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Der Solbrigplatz heute von der Weststraße aus gesehen. Rechts der Neubau des neuen Wohn- und Ärztehauses der Wohnungsbaugesellschaft Reichenbach.

Foto: Franko MartinBild 1 / 2

Solbrigplatz: "Grüne Welle" findet eine knappe Mehrheit

Für die Neugestaltung des Platzes lagen dem Stadtrat drei Varianten vor. Sie unterschieden sich in der Anzahl der Bäume und Autostellplätze. Beseitigt wird der Durchgangsverkehr.

Von Gerd Betka
erschienen am 08.02.2018

Reichenbach. "Grüne Welle", "Dichtes Grün" und "Grüne Mitte" - so waren die drei Gestaltungsvarianten für den Solbrigplatz betitelt, aus denen der Reichenbacher Stadtrat am Montag eine auswählen sollte. Nach langer Debatte setzte sich die "Grüne Welle" mit 17 Stimmen vor der "Grünen Mitte" mit 14 Stimmen bei zwei Enthaltungen durch. Auf dieser Basis wird die Planung vorangetrieben. Baubeginn soll 2019 sein.

Die beschlossene Variante mit Baukosten von geschätzten 1,1 Millionen Euro beinhaltet 20 in der Mitte des Platzes versetzt in Gruppen gepflanzte Amberbäume, drei weitere Bäume im Umfeld sowie 27 Autostellplätze. Über eine Mittelinsel soll ein Fußgängerdurchgang möglich sein. Dort können auch Sitzgelegenheiten und Kunst Platz finden. Das erläuterte Garten- und Landschaftsarchitektin Sylvia Staudte vom Büro Architektur Concept Pfaffhausen und Staudte aus Zwickau.

Zum Vergleich: Die Skizze zur Variante "Dichtes Grün" zeigte nebst Umfeld insgesamt 34 Bäume und 24 Stellplätze, die Variante "Grüne Mitte" 14 Bäume und 28 Stellplätze.

Allen Varianten gemein war, dass der Solbrigplatz künftig für den Durchgangsverkehr gesperrt und nur noch von der Weststraße aus befahrbar sein wird. An der Nordseite des Platzes soll eine Bushaltestelle nebst Buswarte eingerichtet werden. Die Linien V-76 und V-77 sowie die Stadtbuslinie C können damit direkt am Platz halten. Die Solbrigstraße wird als Einbahnstraße in ihrer Richtung gedreht, sodass die Busse ohne großen Umweg wieder auf die Bahnhofstraße gelangen. Stephan Hösl (CDU) stieß sich daran, dass keine Spielgeräte für Kinder eingeplant sind. Hendrik Behrendt, Abteilungsleiter Stadtentwicklung, meinte, dass so etwas auf dem Grundstück der Woba möglich sei. Frank Otto (BI Mylau) warnte vor zu viel Bäumen auf dem Platz. "Wenn dann nur Variante 3, aber nur mit kleinen Bäumen wie am Postplatz", fand er. Für diese Variante, die "Grüne Mitte" mit nur einer Baumreihe, sprach sich auch Veit Bursian (FDP) aus. Zu viel Grün bringe Sichtbeeinträchtigungen, und Bäume bringen auch Laub, argumentierte er. "Es ist ein Platz und kein Park", plädierte Alfons Kienzle (CDU) ebenfalls für die "Grüne Mitte".

Volker Liskowsky (Grüne) meinte: "Wir wollen einen innerstädtischen Platz mit Leben, mit Konzerten, einer Bühne, einer Eisfläche. Da kann nicht alles mit Bäumen voll sein." Er beantragte daher, weitere Gestaltungsvarianten erarbeiten zu lassen. Der Antrag fiel bei nur einer Ja-Stimme, seiner eigenen, und zwei Enthaltungen krachend durch. Für Thomas Höllrich (Linke) steht fest: "Ein Festzelt stellen wir dort nicht hin." Er selbst sprach sich für Variante 1, die "Grüne Welle" aus. Peter Tillack (Bitex) fand: "Es geht dort um relative Ruhe. Da gehören Bäume hin. Es müssen ja keine Mammutbäume sein." Birgit Schaller (Gewerbeverein), die auch für die "Grüne Welle" votiert, regte Fahrradparkplätze und breitere Autostellplätze für ältere Bürger an. Wolfgang Viebahn (Bitex) verwies darauf, dass sämtliche umliegenden Straßen baumfrei sind und dass sich im Technischen Ausschuss die große Mehrheit für die "Grüne Welle" entschieden habe. Gisela Weck (BI Mylau) bat um Augenmaß bei der Ausführung. Uwe Kukutsch (SPD) bedauerte, dass die alten Bäume auf dem Platz gefällt werden sollen.

Karsten Pippig (Linke) erinnerte daran, dass vor einem halben Jahr Kosten von 650.000 Euro genannt worden waren. Das habe er als Richtschnur verstanden. Jetzt liege man jedoch bei über einer Million Euro. Baufachbereichsleiter Sven Hörning antwortete, das seien Schätzungen ohne fundierten Hintergrund gewesen.

 
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