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Janek Schaller bei der Therapie.

Foto: JB Steps

Adeli-Therapie harte Arbeit für den kleinen Jungen Janek

Nach der Spendenaktion für den jungen Brockauer sind nun die ersten Erfolge zu sehen. Seine Familie möchte die Glücksgefühle teilen.

Von Petra Steps
erschienen am 07.02.2018

Brockau. Große Freude bei Familie Schaller in Brockau: Janek hat die erste Therapierunde der Adeli-Therapie in Piestany/Slowakei erfolgreich gemeistert. Für den an Zerebralparese, einer Bewegungsstörung durch eine frühkindliche Hirnschädigung, erkrankten Zweieinhalbjährigen haben auch viele Leser der "Freien Presse" und zahlreiche Vogtländer gespendet, weil es die Therapie in Deutschland nicht gibt und die Kosten durch die Krankenkassen nicht getragen werden.

Mutter Stephanie Schaller, die mit Janek und der großen Tochter im Therapiezentrum war, sieht ihre Hoffnungen voll erfüllt: "Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten und Janek konnte bereits mit der ersten Therapierunde enorme Fortschritte machen." Stephanie Schaller weiter: "Zuhause kamen wir mit einem ausgewechselten Kind an. Janek läuft jetzt viel besser, stürzt nicht mehr so viel, die Haltung der Füße hat sich enorm verbessert und er steht schon oft tagsüber auf dem ganzen Fuß und nicht mehr im Spitzfuß. Die Spastik wurde deutlich abgemildert."

Der Knirps möchte die Treppe zuhause mit Hilfestellung nun selber laufen. Vorher ist er nur mühevoll gekrabbelt. "Schon nach der ersten Therapiewoche hat die Sprache eingesetzt, und Janek spricht nun Zwei-Worte-Sätze wie ,Mama auheben', wenn etwas heruntergefallen ist, oder ,Mimi trinken', wenn er Milch haben möchte", staunen die Eltern. Zuvor konnte er nur wenige einzelne Wörter sprechen.

Der Tagesablauf im Adeli-Mecial-Center hatte den Charakter eines Arbeitstages. Nach dem Frühstück standen die ersten Therapien an, meist Logopädie, auch die sensomotorische Therapie, also ein visuelles Training für das Gehirn zur Anregung der Lernprozesse. Dann folgte die Vorbereitung auf das Training, bei der erst Eispackungen und dann Warmpackungen auf die Muskeln gelegt wurden.

Vormittags wurden jeweils zwei Stunden Adeli-Therapie absolviert. Anschließend ging es zur Lockerung zur Ganzkörpermassage. Alle zwei Tage wurde auf Hüften und Gelenke um den Knöchel Heilschlamm aufgetragen.

Janeks Mutter: "Das reine Adelianzug-Training war hart. Janek hat oft geweint und ,Bein weh' gesagt, weil er großen Muskelkater hatte. Er hat sich aber tapfer durchgebissen und blieb wirklich jeden Tag eisern am Ball."

Außerdem standen Laserakupunktur mit einem Laserstift an Händen und Füßen, Sauerstofftherapie und Manualtherapie auf dem Tagesplan. Stephanie Schaller erzählte: "Janek lag auf einer Behandlungsliege und wurde gedehnt, gezogen, gedrückt und verrenkt. Wenn er dann noch Energie hatte, was selten der Fall war, gab es ein Schwimmbad und einen KidsClub zur Beschäftigung." Abends habe es nicht lange gedauert und alle seien müde geworden und eingeschlafen.

Janek hat jetzt insgesamt zwei mal fünf Tage Therapieprogramm absolviert. Nur die Sonntage waren frei. Im Therapiezentrum Piestany fühlten sich Schallers gut aufgehoben. Ihr kleiner Sohn scheint eine richtige Kämpfernatur zu sein, denn er ließ sich trotz des anstrengenden Trainingsprogramms nicht unterkriegen. Die Mitarbeiter haben ihn begeistert und immer wieder motiviert.

Familie Schaller freut sich über die ersten Erfolge und möchte das Glücksgefühl mit allen Spendern teilen. "Dank der großzügigen Spenden konnten wir bereits zwei weitere Therapierunden buchen. Der nächste Besuch des Adeli-Medical- Centers ist für den 7. Mai angesetzt. In den Herbstferien werden wir noch einmal Richtung Slowakei starten", blickt Stephanie Schaller voraus. Das gespendete Geld reicht noch für zwei weitere Runden. Bis zur kommenden Reise kann Janek stolz seine Urkunde und die Goldmedaille betrachten, die einen Ehrenplatz im Haus der Familie erhalten hat.

 
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