Familiäres Flair im Familienzirkus

Der Zirkus Festival hatte am Wochenende seine Zelte an der Göltzschtalbrücke aufgeschlagen. Sieben Artisten zeigten, dass es nicht immer die großen Tiernummern braucht, um das Publikum zu begeistern.

Netzschkau.

Popcornduft und viele aufgeregte Kinder - das waren die beiden ersten Eindrücke beim Betreten des Zirkuszeltes. Muttis und Omas, ein paar Opas, und Väter saßen gespannt mit Kindern und Enkeln in den Stuhl- oder Bankreihen ganz nah an der Manege und warteten auf das Programm.

Der schwedische Familienzirkus Festival begann mit einer Pferdedressur und damit den einzigen Tieren, die das Zirkusteam mitgebracht hatte. Nadin Scholl zeigte mit dem Live-Gesang von Granada, wie sich eine Umbaupause auf charmante Art überbrücken lässt. Beim anschließenden Balanceakt hielten nicht nur Kinder den Atem an, vor allem als die Artistin einen vierarmigen Leuchter mit brennenden Kerzen, gehalten auf einem Metallstab und einer Messerspitze im Mund, die Leiter hinauf und wieder herunter balancierte. Ein Beifallssturm begleitete ihren Auszug aus der Manege.

Doch es blieb kaum Zeit zum Luftholen, denn Nadins Schwester Natali suchte sich Helfer im Publikum für ihre tolpatschige Clown-Nummer, bei der auch Nachwuchsclown Juanito die Herzen der Gäste im Sturm eroberte. Die beiden Schwestern Nadin und Natali Scholl sowie die Brüder Marcel und Philipp Frank haben den Zirkus gegründet. Sie stammen aus international bekannten Zirkusfamilien und gestalten den Kern des Programms, das kaum Wünsche offen lässt.

Auf die kleinen Gäste wirkte der Feuerkünstler Ali ben Hassan beeindruckend. Feuer schlucken, Feuer spucken sowie Körperfeuer dominierten den Auftritt, der mit einer Warnung an die Kinder endete. "Feuer ist gefährlich, bitte nicht nachmachen", rief die Stimme aus dem Off den Besuchern zu. Angesichts der Hitze im Zelt kam die Szene mit Olaf und der Schneekönigin und dem imitierten Schneefall gerade recht. In der Pause konnten sich die Kinder mit Elsa, Anna und Olaf in der Manege fotografieren lassen.

Mit viel Musik ging es durch einen kurzweiligen zweiten Teil, bei dessen Höhepunkt die Texas Rangers zur Rednex-Musik Cotton Eye Joe die Lassos schwangen, Messer, Äxte oder Sterne warfen und Peitschen tanzen ließen. Den kleinen Patzer auf dem Seil nahmen die Zuschauer nicht krumm, im Gegenteil. Mit ihrem Klatschen motivierten sie die Artistin, ihre Hulahoop-Nummer ein zweites Mal anzusetzen. Die familiäre Atmosphäre war auf das Publikum übergesprungen und mündete in einen riesigen Schluss-Applaus sowie eine Schlange beim anschließenden Reiten in der Manege.

Termine Wer den Zirkus verpasst hat, kann ihn nach seiner Erzgebirgstour vom 17. bis 20. August in Auerbach oder vom 31. August bis 3. September in Rodewisch noch einmal erleben.

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