Genossenschaft stutzt weitere Blöcke im Neubaugebiet West

Ziel ist, modernen Wohnbedürfnissen gerecht zu werden. Auch weitere Fahrstühle sind geplant. In 14 Tagen wird aber erst einmal die Säge angesetzt.

Reichenbach.

Die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Reichenbach arbeitet weiter daran, ihren Wohnungsbestand an moderne Bedürfnisse anzupassen. Altersgerecht, bequem und attraktiv soll es sein. Auch wenn das Neubaugebiet West mit Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Gastronomie nicht eben üppig ausgestattet ist und am Wochenende kaum Busse fahren.

"Besonderes Augenmerk legen wir auf das Sorgenkind Dr.-Otto-Just-Straße, wo wir 85 Prozent unseres Gesamtleerstandes verbuchen", erklärt der Geschäftsführende Vorstand Marco Luckner. Wohnungen im fünften und sechsten Stock sind out. Deshalb wird der Teilrückbau fortgesetzt. Nachdem 2009 acht Wohnungen und 2015 weitere 16 vom Markt genommen wurden, sollen 2016 die Sechsgeschosser an der Dr.-Otto-Just-Straße 43-57 gestutzt werden. 33 Wohnungen werden hier abgebaut.

"Dabei wollen wir mittels Abstufung die Baubauung etwas auflockern. Wir tragen nicht pauschal die oberen zwei Stockwerke ab, sondern einmal bleibt die fünfte Etage stehen und einmal geht es hinab bis zum dritten Stock", sagt Luckner. Drei Wohnungen, darunter eine komfortable Fünf-Raum-Wohnung, werden künftig mit einer Dachterrasse ausgestattet. Ab Juni soll die Heizung in den verbleibenden Wohnungen modernisiert werden. Der Teilrückbau startet im Juli, schildert Luckner den Zeitplan. Dafür investiert die WBG rund 900.000 Euro.

Als Reserve stehen noch rund 70 Wohnungen in der Dr.-Otto-Just-Straße 6-18 für einen möglichen Abbruch in den Jahren ab 2018 bereit.

Vier neue Aufzüge geplant

Dem 2014 als Pilotprojekt an der Dr.-Otto-Just-Straße 56 für 230.000 Euro angebauten Fahrstuhl sollen bald weitere folgen. Eine Umfrage unter den Bewohnern habe Ende 2015 ergeben, dass weitere Hausgemeinschaften Interesse zeigen und bereit sind, die damit verbundene Mieterhöhung zu tragen. Beim Pilotprojekt müssen Bewohner, die den Lift nutzen, 50 Euro mehr im Monat zahlen, resultierend aus Modernisierungsumlage und Betriebskosten. "Wir haben vor, bis zum Jahr 2017 an vier Häusern Aufzüge anzubauen, an dreien in der Julius-Mosen-Straße und an einem in der Dr.-Otto-Just-Straße", informiert Marco Luckner. Die WBG sei dabei, dafür die baurechtliche Genehmigung einzuholen.

1,5 Millionen Euro plant die WBG zudem für ihr Tagesgeschäft ein, das heißt für Reparaturen, Instandhaltung und die Modernisierung frei werdender Wohnungen. Vielfach seien dann Sanitär- und Elektroinstallation zu erneuern, bevor neue Interessenten einziehen können. "Wir überlegen uns auch, was man in der Plattenbauweise umgestalten kann. Viele wünschen sich heute zum Beispiel ein größeres Bad. Die Badzelle mit 3,5 Quadratmetern aus DDR-Zeiten war schon sehr eng", so Luckner.

Hang wird umgestaltet

Neu gestaltet werden soll 2016 für rund 50.000 Euro der Hang zwischen Wirtschaftsweg und Straße an der Dr.-Otto-Just-Straße 1-31. "Da müssen wir vom 23. bis 29. Februar die Säge ansetzen. 19 Bäume werden gefällt. Auch die meisten Sträucher müssen weichen. Alles wird neu begrünt. Wir richten an zwei Stellen Erholungspunkte mit Bänken ein. Und die Einhausungen der Mülltonnen werden frisch verkleidet", erläutert der Geschäftsführer.

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1Kommentare
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  • 1
    0
    aussaugerges
    11.02.2016

    Finde ich ganz toll wie das hier gemacht wird.
    Da die Mieten in 15 Jahren nicht erhöht wurden,bezahlen die Mieter gern
    die Kosten für den Aufzug.
    Man muss auch sagen in den 15 Jahren wurde auch die Heizung und die
    Fenster auf das modernste modernisiert.
    Hinterlüftete Fenster,eine Art Wärmerückgewinnung.



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