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Neue Abfallgebühren: Das sollten Haushalte jetzt wissen

Der Kreistag berät am Donnerstag die neuen Müllgebühren für den Vogtlandkreis. Werden sie beschlossen, kommen auf alle Änderungen zu - Tonnentausch inklusive.

Von Uwe Selbmann
erschienen am 12.06.2018

Reichenbach/Plauen. Wer Müll vermeidet, zahlt auch künftig nicht mehr Abfallgebühren als bisher. Davon sind Landrat Rolf Keil (CDU) und sein Amtsleiter für Abfallwirtschaft, Andreas Schautschick, überzeugt. Sie informierten gestern über die ab Anfang 2019 neu geplanten Müllgebühren. Die "Freie Presse" gibt einen Überblick.

Warum und ab wann sind neue Müllgebühren notwendig?

Zum 31. Dezember läuft für das Vogtland die letzte Frist aus, das bisher unterschiedliche Abfallsystem im Landkreis zu vereinheitlichen. Die Aufgabe steht seit dem Verlust der Plauener Kreisfreiheit 2008. Zudem kommt der Landkreis jetzt der gesetzlichen Pflicht zur Einführung von Biotonnen nach. Auch verursachergerechter und zur Müllvermeidung anregend soll das neue Gebührensystem sein.

Was ändert sich ab Anfang 2019 und warum?

Bereits beschlossen hat der Kreistag, die Gebühren nicht mehr haushalts-, sondern grundstücksbezogen zu erheben. Die neue Festgebühr, in der zum Beispiel die Sperrmüllentsorgung und andere Leistungen enthalten sind, gilt deshalb nicht je Person, sondern einmal pro Haushalt. In Plauen entfällt die pauschale Abrechnung (Leerung mindestens 12-mal im Jahr). Künftig sind - wie bereits bisher im Rest des Landkreises - nur vier Leerungen im Jahr Pflicht, bei Biotonnen sechs. Um das besser kontrollieren zu können, wird die Abfuhr auf ein Behälter-Identsystem umgestellt. Der Kauf von Müllbanderolen entfällt.

Was ist noch neu?

Neben den bereits bisher üblichen Fest- und Leistungs- (Leerungs-)gebühren wird künftig auch eine sogenannte Bereitstellungsgebühr für die Behälter ausgewiesen. Damit soll Anreiz geschaffen werden, zum Beispiel beim Leerstand von Wohnungen die Behälter abzumelden. Die Leistungs- oder Leerungsgebühr wird pro Abfuhr fällig - bei einer in aller Regel 14-täglichen Abfuhr muss die Tonne jedoch erst vor die Tür gestellt werden, wenn sie wirklich voll ist. Wo notwendig, soll in Absprache mit Großvermietern die Abholung öfter erfolgen.

Was passiert mit den alten Mülltonnen?

In der Stadt Plauen sind die Restmülltonnen bisher Eigentum der Grundstücksbesitzer. Sie können diese behalten und künftig als Regentonne oder für andere Zwecke nutzen, so das Amt für Abfallwirtschaft. Auch das Abholen der alten Behälter durch eine Firma soll angeboten werden - allerdings ohne Erstattung: "Die Abholaktion kostet ja auch etwas", heißt es. Im Rest des Landkreises werden Tonnen durch die Kreisentsorgungsgesellschaft getauscht oder auch nur mit Chip und/oder Strichcode aufgerüstet.

Wird die Umstellung reibungslos vonstatten gehen?

"Wir haben schon noch große Probleme bei der Datenerhebung", räumt Amtsleiter Andreas Schautschick ein. 25 Prozent der Grundstückseigentümer hätten bisher den Bedarf an Tonnen nicht gemeldet. "Wir müssen diese Daten aber am 25. Juli an die Firma übergeben, die die Behälter stellt." Notfalls werde das Amt Größen festlegen. Ein Tausch sei dann erst im Laufe des nächsten Jahres möglich. "Ansonsten kann es dort, wo nichts gemeldet ist, zu Entsorgungsproblemen kommen", warnt Schautschick.

Wo kann man sich über die neuen Regelungen informieren und Behälterbedarf anmelden?

Den Beschluss der Müllgebühren durch den Kreistag vorausgesetzt, bereitet das Abfallamt eine Broschüre vor, die Ende Juli an alle Grundstücke und Haushalte im Vogtland verteilt werden soll. Die Gebührensatzung ist auf der Internetseite des Vogtlandkreises abrufbar. Außerdem stehe das Abfallamt telefonisch für Auskünfte zur Verfügung.

 
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Neue Abfallgebühren: Das sollten Haushalte jetzt wissen
Wer Müll einspart,spart auch bei den Gebühren
 
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