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Claudia Schütze vom DRK Reichenbach stellte gestern mit Elke Hartmann von der Tafel ein Lebensmittelpaket für eine Hilfsbedürftige zusammen, die nicht mehr mobil ist. Ein Bringedienst für nichtmobile Bedürftige wurde im Tafelvorstand immer wieder diskutiert, jedoch aufgrund zu hoher Kosten verworfen. Vereinschefin Petra Düntsch: "Das ins Laufen zu bringen, wäre eine lohnende Aufgabe auch für Bundestagsmitglieder."

Foto: Franko Martin

Tafeltag im Zeichen des Wahlkampfs

An der Reichenbacher Tafel haben gestern auch Bundestagskandidaten Platz genommen. Tenor: Jede Stimme zählt.

Von Gerd Möckel
erschienen am 14.09.2017

Reichenbach. Es geht - zum Beispiel - um das Erlassen von Müllgebühren und der Kfz-Steuer. "Posten, die unser knappes Budget sehr belasten. Solch eine Entscheidung kann nur die Politik fällen. Unter anderem dieses Problem haben wir den Kandidaten heute mit auf den Weg gegeben", sagte gestern Petra Düntsch, die Vorstandsvorsitzende des Vereins Reichenbacher Tafel. Die soziale Einrichtung hatte wie bundesweit alle Tafeln zum traditionellen Tafeltag eingeladen - und diesmal ausdrücklich nicht nur Bedürftige, Spender und Sponsoren, sondern auch alle vogtländischen Bundestagskandidaten. Um alle potenziellen Bundestagsmitglieder und damit alle mögliche Fürsprecher erreichen zu können, war der Tafeltag von seinem traditionellen Termin im Oktober extra vorverlegt worden. "Wir brauchen die Unterstützung in den Parlamenten, jede Stimme zählt", sagte Petra Düntsch.

Und so bekamen Yvonne Magwas (CDU), Eric Holtschke (SPD), Maik Schwarz (Die Linke) und Uwe Geisler (FDP) diese Bitte der lediglich über Spendengelder finanzierten Tafel mitten im Wahlkampf serviert. Ulrich Lupart (AfD), Oliver Bittmann (Bündnis 90/Grüne) und Roberto Rink (Einzelbewerber) waren nicht gekommen.

Den Vereinsvorständen und allen 45 ehrenamtlichen Mitarbeitern der Tafel ging es jedoch nicht nur um die harten Fakten. "Wir haben die Kandidaten über das weite Feld unserer Arbeit aufgeklärt", sagte Petra Düntsch. Nicht alle Wahlkämpfer wussten beispielsweise, wie eng die Tafel etwa mit der DRK-Suchtberatung, dem Mieterverein Vogtland, dem VdK oder dem Betreuungsverein Vogtland im Hinblick auf Hilfe an allen Fronten für die Bedürftigen zusammenarbeitet. "Wir konnten auch vermitteln, wie wichtig diese Arbeit im Kampf gegen die Armut ist", sagte die Vereinschefin mit Verweis auf das Motto des Tafeltages: "Die Tafeln. 60.0000 helfende Menschen. Eine Stimme gegen Armut und Lebensmittelverschwendung."

Gerade beim letzten Punkt sind Politiker als Lobbyisten gefragt. "Sie können zwar nicht die Lebensmittelverschwendung verbieten, aber sie können ihre Stimme dagegen erheben." Jeder der Kandidaten wurde zudem im Hinblick auf einen Eintritt als Fördermitglied in den Verein angesprochen - dies ist ab 40 Euro Jahresbeitrag möglich. Zumindest in dieser Hinsicht ist Bundestagsmitglied Yvonne Magwas ihren Konkurrenten um das Direktmandat (noch) voraus.

 
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