Tierschützer warnen: Giftköder in Brockau?

Veterinärbehörde geht Hinweisen nach und sagt: Im Zweifel Polizei rufen

Brockau/Limbach.

Der Tierschutzverein Reichenbach warnt vor mutmaßlichen Giftködern, die an Wegesrändern am Kuhberg bei Brockau ausgelegt worden sind. "Eine Sauerei", sagt die langjährige Tierschützerin Adelheid Friedrich, und nicht zum ersten Mal. Ein Ehepaar, das mit dem Hund Gassi gehen war, informierte gestern Vormittag den Verein über den Fund, der äußerlich einem Fleischklops ähnelt. Der Hund sah den Köder, schnupperte dran, "er hat ihn aber zum Glück nicht gefressen", sagt Adelheid Friedrich. Obwohl ungewiss ist, ob es sich um Gift oder etwas Harmloses handelt, will der Tierschutzverein den Verdacht öffentlich machen und ausdrücklich warnen.

Die Veterinärbehörde im Landratsamt hatte gestern noch keine Kenntnis. "Bei einem Verdacht auf Giftköder sollten die Bürger die Polizei informieren", erklärt Amtstierärztin Anne Schilder. Schließlich seien auch Kinder gefährdet, argumentiert sie. Falls der Verdacht besteht, dass ein Hund einen Giftköder verschluckt hat, sollte zusätzlich das Veterinäramt informiert werden.

Der Tierschutzverein macht auf einen anderen Umstand aufmerksam. Jener Köder könnte sich gegen Wildtiere richten: Fuchs, Marder, Dachs, meint Adelheid Friedrich.

Unweit der Fundstelle hatte vorige Woche ein Raubtier ein Lamm gerissen. Zum Kreis der "Verdächtigen" zählen Hund und Wolf. Einen Zusammenhang mit möglichen Giftködern sieht die Veterinärbehörde nicht. Anne Schilder verweist auf laufende Untersuchungen.

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