Schlosshang: Sanierung wird teurer

Oberdorfer setzt weiter auf "gute Förderung"

11Kommentare
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    Zeitungss
    15.04.2018

    @kgruenler: Danke für Ihre Darstellung, wir können uns aber darauf einigen, dass hier ordentlich Sand im Getriebe ist, was eigentlich bekannt ist, aber ohne Nachwirkungen bleibt. Was hier läuft, kann ein Bürger mit eigenen Verpflichtungen nicht mehr nachvollziehen, nur weil von OBEN herab die Vorgaben so sind. Warum sind Leute , welche am Drücker sitzen, nicht schon einmal auf Idee gekommen Ordnung zu stiften, ist vermutlich in unserer neuen Art der Demokratie tötlich für den "Anstifter". Wir könnten jetzt noch weiter, es wäre aber nicht zeilführend für die Ausgleichszahler in dieser Angelegenheit. Trotzdem noch ein mal Dank, dass Sie näher darauf eingegangen sind, was unter den heuteigen Bedingungen nicht mehr üblich ist.

  • 2
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    kgruenler
    15.04.2018

    @zeitungss: Zum LRA kann ich nichts sagen, da ich nicht Kreistagsmitglied bin und mir somit die nötigen Einblicke fehlen. Allerdings gab es da auch Probleme mit Firmen, welche Subunternehmer beschäftigten, die ihrerseits wiederum Subunternehmer beschäftigt haben usw. am Ende haben die tatsächlich ausführenden billigst arbeiten müssen, weil sonst kein Gewinn zustande kam und dadurch gabs dann auch Pfusch. Ebenso sind Firmen in die Insolvenz gegangen, weil die sich verkalkuliert hatten und nicht mehr in Vorleistung gehen konnten. Dadurch mussten Leistungen erneut und damit deutlich teurer ausgeschrieben werden. Es gab Probleme mit kontaminiertem Untergrund, der so nicht verhergesehen wurde und Wassereinbrüche in der Elektrikverteilung. Alles ungeplante Dinge, welche die Kosten im nachhinein in die Höhe treiben.
    Einwas stimmt jedoch nicht, dass immer der Billigste zum Zuge kommt, da gibts noch andere Kriterien, die mit berücksichtigt werden müssen, jedoch müsste man dazu den Vergabeausschuss verfolgen, das habe ich bisher nicht getan. Ich weiß aber aus den Gesprächen in Fraktionssitzungen und in den anderen Ausschüssen, dass eben nie der billigste das Rennen macht.

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    Zeitungss
    15.04.2018

    @kgruenler: Ich kann Ihre Darlegungen durchaus nachvollziehen, der genannte Fall ist nun wirklich kein Einzelfall und auch nicht auf Plauen bezogen. Möglicherweise müßte das Verfahren der Neuzeit angepasst werden. Durch die "ständig steigenden" LÖHNE, Material- und Energiepreise kann ich keine Planung aufbauen, welche auf Zeiten beruht, wo diese Einflüsse noch keine Rolle spielten. Planungsfehler und und und, Beispiel LRA,
    finde ich in Ihrer Betrachtung nicht und selbige kosten bekanntlich richtig Kohle. Nicht angesetzt sind Gerichts- und Anwaltkosten bei Unstimmigkeiten, welche heute die Regel sind und somit schon im Vorfeld berücksichtigt werden müßten.
    Vergessen wir auch nicht, dass der BILLIGSTE zunächst das Rennen macht und sich die Kohle anschließend holt, was gute Tradition hat und auch erfogreich ist.
    Sollte ich falsch liegen, was ich aus meiner Sicht nicht glaube, lerne ich gerne noch etwas dazu.

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    kgruenler
    15.04.2018

    @Tauchsieder: "kgruenler" ist die Kurzform von "Kai Grünler", meinen Namen.
    Ich bin beratender Bürger der Linksfraktion im Stadtrat Plauen im Verwaltungs- und Wirtschaftsförderungsausschuss und Mitglied im Stadtvorstand der Linkspartei, deren Mitglied ich seit März 2016 bin.
    Fördermittel werden nicht ins Blaue hinein beantragt. Es gibt eine Planung, die als Grundlage dient. Dem Fördermittelgeber ist bewusst, dass diese Planung NIE zu 100% stimmt, deshalb kann man nachträglich die Differenzen zum tatsächlichen Betrag nachfordern.
    Die Karten werden spätestens in einem Finanzausschuss offengelegt, weil das vorgeschrieben ist. Jeder Bürger kann diesen im öffentlichen Teil besuchen und auch die Vorlagen auf der Webseite der Stadt Plauen im Bürgerinformationsportal einsehen. Da gibts keine Geheimnisse.
    Das Bürgerinfoportal finden Sie hier: http://w05.plauen.de/bi/infobi.asp

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    Tauchsieder
    15.04.2018

    Da bin ich doch mal gespannt, warten wir mal die Endabrechnung ab "kgr....".
    Man beantragt Fördermittel nicht ins Blaue hinein, sie beziehen sich immer auf die veranschlagte Bausumme. Das Restrisiko liegt immer auf Seiten des Bauauftragsgebers.
    Schauen wir doch letztendlich was die Stadt an Eigenanteil aufbringen muss. Gesetz dem Fall das die Stadt gegenüber ihren Bürgern ehrlich ist und die Karten offen legt.

