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Mitarbeiter des Bereiches Öffentliche Einrichtungen der Stadtverwaltung haben in dieser Woche eine Telefonzelle im Kinder- und Jugendzentrum "Lila Pause", Museumsstraße 2a, angeliefert.

Foto: Linda Keller/Stadtverwaltung

Künftige Bücherzellen treffen ein: Spenderin will Regale auffüllen

Reichenbachs Jugendclubs dürfen sich gestalterisch betätigen. Dann ist der Weg frei für Mini-Bibliotheken in den Ortsteilen.

Von Ulrich Riedel
erschienen am 12.04.2018

Reichenbach. Telefonzellen kommen im Zeitalter der Smartphones mehr und mehr aus der Mode. Und dennoch rüstet die Stadt Reichenbach zurzeit auf: Fünf Telefonhäuschen in vertrauter magenta-grauer Farbgebung der Deutschen Telekom aus den 1990er-Jahren werden zurzeit zu Bücherzellen umgestaltet und bekommen so ihr zweites Leben. Die ausrangierten Zellen des Typs TelH90 kosten 450 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und wurden von der Stadt angekauft.

Mitarbeiter des Bereiches Öffentliche Einrichtungen der Stadtverwaltung haben in dieser Woche eine Telefonzelle im Kinder- und Jugendzentrum "Lila Pause" angeliefert. Zwei weitere ehemalige Telefonzellen gingen an die Jugendclubs "Atlantis" in Mylau und "Jam" in Reichenbach. Dort dürfen die Jugendlichen farblich alles völlig neu gestalten, bevor die künftigen Mini-Bibliotheken dann an ihren Bestimmungsorten aufgestellt werden.

"Nun kann das große Gestalten der künftigen Bücherzellen losgehen", sagt Heike Keßler, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. In den Jugendclubs herrsche bereits Vorfreude über diese nicht alltägliche Aufgabe. Erste Absprachen wurden getroffen, Ideen sind entstanden.

Die zwei restlichen Zellen sollen dann publikumswirksam zur Saisoneröffnung am 1. Mai im Park der Generationen farbenfroh besprüht und bemalt werden - auch das in Regie der städtischen Jugendclubs.

Städtische Mitarbeiter bauen noch die erforderlichen Regalböden ein, dann werden die Bücherzellen aufgestellt. Geplant sind Standorte in den Ortsteilen Brunn, Friesen, Rotschau, Schneidenbach und Obermylau. Die genaue Platzierung legen die Ortschaftsräte fest.

Jede Bücherei braucht Bücher. Von der städtischen Jürgen-Fuchs-Bibliothek erhalten die Zellen ihre Erstausstattung. Neben gut erhaltenen ausrangierten Büchern sollen Doppel- oder Mehrfach-Exemplare die Außenstandorte auffüllen. Die Bibliotheksmitarbeiter sollen die "Minibüchereien" später auch betreuen, obwohl der Bestand durch das Geben und Nehmen seiner Nutzer gesichert werden dürfte. Das ist das Grundprinzip der Bücherzellen. Die Stadtverwaltung hofft, dass Leserinnen und Leser nicht nur Bücher entnehmen, sondern auch austauschen oder Bücher beisteuern.

Im Hintergrund taucht bereits ein erster Spendengeber auf, besser gesagt: eine Spenderin. Eine Reichenbacherin sagte eher beiläufig zur "Freien Presse", sie werde die Bestände gut im Auge behalten und immer wieder auffüllen. Und das beileibe nicht mit gedrucktem Schrott. Aus dem breiten und hochwertigen Bücherfundus ihres verstorbenen Vaters will sie Karl May und Konsalik, Israel-Geschichte und Bildbände, Lehrbücher und astronomische Betrachtungen beisteuern. Und all jenes, was ihren Vater zeitlebens beschäftigt hat.

Die Idee der Bücherzellen ist nicht neu, die wohl am meisten frequentierte im Vogtland steht in Plauens Fußgängerzone unweit des Kinos. Reichenbach hat bewusst die Ortsteile als Standorte ausgewählt, um dort Zeichen zu setzen. In Unterheinsdorf plant ein Dorfbewohner, eine Bücherzelle einzurichten. Nach Jahrzehnten hätte der Ort dann wieder eine eigene kleine Bücherei.

 
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