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Schlosshang: Sanierung wird teurer

Oberdorfer setzt weiter auf "gute Förderung"

erschienen am 14.04.2018

Plauen. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Die ursprünglich 3,7 Millionen Euro, die für die Neugestaltung des Plauener Schlosshanges einkalkuliert waren, reichen nicht aus. Das eröffnete Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) jetzt den Mitgliedern des Finanzausschusses auf Anfrage von Stadtrat Hansjoachim Weiß (CDU).

Von besagter Summe sei man bei den ersten Planungen im Jahr 2015 ausgegangen. Aktuell werde das mit viel Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bedachte Großprojekt im Zentrum der Spitzenstadt laut Oberdorfer jedoch um gut eine Million Euro teurer.

Der finanzielle Mehraufwand lohne sich in jedem Fall, da die Stadt mit dem aufwändig sanierten Schlosshang, bei dem alte Bausub- stanz modernisiert und neu gestaltet wird, einen pulsierenden Mittelpunkt erhalte. Ab Herbst soll mit dem Campus der Plauener Studienakademie viel Leben auf dem Gelände einziehen - dort, wo sich früher Amtsgericht und Gefängnis befanden.

Außerdem sollen die Hangterrassen bepflanzt werden und später als Naherholungsort dienen. Die Plauener dürfen sich zum Beispiel auf Kräutergärten, Rosen und eine Obstwiese freuen. Oberhalb der Syrastraße werden dafür Wege gebaut, ebenso eine verbindende Treppenanlage. Voraussichtlich ab Ende Mai sollen die Geländer und die Beleuchtung montiert werden.

Der Schlosshang-Bau sei eine gut geförderte Maßnahme, so der OB: Zwei Drittel der Kosten übernehme der Freistaat Sachsen. Derzeit sind Gerüste an die ehemalige Schlossmauer gestellt. Die Sanierungsarbeiten daran beginnen. Über Details zu den Ursachen der Teuerung soll es in der Mai-Sitzung des Bauausschusses unter Leitung von Plauens Baubürgermeister Levente Sárközy Informationen geben. (sasch)

 
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Kommentare
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  • 15.04.2018
    21:10 Uhr

    Zeitungss: @kgruenler: Danke für Ihre Darstellung, wir können uns aber darauf einigen, dass hier ordentlich Sand im Getriebe ist, was eigentlich bekannt ist, aber ohne Nachwirkungen bleibt. Was hier läuft, kann ein Bürger mit eigenen Verpflichtungen nicht mehr nachvollziehen, nur weil von OBEN herab die Vorgaben so sind. Warum sind Leute , welche am Drücker sitzen, nicht schon einmal auf Idee gekommen Ordnung zu stiften, ist vermutlich in unserer neuen Art der Demokratie tötlich für den "Anstifter". Wir könnten jetzt noch weiter, es wäre aber nicht zeilführend für die Ausgleichszahler in dieser Angelegenheit. Trotzdem noch ein mal Dank, dass Sie näher darauf eingegangen sind, was unter den heuteigen Bedingungen nicht mehr üblich ist.

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  • 15.04.2018
    19:11 Uhr

    kgruenler: @zeitungss: Zum LRA kann ich nichts sagen, da ich nicht Kreistagsmitglied bin und mir somit die nötigen Einblicke fehlen. Allerdings gab es da auch Probleme mit Firmen, welche Subunternehmer beschäftigten, die ihrerseits wiederum Subunternehmer beschäftigt haben usw. am Ende haben die tatsächlich ausführenden billigst arbeiten müssen, weil sonst kein Gewinn zustande kam und dadurch gabs dann auch Pfusch. Ebenso sind Firmen in die Insolvenz gegangen, weil die sich verkalkuliert hatten und nicht mehr in Vorleistung gehen konnten. Dadurch mussten Leistungen erneut und damit deutlich teurer ausgeschrieben werden. Es gab Probleme mit kontaminiertem Untergrund, der so nicht verhergesehen wurde und Wassereinbrüche in der Elektrikverteilung. Alles ungeplante Dinge, welche die Kosten im nachhinein in die Höhe treiben.
    Einwas stimmt jedoch nicht, dass immer der Billigste zum Zuge kommt, da gibts noch andere Kriterien, die mit berücksichtigt werden müssen, jedoch müsste man dazu den Vergabeausschuss verfolgen, das habe ich bisher nicht getan. Ich weiß aber aus den Gesprächen in Fraktionssitzungen und in den anderen Ausschüssen, dass eben nie der billigste das Rennen macht.

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  • 15.04.2018
    18:45 Uhr

    Zeitungss: @kgruenler: Ich kann Ihre Darlegungen durchaus nachvollziehen, der genannte Fall ist nun wirklich kein Einzelfall und auch nicht auf Plauen bezogen. Möglicherweise müßte das Verfahren der Neuzeit angepasst werden. Durch die "ständig steigenden" LÖHNE, Material- und Energiepreise kann ich keine Planung aufbauen, welche auf Zeiten beruht, wo diese Einflüsse noch keine Rolle spielten. Planungsfehler und und und, Beispiel LRA,
    finde ich in Ihrer Betrachtung nicht und selbige kosten bekanntlich richtig Kohle. Nicht angesetzt sind Gerichts- und Anwaltkosten bei Unstimmigkeiten, welche heute die Regel sind und somit schon im Vorfeld berücksichtigt werden müßten.
    Vergessen wir auch nicht, dass der BILLIGSTE zunächst das Rennen macht und sich die Kohle anschließend holt, was gute Tradition hat und auch erfogreich ist.
    Sollte ich falsch liegen, was ich aus meiner Sicht nicht glaube, lerne ich gerne noch etwas dazu.

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  • 15.04.2018
    16:07 Uhr

    kgruenler: @Tauchsieder: "kgruenler" ist die Kurzform von "Kai Grünler", meinen Namen.
    Ich bin beratender Bürger der Linksfraktion im Stadtrat Plauen im Verwaltungs- und Wirtschaftsförderungsausschuss und Mitglied im Stadtvorstand der Linkspartei, deren Mitglied ich seit März 2016 bin.
    Fördermittel werden nicht ins Blaue hinein beantragt. Es gibt eine Planung, die als Grundlage dient. Dem Fördermittelgeber ist bewusst, dass diese Planung NIE zu 100% stimmt, deshalb kann man nachträglich die Differenzen zum tatsächlichen Betrag nachfordern.
    Die Karten werden spätestens in einem Finanzausschuss offengelegt, weil das vorgeschrieben ist. Jeder Bürger kann diesen im öffentlichen Teil besuchen und auch die Vorlagen auf der Webseite der Stadt Plauen im Bürgerinformationsportal einsehen. Da gibts keine Geheimnisse.
    Das Bürgerinfoportal finden Sie hier: http://w05.plauen.de/bi/infobi.asp

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  • 15.04.2018
    15:54 Uhr

    Tauchsieder: Da bin ich doch mal gespannt, warten wir mal die Endabrechnung ab "kgr....".
    Man beantragt Fördermittel nicht ins Blaue hinein, sie beziehen sich immer auf die veranschlagte Bausumme. Das Restrisiko liegt immer auf Seiten des Bauauftragsgebers.
    Schauen wir doch letztendlich was die Stadt an Eigenanteil aufbringen muss. Gesetz dem Fall das die Stadt gegenüber ihren Bürgern ehrlich ist und die Karten offen legt.

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