Musikschulsommerfest lebt trotz Kultur-Streichkonzert weiter

Gäste konnten sehen und hören, was ehemalige und heutige Reichenbacher Musikschüler drauf haben: Ausgezeichnetes.

Reichenbach.

Das 23. Musikschulsommerfest wird nicht das letzte gewesen sein. Im kommenden Jahr soll das 24. folgen, wie Musikschulleiter Andreas Häfer den Gästen am Samstag im Reichenbacher Stadtpark versprochen hat. Die Turbulenzen um die Kulturförderung im Vogtland hielten Musikschüler, Lehrer, Eltern, Großeltern und viele weitere Gäste nicht ab, im Reichenbacher Stadtpark ein buntes Fest zu feiern. Auf der Bühne im Pavillon traten Ensembles und Solisten auf, die das musikalische Einmaleins und vieles mehr in der Musikschule Vogtland gelernt haben.

Einer der Höhepunkte des Nachmittags war die Preisverleihung. Ex-OB Dieter Kießling sowie Lisa Kolde und Sarah Grimm erhielten den Preis des Fördervereins der Musikschule Vogtland. Bei Dieter Kießling wurde das Engagement für die Musikschule Vogtland während 15 Jahren Verantwortung als OB gewürdigt. "Er setzte sich mit Kraft und Engagement für die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen ein", hieß es in der Laudatio.

Lisa Kolde (17) und Sarah Grimm (15) lernen bei Christine Höfer Zither. "Neben den Musikschulkonzerten umrahmten sie auch viele Fremdveranstaltungen. So dürfte es kaum verwundern, dass beide hier in Reichenbach bestens bekannt sind. Aber auch auswärts, in Dresden, Chemnitz, im Erzgebirge wirken sie als Botschafter", hieß es in der Begründung der Auszeichnung.

Beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert errangen sie als Duo einen ersten Preis mit 24 von 25 möglichen Punkten. "Das ist einen enorme Leistung", meinte die Lehrerin. "Das ist viel auch Ihr Verdienst, Sie können mit uns stolz sein", gaben die beiden Zitherschülerinnen an die Musikpädagogin zurück. Beide lieben ihr Instrument, bekommen im Rahmen der Begabtenförderung noch eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche und üben täglich.

So fleißig ist auch Arthur Neupert (13), der mit fünf Jahren Musikschüler wurde. Er trat in die Fußstapfen seiner Schwestern. Martha begeisterte ihn für das Landesnachwuchsorchester Sächsische Landstreicher. Die ersten beiden Ferienwochen ist er wieder mit dem Orchester unterwegs. Außerdem spielt der Kontrabassist im Streichorchester der Musikschule und im neu gegründeten Jungen-Sinfonieorchester. Arthur gibt seinem Lehrer Frank Stiebert gute Noten. "Mit ihm kann man gut reden, und er ist nicht so streng", schätzt er ein.

Zum Rahmenprogramm des Festes gehörten Präsentationen wie die der Geigenbauerin Romy Rode oder des Musikhauses Löscher, ein Bücher- und Antikmarkt, Kinderschminken und mehr. Ein wenig in sich hatte es das Musikquiz, bei dem am Ende 36 Zettel mit richtigen Antworten in den Lostopf wanderten. Der erste Preis, Kinogutscheine für 50 Euro, ging nach Treuen. Den Hauptpreis der Tombola, ein Acht-Zoll-Tablet, gewann Arne Sprenger.

Beim Abendkonzert spielte die Berliner Band Schnaftl Ufftschik mit dem ehemaligen Reichenbacher Musikschüler Lutz Wolf auf. Die Brass-Band begab sich "kreuz und quer durch den musikalischen Gemüsegarten", nachdem Lutz Wolf über seine Jahre mit Trompetenunterricht bei Harry Manthey geplaudert hatte. "Alle, die da geblieben sind, waren begeistert, die anderen haben etwas verpasst", stellte Ekkehard Krien vom Fördervereins Musikschule nach dem Auftritt fest.


Lohn für musikalische Arbeit

Weitere Preise: Nachwuchspreis:

Helena Holzmüller. Jahresabo Anrecht Sinfoniekonzerte: Kirstin Biskup. Gutschein 50 Euro Musikhaus Löscher: Johanna Freund. Preis für den aktivsten Musikschüler: Bläserquintett Blechcrash. Ensemblepreis: Gitarrenduo Luca Alina Westphal und Charlott Kühn. Familienpreis: Familie Schubert, Lengenfeld (Franz Xaver, Maria Josepha, Anna Margarete Schubert).

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