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... sich um die Ecke dieses Bild ergibt. Der Anbau an die Scheune entstand im Vorjahr und ersetzt ein Gebäude, das einst Milchladen war.

Foto: Franko Martin Bild 1 / 2

Schüler haben in der Türkei alle Freiheiten

Neuntklässler des Evangelischen Gymnasiums sprühen in dem Mylauer Viertel weiße Wände bunt - innerhalb eines Graffiti-Projekts mit Trickfilmzeichner Jörg Halsema.

Von Gerd Möckel
erschienen am 17.06.2017

Mylau. Wie sie das Lernen am Evangelischen Gymnasium in Mylau empfinden? Die Mädels antworten fast im Chor: "Wir haben so viele Freiheiten, die es an anderen Schulen so nicht gibt." Zum Beispiel? "Zum Beispiel machen wir unsere Hausaufgaben mit den Lehrern. Dafür haben wir zwar länger Unterricht, aber dafür Freizeit ohne Pause", antwortet Keti Klug. Das Mädel aus Treuen gehört zu zehn Neuntklässlern, die bis Dienstag im Mylauer Türkei-Viertel weiße Wände bunt sprühen. Ganz offiziell und innerhalb eines Graffiti-Projekts der Schule mit dem drei Steinwürfe weiter wohnenden Karikaturisten und Trickfilmzeichner Jörg Halsema. "Beim Projekt geht es darum, sich in Theorie und Praxis mit einer modernen Kunstart auseinanderzusetzen. Die Schüler bekommen dabei auch mit, dass dazu viel Übung gehört."

Alle Entwürfe für das an der Kreuzung von Alaunstraße und Hirschsteinweg entstehende Wandbild kommen von den Schülern. Lediglich das Thema Holz war vorgegeben. Und damit nimmt das Bild direkt Bezug zu dem im Vorjahr hochgezogenen Anbau einer alten Scheune, in dessen weißer Fassade Jörg Halsema täglich die Projektionsfläche für den praktischen Projektteil vor Augen hatte. Im Anbau lagert der mit dem Zeichner befreundete Hartmut Förster Material seines Innenausbau- und Montagebetriebes.

Und so sprühen und malen die Schüler jetzt Motive an die Wand, die sich mit dem Thema Holz in seiner Naturform und in Hinsicht auf dessen Nutzung auseinandersetzen. Und dies mit vielen Assoziationsfreiräumen. So steht ein Baum in einem Wasserkübel, ein Hirsch auf Rollen erinnert an das Trojanische Pferd, und ein Biber vertraut einer Kettensäge offenbar mehr als seinen Zähnen. Aber auch eine detailgenaue Abbildung einer alten Drechselbank und Brettformen bestimmen die Szenerie: Ältere Mylauer erinnern sich angesichts eines angedeuteten Türrahmens sicher noch an den Vorgängerbau des Anbaus. "Das war mal der Milchladen. Und genau hier war der Eingang. Allerdings war das Gebäude halb eingefallen, deshalb entstand der Neubau", sagt Jörg Halsema.

Der Zeichner hatte nach der Motivwahl mit den Schülern zunächst alles im Fotoshop virtuelle Wirklichkeit werden lassen. Dann folgten eine grafische Darstellung und eine grobe Rasterung des ganzen am Gebäude selbst. Diese bietet den Anhaltspunkt für die kreative Verwirklichung der Entwürfe. Und die schlaucht ganz schön. Keti Klug: "Ich habe vom Sprühen wirklich Muskelkater im Finger. Aber es macht einen riesen Spaß, sich hier so frei verwirklichen zu können." Noé Reißmann: "Das Sprühen und Malen hier, das ist für uns Entspannung und Freiheit." Josephine Uhlemann, Urheberin des Trojanischen Hirschs: "Diese Arbeit, das ist Farbe, das sind die Ideen, das Entstehen und die Vertiefung. Es ist herrlich, so frei arbeiten zu können."

 
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