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Marion Schulz (rechts) vom Neuberin-Museum beim Besuch 2006 im Atelier von Günter Horlbeck und dessen Frau Irmgard Horlbeck-Kappler in Leipzig. Der Nachlass der beiden bleibt nun in Reichenbach.

Foto: Kersten Mahler (Archiv)

Ein Geschenk an Reichenbach

Die Neuberinstadt erhält Stücke aus dem Nachlass des Künstlerehepaares Günter Horlbeck und Irmgard Horlbeck-Kappler. Darunter sind 360 Kunstobjekte und 67 Bücher.

Von Gerd Betka
erschienen am 17.04.2018

Reichenbach/Leipzig. Die Stadt Reichenbach hat vom Freistaat Sachsen Teile des Nachlasses, einschließlich der Kunstsammlung, des 2016 verstorbenen Künstler-Ehepaares Günter Horlbeck und Irmgard Horlbeck-Kappler geschenkt bekommen. Der Stadtrat beauftragte Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) jetzt, den Schenkungsvertrag zu unterzeichnen.

Die 360 Kunstobjekte sowie 67 Bücher wurden bereits Mitte 2017 an die Stadt übergeben. Enthalten sind darin Grafiken, Malereien und Duckplatten von Günter Horlbeck ebenso wie Malereien und Grafiken von Irmgard Horlbeck-Kappler, zahlreiche Grafiken von Fredo Bley, ein Stich von Ludwig Rohbock, eine Radierung von Ursula Mattheuer-Neustädt sowie diverse Werke aus Porzellan, Zinn, Holz, Glas, Metall und Textil.

Günter Horlbeck erblickte am 2. September 1927 in Reichenbach das Licht der Welt. Der gelernte Lithograf studierte 1947 bis 1951 an der Leipziger Kunstakademie und lehrte ab 1952 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Dort lehrte er bis 1994, seit 1967 als Professor, ist aber nicht nur wegen seines Wohnortes als Leipziger Maler zu werten. Horlbeck orientierte sich, anders als etwa Wolfgang Mattheuer, an Kandinsky, Beckmann oder auch Picasso. Seine Werke sind dem abstrakten Expressionismus zuzuordnen. 1980 erhielt Günter Horlbeck den Kunstpreis der Stadt Leipzig für Malerei und Grafik. In den 80er Jahren beschäftigte ihn "Die innere und äußere Realität". Großformatige Bilder mit Form- und Farbturbulenzen wie "Maske" (1981) oder "Das hölzerne Pferd" (1986) entstanden.

1953 hatte Günter Horlbeck die Grafikerin Irmgard Horlbeck-Kappler geheiratet. Am 6. August 1925 in Leipzig geboren, lernte sie zunächst Technische Zeichnerin. Dann studierte sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo sie später auch beschäftigt war und 1968 Professorin sowie Leiterin der Fachklasse Kaligrafie, dekorative Gestaltung und Buchgestaltung wurde. Für den Reclam-Verlag Leipzig gestaltete sie unter anderem Taschenbücher und die C-Reihe mit individuellen Umschlägen neu.

Günter Horlbeck blieb Reichenbach stets verbunden. 2006 vermachte er seiner Vaterstadt einen Teil seiner druckgrafischen Werke. Im Gegenzug gab das Neubein-Museum Reichenbach zum 80. Geburtstag des Künstlers den Katalog "Das Radierwerk von 1971-1994" heraus, der das grafische Gesamtwerk Günter Horlbecks widerspiegelt. 2013 schenkte Horlbeck der Stadt Reichenbach 18 Gemälde aus den Schaffensjahren 1971 bis 1976.

Günter Horlbeck verstarb am 25. September 2016 im Alter von 89 Jahren, seine Frau am 3. Oktober 2016 mit 91. Die beiden hatten zuletzt in einem Leipziger Pflegeheim gelebt.

 
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