Tumulte auf der Straße."

Augenzeugen berichten von einem vereitelten Brandanschlag. Im Keller des Hauses hätten drei Männer mit einer weißen Flasche hantiert. Als sie entdeckt wurden, seien sie weggelaufen. Aussagen der Polizei zufolge gibt es keine Hinweise auf eine versuchte Brandstiftung. Verdächtige Personen hätten die Ermittler nicht antreffen können.

Die Bewohner leben in Angst. Kurz vor Silvester war das Haus, in dem sie zuvor lebten, angezündet worden. Ein 25-jähriger Tatverdächtiger sitzt deswegen in Untersuchungshaft. Viele der betroffenen Roma kamen in dem Gebäude an der Dürerstraße unter, vor dem der erneute Polizeieinsatz am Dienstagabend stattfand. Es handelt sich vor allem um Frauen und Kinder, die kaum Deutsch sprechen. Aus Angst vor einem erneuten Anschlag hätten sie in den vergangenen Nächten kaum geschlafen. Die Personen, die sich am Dienstag in ihrem Keller aufgehalten haben sollen, seien auch in der Brandnacht vom 29. Dezember im Umfeld des Brandgeschehens gewesen.

Während laut Staatsanwaltschaft von einem Tatverdächtigen die Rede ist, sprechen die Slowaken von mehreren Tatbeteiligten. Für diese Vorwürfe gibt es nach Aussagen eines Sprechers der Staatsanwaltschaft keine Hinweise. Die Bewohner wünschen sich indes eine sichere Bleibe.

Bei dem Feuer waren eine Frau und ihr zweijähriger Sohn entstellt worden. Beide liegen in Spezialkliniken in Dresden und Leipzig. Sowohl der Körper des Kindes als auch der der Frau sind mit Binden bandagiert. Bei dem Zweijährigen sind neben dem Gesicht beide Hände verbrannt. Die Großmutter des Jungen berichtet von einer Stichflamme und Rauch. Bei dem Versuch, sich zu retten, hätten sie in dem Qualm die Orientierung verloren.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
14
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 17.01.2018
    16:43 Uhr

    Hinterfragt: @SimpleMan;
    Für Sie liefere ich gerne das "ch" noch nach und das "e" dürfen Sie gerne als Spende für as nächste mal behalten...!

    1 2
     
  • 17.01.2018
    13:57 Uhr

    SimpleMan: @Hinterfragt Schreiben Sie in pegidisch?

    3 4
     
  • 17.01.2018
    07:49 Uhr

    Hinterfragt: @1953866; ganz genau so ist es.
    Und zu den Sutzweseten für Polizei gibt es ein schönes Beispiel aus Brandenburg.
    Da müssen nämlich die Polizisten diese Dinger selber kaufen!
    Das Land hat dafür kein Geld.
    Aber zur Unterstützung von linksradkalialtenativfanatischen Bootcamps zur "Ausbildung im Behindern der Polizei" gibt es Unterstützung durch Steuermittel des Landes ...

    4 3
     
  • 16.01.2018
    17:08 Uhr

    1953866: @Blackadder, Das Überschütten mit Benzin und Anzünden von Menschen, vorwiegend Frauen, ist in manchen Religionen nicht unüblich. Säure ist alternativ auch eine Möglichkeit. "Frau angezündet" googlen, ich verzichte auf Links. Der erste Treffer bei mir macht sogar mich sprachlos.
    Für mich macht es überhaupt keinen Unterschied welche Nationalität ein Mensch hat, der angezündet wird. Sie differenzieren aber meiner Meinung nach zwischen Ausländer und Deutsche. Ich empfinde es grundsätzlich als eines der schlimmsten Verbrechen.
    Es ging in der Diskussion aber generell um Brandstiftung, Anzünden von Kinderwagen in Hausfluren, Gegenstände in Kellern, Containern, Autos, deren Flammen auf Häuser übergreifen. Taten die AUCH in und an Häusern passieren, in denen keine Ausländer wohnen. Angriffe auf Rettungskräfte sind eine Sauerei. Wer mit offenen Augen in der Medienlandschaft unterwegs ist, sieht aber auch, welche Klientel vorwiegend für diese Attacken verantwortlich ist. Die Schutzwesten für Polizei und Sanitäter 2015/16 wurden nicht wegen paar Neonazis notwendig:
    https://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Polizei-ruestet-auf-Notaerzte-sind-oft-auf-sich-allein-gestellt-artikel9380242.php
    Ich lese täglich Meldungen über "Messer", "Knüppel", "Latten". Meldungen die es vor Jahren in dieser Größenordnung nicht gab und deutsche Bürger in den seltensten Fällen die Täter waren. Ein Hundeangriff auf eine 19-Jährige aus Äthiopien, der Fall ist noch nicht geklärt, und schon (und nur in diesen Fällen) gibt es von Ihnen einer Reaktion "Schlimm wie tief dieses Land gesunken ist...."
    Wie viele dieser Taten gibt es im Verhältnis zu Gewalttaten verübt durch ausländische Bürger an "hier schon länger lebende"? Die PKS (schon blöd, dass hier noch zwischen ?Deutsche? und "Nichtdeutsche" unterschieden wird) gibt Auskunft und da kann auch ich nur sagen:"Schlimm wie tief dieses Land gesunken ist...."

    3 5
     
  • 16.01.2018
    14:55 Uhr

    Blackadder: @1953: "Wie groß ist denn für die Geschädigten der Unterschied zwischen fahrlässiger und vorsätzlicher Brandstiftung?"

    Ich denke schon, dass es ein gewaltiger Unterschied ist, ob jeman Menschen anzündet, weil es Ausländer sind, oder ob den Nachbarn über mir die Nudeln anbrennen - zumal, wenn wie in diesem Fall, die Rettungskräfte und die Feuerwehr behindert werden und die Nachbarn brüllen, man solle sie doch verbrennen lassen. Auch Frauen und Kinder.

    @Interessierte: Und wie ist dann mit UNS Sachsen? Verstehe ich mich selbst nicht, oder was? SIE sind jetzt Sachsen und ich nicht, oder was?

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