  • 1
    1
    Zeitungss
    15.04.2018

    @kgruenler: Der erste Grüne ist von mir. Ich gebe Ihnen durchaus recht in dieser Darstellung. Bermerkenswert bei all den Kostensteigerungen ist immer der Grund der enormen Lohnkostensteigerung. Ich kenne einige Leute, welche sich auf dem Bau ihr Brot verdienen. Demnach müßten diese jeden 2. Monat überlegen, wo sie die viele Kohle unterbringen, diese Sorge besteht aber dort nicht, eher in den Führungsetagen.
    Der andere Teil Ihrer angeführten Gründe mag zwar so sein, zeigt allerdings auch, dass hochbezahlte "Fachkräfte" nicht in der Lage sind, Projekte entsprechend zu lenken. Die Schuld dafür weiterzureichen, gehört inzwischen zur Grundausbildung in der Fachrichtung BWL, welche so ausgelegt ist, dass auch KEINER wirklich greifbar ist.

  • 2
    1
    aussaugerges
    15.04.2018

    Aber alles Staatlich vorgegeben.

    BIETERGESPRÄCHE
    Skonto
    Vetragserfüllungsbürgschaft
    Sicherungseinbehalt
    Zusatzleistungen sind im Vertrag
    Großhändler verteuern im Verfahren,usw,usw.

    Das können sich Lehrer und Bedienstete nicht vorstellen denn die gehen nicht Pleite

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    kgruenler
    14.04.2018

    @tauchsieder: Der Freistaat trägt 2/3 der schlussendlichen Gesamtkosten.

    @staubsaugerges: Bei den vielen öffentlichen Führungen wurde jedes mal auch betont, dass alles fest im darunterliegenden Fels verankert wurde. Insofern glaube ich nicht, dass da was abrutscht, immerhin arbeitet da auch Fachbetriebe und keine Hobbymaurer.

    @Zeitungss: Teurer wird derzeit JEDES Bauvorhaben, nicht nur kommunale, denn die Auftragslage (sprich Nachfrage) ist einfach viel zu hoch und die wenigen Baufirmen müssten sich clonen, um alles billig zu erledigen. Daher schrauben die kräftig an der Preisschraube und somit wird eben alles teurer. Das Dilemma der Kommunen ist aber, dass die Fördermittel immer an Zeitrahmen gebunden sind und man somit gezwungen ist, entweder zu bauen und Förderung zu bekommen, auch wenn es teurer wird, oder aber auf den Sanktnimmerleinstag zu warten in der Hoffnung, es wird alles wieder billiger, aber dann keine Förderung mehr zu erhalten.
    Egal was man dann macht, es gibt Bürger, die es falsch finden, aber selber keine besserer Lösung parat haben.
    Meine Meinung: Lieber jetzt bauen und somit Arbeitsplätze sichern und Konjunktur stärken, die Gewerbesteuereinnahmen und Lohnsteuereinnahmen werden dadurch ja auch höher, also fließt das Geld ja wieder in den Kreislauf zurück. Geiz ist geil war gestern und ist völlig der falsche Ansatz, unsere Altvorderen wussten das bereits viel besser und haben lieber mehr Geld in die Hand genommen, damit die Bauten auch länger hielten. Davon ist man ja heutzutage völlig abgekommen. Sparen, Sparen, Sparen, koste es, was es wolle. Egal ob es Sinn macht!

  • 1
    1
    Zeitungss
    14.04.2018

    Kann sich noch jemand daran erinnern, dass nur der kleinste Abfalleimer bei irgend einem Bau billiger wurde ??????
    Sollte es an mir vorbeigegangen sein, bedingt durch meine Demenz, bitte ich um Beispiele, dürfte ja absolut kein Problem sein, oder doch ?????

  • 1
    1
    aussaugerges
    14.04.2018

    Der Hang wird abrutschen wie eine Schwam.
    Denn es fehlt eine Tiefengründung

  • 2
    1
    Tauchsieder
    14.04.2018

    Es war nur eine Frage der Zeit bis es zu dieser Offenbarung kam, man hat förmlich schon darauf gewartet.
    Jetzt ist nur noch die Frage zu beantworten trägt das Land Sachsen 2/3 der Gesamtkosten, oder nur 2/3 der geplanten Baukosten von 3.7 Millionen ??
    Scheinbar schwimmt Plauen im Geld.



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