Der Erdschatten über Rotschau und Schönbrunn

Zwei Sternengucker aus der Region hatten natürlich auch die Mofi am Montag auf dem Plan. Für einen warf sie Schatten, die bis in die USA reichen.

Reichenbach / Schönbrunn.

Für Olaf Graf aus Schönbrunn warf die partielle Mondfinsternis vom Montagabend einen viel größeren Schatten, als die 25 Prozent Erdschatten auf der Mondoberfläche. Reist der einstige Mitarbeiter der Rodewischer Sternwarte doch jetzt in die USA, um dort die nächste Sonnenfinsternis am 21. August live und in Farbe erleben zu können. Diese totale Sofi ist quasi die Nachfolge-Finsternis der Mofi vom Montag, wie Olaf Graf berichtet.

Sonnen- und Mondfinsternisse kommen nämlich immer mindestens paarweise vor. "Manchmal wird eine Sonnenfinsternis auch von zwei Mondfinsternissen flankiert, oder umgekehrt." Ursache hierfür sind die Protagonisten Sonne, Mond und Erde selbst. Zwar sind Sonnen- und Mondfinsternisse von ihrer Erscheinungsform her grundverschieden, allerdings entstehen beide Arten durch das Zusammenspiel der selben Himmelskörper: Da der Abstand zwischen Vollmond (Grundbedingung für eine Mondfinsternis) und Neumond (Grundbedingung für eine Sonnenfinsternis) etwa 14 Tage beträgt, sind die Bahnbedingungen der drei Himmelskörper noch ähnlich. "Somit entsteht ein Kanon von bis zu drei Finsternissen. Allerdings ist einschränkend zu sagen, dass durch die unterschiedlichen Sichtbarkeitsbedingungen die Finsternisse kaum einmal alle vom gleichen Ort auf der Erde sichtbar sind", sagt Olaf Graf, der bei der Schönbrunner Mofi gleich seine Sofi-Fototechnik getestet hat.

Über Schönbrunn war der Mond 20.55 Uhr aufgegangen. Die Finsternis war da schon soweit fortgeschritten, dass man nur noch das Ende in der Abenddämmerung erahnen konnte. Auch Hobby-Astronom Sven Trakis hat das Schauspiel verfolgt. Vom Reichenbacher Neubau aus schoss er gegen 21 Uhr in Richtung Rotschau Fotos, die den Mond und den Turm der Ausflugsgaststätte "Schöne Aussicht" zeigen.

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