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Kathleen und Falk Bähner aus Weimar ließen sich von der vogtländischen Kartoffelprinzessin die Stationskarte abstempeln.

Foto: Franko MartinBild 1 / 3

Autofahrer setzen Region unter Strom

Das 6. E-Mobil-Treffen zog am Samstag zahlreiche Besucher ins Vogtland. Nicht alle waren auf vier Rädern unterwegs.

Von Petra Steps
erschienen am 16.04.2018

Mylau. Rund 100 Teilnehmer mit 50 Fahrzeugen sind am Samstag zur 6. E-Mobil-Treffen (E-MoT) im Vogtland zur Burgen- und Schlössertour gestartet. Die Fahrt ging über Greiz, Liebau, Leubnitz und Plauen nach Oelsnitz, wo Abendessen und Ausklang die Fahrt beendeten. "Bisher hatten wir immer nur ein Ziel, diesmal ist es eine richtige Tour", sagte Andrea Müller, die die Ausfahrt mit ihrem Mann Frank sowie Ralf Sehling organisiert hat. Die drei gaben letzte Hinweise, bevor die Teilnehmer vom Fuße der Mylauer Burg aus starteten. Kartoffelprinzessin Selina begrüßte die Teilnehmer und verteilte Burgstempel in die Roadbooks.

Jan Hermann aus Plauen fuhr die rund 70 Kilometer mit einem Fahrrad mit Motorunterstützung. "Eigentlich ist das ein Hybrid, aber weil Muskelkraft Bio ist, darf ich teilnehmen", freute er sich. Rund 3000 Kilometer fährt er jährlich mit dem Rad und ist begeistert: "Man kann damit ordentliche Strecken zurücklegen und Parken ist kein Problem." Etwas mehr PS bringt das E-Motorrad von Pierre Grasse aus Plauen auf die Straße. Die Vielfalt der Autos reichte vom Smart-Zweisitzer bis zum Nutzfahrzeug Saic Maxus EV 80 vom Maske-Mietcenter. Letzteres hatte Peer Haupt aus der Nähe von St. Gallen/Schweiz extra für die Tour in Nürnberg gegen seinen Opel Ampera eingetauscht. "Es gibt bisher nur dieses eine Fahrzeug, das sogar einen Anhänger ziehen kann. Das bietet bereits, was deutsche Unternehmen 2025 auf den Markt bringen wollen. Das Fahren von E-Fahrzeugen ist mein Beitrag gegen Kriege", sagte der Schweizer und erklärte, dass er den Strom, der für die Produktion von Diesel aus Rohöl benötigt wird, lieber gleich ins Fahrzeug umleitet. Haupt hatte 2015 bei der Wave-Trophy in Plauen die Organisatoren der Ausfahrt kennengelernt. "Ich wollte so ein Juwel wie den Saic zur Ausfahrt bringen und die Landschaft und Freunde wiedersehen", so der Schweizer.

Bei der Wave-Trophy war auch Ingolf Kastner aus Thurm, der die Vorzüge seines vier Jahre alten Tesla Model lobte. "Wir sind damit zum Klima-Gipfel 2016 in Marokko gefahren und nehmen im Oktober an der daraus entstandenen Rallye von Tanger nach Marrakesch teil. Der Tesla ist das preiswerteste Auto, das ich je hatte", so Kastner nach 225.000 Kilometern auf dem Tacho. "Wir haben am Monatsende mehr Geld übrig und würden uns gern noch ein zweites E-Auto statt des Benziners anschaffen", so Mandy Herold-Scholz aus Reichenbach, die mit knapp 30 Jahren zu den jüngeren Teilnehmern gehörte. Eine Probefahrt mit E-Auto weckte ihren Wunsch nach einem eigenen. Strom sei nicht nur billiger als Benzin. Sie brauche bei ihrem Hyundai Soniq auch kein Öl und keine Verschleißteile wechseln. Falk und Kathleen Bähner aus Weimar schwärmten von Urlaubszielen in halb Europa, die sie per Tesla angesteuert haben. Auch wenn viele der E-Mobil-Freunde Deutschland als verschlafenes Entwicklungsland bezeichneten, in einem ist der Staat flott: "Ich habe für mein E-Motorrad schon einen Steuerbescheid bekommen, fällig im März 2025", verriet Pierre Grasse.

"Es gab keine besonderen Vorkommnisse, alle sind problemlos angekommen", so Andrea Müller. "Viele luden in Oelsnitz am Schloss ihre Fahrzeuge auf. Die besonderen Höhepunkte der Fahrt waren Liebau und Leubnitz." Die Planungen für die 7. E-MoT werden bald beginnen.

 
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