Sprachtalente nehmen mit Erfolg an Bundeswettbewerb teil

Zwei Reichenbacher Gymnasiastinnen erreichten unter anderem mit Videos über eine Filmfigur und einen innovativen Unternehmer Preise auf Landesebene. Das war kein Zufall, bescheinigt ihre Lehrerin.

Reichenbach.

Sidney Tröger und Charice Heimrath vom Reichenbacher Goethe-Gymnasium waren gemeinsam mit ihrer Englisch-Lehrerin Elke Jentsch in den Sächsischen Landtag eingeladen. Dort erhielten die Zehntklässlerinnen ihre Preise im Bundeswettbewerb Fremdsprachen. Sidney Tröger wurde mit dem Ersten Preis ausgezeichnet, Charice Heimrath mit dem Zweiten.

Insgesamt 429 Schüler, davon 233 in Englisch, hatten sich dem Wettbewerb auf Landesebene gestellt - nach Meinung von Elke Jentsch eine Zahl, die die Situation an Schulen widerspiegelt. Es gebe kaum Freiräume für zusätzliche Aufgaben, auch die Bereitschaft der Pädagogen sei mangels fehlender Anerkennung der Leistungen vor allem älterer Kollegen nicht mehr so ausgeprägt wie früher.

Für den Wettbewerb hatten die Schüler verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Sie mussten einen Aufsatz schreiben, ihre Fähigkeiten im verstehenden Hören und im Textverständnis nachweisen oder sich als Kenner in Sachen Landeskunde erweisen. Außerdem war ein Video einzureichen, in dem biografisches Wissen über eine selbst gewählte reale oder fiktive Person dargestellt war. Sidney Tröger hatte die Filmfigur Jon Snow aus der TV-Serie "Game of Thrones" ausgewählt. Charice Heimrath beschäftigte sich mit dem Unternehmer Elon Musk, der durch das private Raumfahrtunternehmen Space-X und Tesla-Elektroautos bekannt wurde.

Elke Jentsch ist stolz auf ihre Schülerinnen, denen sie Talent und ein Gefühl für die Sprache bescheinigt. "Die beiden haben ein gutes Allgemeinwissen, das sie auch in der Fremdsprache auszudrücken wissen. Was sie im Unterricht als Handwerkszeug mitbekommen haben, können sie anwenden", sagte die Lehrerin. Bereits in der fünften Klasse sei ihr das aufgefallen, denn seitdem unterrichtet sie die jetzige 10b in Englisch. Trotzdem sei es eine enorme Herausforderung, sich über den Unterricht hinaus mit der Sprache zu beschäftigen und auch noch eine zusätzliche Hausaufgabe wie den Videodreh zu bewältigen. Wohl deshalb nahmen nur 17 Schüler des Goethe-Gymnasiums teil. "Charice habe ich zur Teilnahme zwangsverpflichtet", so die Lehrerin mit einem Augenzwinkern. Wobei der Zwang nicht so groß gewesen sein kann, denn die Schülerin sagte: "Ich würde gern später in ein englischsprachiges Land ziehen, vielleicht nach Amerika."

Nach der Rückkehr der Schülerinnen aus Dresden liefen die Bilder von der Auszeichnungsveranstaltung über den Monitor im Schulhaus, damit alle Schüler die Neuigkeit erfahren konnten.

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