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Die Grüne Woche kann kommen. Selina Kohl (rechts), 1. Vogtländische Kartoffelprinzessin, und die Sächsische Ernteprinzessin Dominique Hörkner mit Landrat Rolf Keil, Ulrich Gündel von Gündels Kulturstall sowie Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (von links) gestern im Rotschauer Kulturstall.

Foto: Franko Martin

Grüne Woche: Das Vogtland will nicht nur mit Kartoffeln punkten

Bei der Agrar- und Ernährungsmesse in Berlin setzt der Landkreis auf eine Präsentation touristischer Vielfalt und vogtländischer Erzeugnisse. Wie das funktionieren kann, zeigt ein aktuelles Beispiel.

Von Gerd Möckel
erschienen am 11.01.2018

Rotschau. Der Pressetermin für den sächsischen Auftritt bei der in Kürze beginnenden Grünen Woche in Berlin war mit Gündels Kulturstall in Rotschau gestern gut gewählt: Der auf den Anbau historischer Kartoffelsorten spezialisierte Betrieb mit seiner übers Vogtland hinaus bekannten Erlebnisgastronomie steht auch aufgrund seiner Verankerung in regionalen Erzeuger- und Käuferkreisläufen stellvertretend für die Ausrichtung der sächsischen Präsentation unter dem Motto "Sachsen genießen". Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) sagte: "Auch Touristen wollen dort regionaltypische Spezialitäten genießen, wo sie erzeugt werden." Deshalb soll es in Berlin eine verstärkte gemeinsame Präsentation regionaler Erzeugnisse und touristischer Angebote geben - und zwar mit dem Vogtland als Sachsens Partnerregion.

Bei der am 19. Januar startenden weltweit größten Agrar- und Ernährungsmesse zeigt deshalb auch erstmals wieder der Tourismusverband Vogtland Flagge. Zu den 35 sächsischen Ausstellern gehören zudem die Reichenbacher Likör- und Spirituosenfabrik Zill & Engler, Fruchtsafthersteller Kinella Ellefeld, die Wernesgrüner Brauerei und der Kulturstall. Besonders zum Ländertag am 22. Januar können die Vogtländer ihre Klasse zeigen. Dann sorgt Forbriger Backwaren Reichenbach für die Bewirtung von Hunderten Gästen. Zudem sind die musikalische Vogtland-Botschafterin Stefanie Hertel oder auch die Cheerleader Auerbach zu erleben. Und Gündels Kulturstall. Der Betrieb hat in Berlin bereits mehrfach beste Werbung für das Vogtland gemacht. Ulrich Gündel scherzte: "Jetzt wissen auch die Preußen, dass die ersten Kartoffeln im Vogtland eingeführt wurden."

Und dort wohl am besten schmecken: "Ihr seid die Besten in Deutschland", scherzte Landrat Rolf Keil (CDU), der etwa das Reichenbacher Kartoffelfest oder den Europäischen Bauernmarkt in Plauen als gute Plattform auch für regionale Anbieter nannte und von einem Trend hin zu mehr Regionalität sprach. "Wir sagen unseren Gastronomen, sucht euch regionale Partner und werbt damit. Das fängt beim Fleisch an und hört beim Bier auf. Da ist in den letzten Jahren etwas gewachsen, aber wir haben Luft nach oben." Man überlege, eine Broschüre zu erstellen, die das Angebot regionaler Direktvermarkter bündelt.

Ein Portal, auf dem sich regionale Erzeuger vorstellen und für ihre Produkte werben, bietet der Freistaat bereits an. "Was in der Heimat gewachsen ist, geerntet und verarbeitet wurde, genießt bei den Verbrauchern großes Vertrauen", sagte der Minister. Regionalität stehe auch für Frische und kurze Transportwege. Der regionale Bezug gewänne beim Verbraucher immer mehr an Bedeutung. "Nicht der Preis, die Herkunft entscheidet zunehmend." Auch beim Urlaub in einer Region. Es gehe darum, solche Angebote besser bekannt zu machen und neue Angebote zu generieren. Der Landrat kündigte in diesem Zusammenhang eine Studie an, die den Wirtschaftsfaktor Tourismus im Vogtland konkret darstellen und beziffern soll.

Wie gut Werbung für einen regionalen Angebotsmix funktionieren kann, darüber informierte gestern mit Olaf Seemann der Inhaber des Reichenbacher Restaurants "Museumskeller", das jüngst bei dem vom Tourismusverband veranstalteten und vogtlandweiten Kloßvogt-Wettbewerb siegreich war. "Seitdem ist die Nachfrage enorm gestiegen, ganze Reisegruppen kommen jetzt zu uns." Beim Wettbewerb war unter anderem Wert auf Regionalität in allen Bereichen gelegt worden. Die touristische Attraktivität ist mit dem Geburtshaus der Neuberin gegeben - in dessen Keller befindet sich das Restaurant. Olaf Seemann: "Wir hätten nie geglaubt, was so ein Wettbewerb auslösen kann."

 
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