Roma-Viertel in Plauen: Bewohner in Angst vor Anschlägen

Erneut Polizeieinsatz - Feuer entstellt kleinen Jungen und seine Mutter

Plauen.

Erneut hat es einen Polizeieinsatz im Zusammenhang mit den in Plauen lebenden Roma-Familien gegeben. Die Beamten waren am Dienstagabend mit mehreren Einsatzwagen zu einem Haus an der Dürerstraße gerufen worden, bestätigte Sprecher Christian Schünemann: "Es gab Geschrei und Tumulte auf der Straße."

Augenzeugen berichten von einem vereitelten Brandanschlag. Im Keller des Hauses hätten drei Männer mit einer weißen Flasche hantiert. Als sie entdeckt wurden, seien sie weggelaufen. Aussagen der Polizei zufolge gibt es keine Hinweise auf eine versuchte Brandstiftung. Verdächtige Personen hätten die Ermittler nicht antreffen können.

Die Bewohner leben in Angst. Kurz vor Silvester war das Haus, in dem sie zuvor lebten, angezündet worden. Ein 25-jähriger Tatverdächtiger sitzt deswegen in Untersuchungshaft. Viele der betroffenen Roma kamen in dem Gebäude an der Dürerstraße unter, vor dem der erneute Polizeieinsatz am Dienstagabend stattfand. Es handelt sich vor allem um Frauen und Kinder, die kaum Deutsch sprechen. Aus Angst vor einem erneuten Anschlag hätten sie in den vergangenen Nächten kaum geschlafen. Die Personen, die sich am Dienstag in ihrem Keller aufgehalten haben sollen, seien auch in der Brandnacht vom 29. Dezember im Umfeld des Brandgeschehens gewesen.

Während laut Staatsanwaltschaft von einem Tatverdächtigen die Rede ist, sprechen die Slowaken von mehreren Tatbeteiligten. Für diese Vorwürfe gibt es nach Aussagen eines Sprechers der Staatsanwaltschaft keine Hinweise. Die Bewohner wünschen sich indes eine sichere Bleibe.

Bei dem Feuer waren eine Frau und ihr zweijähriger Sohn entstellt worden. Beide liegen in Spezialkliniken in Dresden und Leipzig. Sowohl der Körper des Kindes als auch der der Frau sind mit Binden bandagiert. Bei dem Zweijährigen sind neben dem Gesicht beide Hände verbrannt. Die Großmutter des Jungen berichtet von einer Stichflamme und Rauch. Bei dem Versuch, sich zu retten, hätten sie in dem Qualm die Orientierung verloren.

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14Kommentare
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  • 3
    2
    Hinterfragt
    17.01.2018

    @SimpleMan; Für Sie liefere ich gerne das "ch" noch nach und das "e" dürfen Sie gerne als Spende für as nächste mal behalten...!

  • 4
    4
    SimpleMan
    17.01.2018

    @Hinterfragt Schreiben Sie in pegidisch?

  • 4
    4
    Hinterfragt
    17.01.2018

    @1953866; ganz genau so ist es. Und zu den Sutzweseten für Polizei gibt es ein schönes Beispiel aus Brandenburg. Da müssen nämlich die Polizisten diese Dinger selber kaufen! Das Land hat dafür kein Geld. Aber zur Unterstützung von linksradkalialtenativfanatischen Bootcamps zur "Ausbildung im Behindern der Polizei" gibt es Unterstützung durch Steuermittel des Landes ...

  • 7
    3
    1953866
    16.01.2018

    @Blackadder, Das Überschütten mit Benzin und Anzünden von Menschen, vorwiegend Frauen, ist in manchen Religionen nicht unüblich. Säure ist alternativ auch eine Möglichkeit. "Frau angezündet" googlen, ich verzichte auf Links. Der erste Treffer bei mir macht sogar mich sprachlos. Für mich macht es überhaupt keinen Unterschied welche Nationalität ein Mensch hat, der angezündet wird. Sie differenzieren aber meiner Meinung nach zwischen Ausländer und Deutsche. Ich empfinde es grundsätzlich als eines der schlimmsten Verbrechen. Es ging in der Diskussion aber generell um Brandstiftung, Anzünden von Kinderwagen in Hausfluren, Gegenstände in Kellern, Containern, Autos, deren Flammen auf Häuser übergreifen. Taten die AUCH in und an Häusern passieren, in denen keine Ausländer wohnen. Angriffe auf Rettungskräfte sind eine Sauerei. Wer mit offenen Augen in der Medienlandschaft unterwegs ist, sieht aber auch, welche Klientel vorwiegend für diese Attacken verantwortlich ist. Die Schutzwesten für Polizei und Sanitäter 2015/16 wurden nicht wegen paar Neonazis notwendig: https://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Polizei-ruestet-auf-Notaerzte-sind-oft-auf-sich-allein-gestellt-artikel9380242.php Ich lese täglich Meldungen über "Messer", "Knüppel", "Latten". Meldungen die es vor Jahren in dieser Größenordnung nicht gab und deutsche Bürger in den seltensten Fällen die Täter waren. Ein Hundeangriff auf eine 19-Jährige aus Äthiopien, der Fall ist noch nicht geklärt, und schon (und nur in diesen Fällen) gibt es von Ihnen einer Reaktion "Schlimm wie tief dieses Land gesunken ist...." Wie viele dieser Taten gibt es im Verhältnis zu Gewalttaten verübt durch ausländische Bürger an "hier schon länger lebende"? Die PKS (schon blöd, dass hier noch zwischen ?Deutsche? und "Nichtdeutsche" unterschieden wird) gibt Auskunft und da kann auch ich nur sagen:"Schlimm wie tief dieses Land gesunken ist...."

