Wo Autofahrer ihren Wagen nur noch ganz kurz abstellen

Seit knapp einem Jahr gelten in der Plauener Innenstadt neue Regeln fürs Parken. Im Rathaus spricht man von einem Erfolg - doch an einigen Stellen klemmt es noch.

Plauen.

Wer sein Auto am Klostermarkt, am Lutherplatz oder am Hradschin abstellt, parkt dort nur kurze Zeit. Dies ist eine der Auswirkungen des jüngsten Parkraumkonzepts für die Innenstadt, das seit November 2016 in Kraft ist. "Die Steuerung des Parkverhaltens funktioniert", sagte Rathaus-Mitarbeiterin Peggy Barthel, die am Montag beim Stadtbau- und Umweltausschuss eine erste Bilanz der neuen Regeln zog. Immerhin seien an diesen Stellen - der Parkzone 1 - Tickets mit 1,50Euro pro Stunde am teuersten.

Aus diesem Grund ist die Anzahl der Autos, die dort nur eine Stunde stehen, von 2016 zu 2017 deutlich gestiegen. Anders sieht es in der Parkzone 2 aus. In den Nebenstraßen der Bahnhofstraße, an der Nobelstraße, am Schulberg und weiteren Stellen kostet das Parken pro Stunde 1,20Euro. Dort ist die Anzahl der Autos, die nur eine Stunde stehen, von 2016 zu 2017 gesunken. Die Zahl der Wagen, die zwei Stunden parken, sind im gleichen Zeitraum dagegen gestiegen.

Also alles prima mit Plauens Parkplätzen? Nicht ganz. Die Parkzone 3 ist eines der Sorgenkinder. Sie besteht aus dem Neustadtplatz, dem oberen Teil der Bahnhofstraße sowie der Kreuzung Burg-/Theaterstraße. Dort können die Autos ohne Zeitbegrenzung abgestellt werden und es kostet weniger. "Da ist die Auslastung nicht optimal", räumte Rathaus-Mitarbeiterin Barthel ein. Und in der Zone 4 - der Bereich Dobenau-/Myliusstraße - sieht es sogar noch schlechter aus.

Diese Vorlage ließen sich einige Ausschussmitglieder nicht entgehen. Immerhin wird über den Neustadtplatz gestritten, seit dort 2016 Parken gebührenpflichtig wurde. "Was nutzt ein riesengroßer freier Platz?", fragte Rüdiger Müller, der für die SPD/Grünen-Fraktion als sachkundiger Einwohner in dem Gremium sitzt. Die Antwort von Baubürgermeister Levente Sárközy war eigentlich keine: "Der Neustadtplatz ist im Fluss und bleibt im Fluss."

Noch nicht überall rund läuft es außerdem bei den Anwohnerparkplätzen. Die Anzahl der Parkkarten hat sich seit Einführung der neuen Regeln erhöht, aber die Parkplätze sind nicht mehr geworden. In zumindest einigen der acht Zonen sieht es mit freien Stellplätzen zeitweise dünn aus. Dies betrifft vor allem die Zonen C und E. Peggy Barthel: "Da müssen wir nachjustieren."

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