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Neuer zentraler Kindergarten für Neumark soll entstehen

Fördergeld soll einen Neubau ermöglichen. In der Reuther Ortschaftsratssitzung am Montagabend stießen die Pläne nicht nur auf Wohlwollen.

Von Petra Steps
erschienen am 13.09.2017

Neumark/Reuth. Die Reuther haben als erste Einwohner in der Gemeinde Neumark während ihrer Ortschaftsratssitzung am Montagabend von den Plänen für den Bau eines zentralen Kindergartens in Neumark erfahren. Bei einer zuvor eilends einberufenen Sondersitzung des Gemeinderates hatten sich die Vertreter dort mit einer Gegenstimme für den beabsichtigten Neubau ausgesprochen.

Dass die Reuther lieber ihren Kindergarten im Ortsteil behalten wollen, wurde am Montag in der Diskussion deutlich. Die Ortschaftsräte und auch einige Gäste der Sitzung wollten sich nicht einfach mit der Tatsache abfinden. Sie fühlten sich übergangen.

Neumarks Bürgermeister Ralf Fester (FDP) erklärte, dass die Gemeinderäte in die Zukunft denken müssen. Wenn Brandschutzvorgaben nicht erfüllt werden, könne es zur Schließung von Kindergärten kommen. Bei einer Eingemeindung, gleich wohin, würden kaum drei teure Einrichtungen in einem Ort Bestand haben. Da mit Fördergeld gebaut werde, habe der neue Kindergarten 25 Jahre Bestandsschutz.

Vor wenigen Wochen hatte der Bürgermeister noch erklärt, dass es für einen Neubau keine Fördermittel gibt. In der vergangenen Woche hat sich die Situation plötzlich geändert. Das Landratsamt des Vogtlandkreises hatte signalisiert, Fördergeld zwischen 750.000 und einer Million Euro in drei bis vier Jahresetappen bereitstellen zu wollen. Für den deutlich größeren Rest soll ein zinsgünstiger Kredit aufgenommen werden. Die Raten will die Gemeinde durch die Einsparung von Betriebskosten und Personalkosten vor allem im technischen Bereich aufbringen. Etwa 4,5 Millionen Euro könnte die Einrichtung für 150 Kinder kosten. Sie soll auf einem Grundstück gebaut werden, das der Gemeinde gehört und für das Baurecht besteht. Erste Überlegungen tendieren zur Gartenanlage am Badsteig in Neumark. Die Reuther schlugen vor, lieber in Reuth zu bauen.

Neumark verfügt zurzeit über drei Kindergärten mit 175 Plätzen, von denen 141 zurzeit besetzt sind. Die Tendenz der Belegung sei fallend. Mit etwa 130 Neumarker Kindern rechnet die Gemeindeverwaltung in den kommenden Jahren. Die weiteren Plätze sind für Kinder aus anderen Orten.

Die Kindertageseinrichtung "Zwergenland" an der Neumarker Talstraße wurde im Jahr 1992 saniert. In dieser Einrichtung müsste nun vieles erneuert werden. Allein die Arbeiten für die Ertüchtigung in Sachen Brandschutz würden etwa 1,2 Millionen Euro kosten. Die Villa sei nach den neuen Vorschriften für die Nutzung als Kindergarten ungeeignet.

Auch in Schönbach gebe es Probleme mit der alten Bausubstanz. Dort gebe es zu enge Treppen und eine unzweckmäßige Raumaufteilung. Ausgangspunkt für die Überlegungen zum Neubau war jedoch der Kindergarten Reuth, bei dem nach einer Begehung durch Brandschutz-Fachleute dringender Handlungsbedarf signalisiert wurde. Um die Auflagen zu erfüllen, wird mit einem Kostenaufwand in Höhe von etwa 360.000 Euro geschätzt. Mit dem Neubau sollen deutlich bessere Bedingungen für Kinder und Personal entstehen.

Fester führte nun an, dass es viele Krankheitsfälle bei den Erzieherinnen wegen Rückenproblemen gibt, weil die Kinder oft über Treppen getragen werden müssen. Das löste bei einigen Gästen der Sitzung hämische Kommentare aus.

Bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens im Jahr 2021 werden die drei vorhandenen Einrichtungen genutzt. Gebäude und Grundstücke sollen anschließend verkauft werden, der Erlös im jeweiligen Ort bleiben.

 
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