  • 4
    6
    Blackadder
    16.01.2018

    @1953: "Wie groß ist denn für die Geschädigten der Unterschied zwischen fahrlässiger und vorsätzlicher Brandstiftung?" Ich denke schon, dass es ein gewaltiger Unterschied ist, ob jeman Menschen anzündet, weil es Ausländer sind, oder ob den Nachbarn über mir die Nudeln anbrennen - zumal, wenn wie in diesem Fall, die Rettungskräfte und die Feuerwehr behindert werden und die Nachbarn brüllen, man solle sie doch verbrennen lassen. Auch Frauen und Kinder. @Interessierte: Und wie ist dann mit UNS Sachsen? Verstehe ich mich selbst nicht, oder was? SIE sind jetzt Sachsen und ich nicht, oder was?

  • 4
    7
    Interessierte
    16.01.2018

    Es ist eben wirklich schade , dass diese Blackadder nicht versteht , was sie ließt ; bzw. uns Sachsen mit dem gewissen Durchblick nicht versteht ..... ;-)

  • 5
    5
    1953866
    15.01.2018

    @Blackadder, Interessierte schrieb am 14.01. um 17:50 von Bränden in Kellern, Bränden von Kinderwagen, Matratzen, Containern...Das haben Sie doch gelesen! Und das sind keine "Unfälle". Und nur weil Interessierte später von "angebrannten Nudeln" schrieb, poltern Sie hier sofort von "himmelweitem Unterschied". Wie groß ist denn für die Geschädigten der Unterschied zwischen fahrlässiger und vorsätzlicher Brandstiftung? Was bezwecken Sie damit? Wollen Sie Leute oberlehrerhaft herabwürdigen, vorführen, oder lächerlich machen, also mobben? Und dafür gibt es auch noch Zustimmung. Einfach nur primitiv!

  • 5
    4
    1953866
    15.01.2018

    @Blackadder, Allein bei der Anzahl von Meldungen hier in der Zeitung über Brandstiftungen (Keller, Kinderwagen, Carport, Container, Autos, usw.), ist Angst vor einem Brand verständlich, ohne dass man Feinde hat. Und eine (vorsätzliche) Brandstiftung ist auch ein Brandanschlag. Selbst angebrannte Nudeln fallen unter (fahrlässige) Brandstiftung.

  • 5
    6
    Blackadder
    15.01.2018

    Sie schrieben aber, Sie hätten Angst vor Brandanschlägen und nicht vor Unfällen, das ist schon noch ein himmelweiter Unterschied!

  • 3
    4
    Interessierte
    15.01.2018

    Da brauche ich keine Feinde , wenn bei mir obendrüber einer Nudeln anbrennen läßt ...

  • 4
    8
    Blackadder
    15.01.2018

    @Interessierte: Es geht um zwei verschiedene Vorfälle: den Brand vor Silvester, bei dem ein Tatverdächtiger in U-Haft sitzt, UND ein weiterer Vorfall letzter Woche. Es wird wohl auch gegen Anwohner ermittelt, die bei dem ersten Vorfall Feuerwehr und Rettungskräfte behindert hatten. Warum SIE allerdings Angst vor einem Brandanschlag haben, verstehe ich nicht? Gehören Sie denn einen Gruppe an, die Feinde hat?

  • 3
    5
    Interessierte
    15.01.2018

    Dass das sehr kurios ist , da die Täter unbekannt sind und man nur weiß , dass die weggerannt sind ... Wer ist denn der 25-Jährige , der in U-Haft sitzt ? In welchem Moment geht den eine Stichflamme los ? Übrigens , ich habe auch Angst vor Brandanschlägen und kann manchmal deswegen auch nicht schlafen , wo doch schon so viele ihr Hab&Gut verloren haben ...

  • 9
    2
    1212178
    14.01.2018

    @interessierte: Was wollen Sie aussagen?

  • 4
    10
    Interessierte
    14.01.2018

    Wenn die slowakischen Bewohner Angst um ihr Leben haben , dann ist das doch sicherlich wieder ein rassistischer und fremdenfeindlicher Anschlag ggü. diesen Menschen ... Nun weiß man aber nicht , wer so etwas macht ... Entweder sind das Deutsche , oder es sind Ausländer , welche in Deutschland leben ... Bei den Deutschen brennt es ja auch öfters in Kellern und leer stehenden und auch bewohnten Gebäuden wie durch Matratzen und Kinderwagen und Containern ; und in Asylunterkünften brennt es auch ständig ... Jeden Tag brennt ein Haus ab , das ist fast schon wie im Krieg , nur bißchen heimtückischer und schon unheimlich ...



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