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Mirko Scheuer ist seit zehn Jahren in der Verzinkerei Plauen tätig. Rückwirkend zum Jahresbeginn hat die Firma einen neuen Eigentümer.

Foto: Ellen Liebner

Verzinken boomt: Marktführer mit Doppel-Standort im Vogtland

Voigt & Schweitzer ist in Netzschkau etabliert und nun auch in Plauen. Mit Meiser gibt"s bald drei Verzinkereien in der Region.

Von Ulrich Riedel
erschienen am 09.10.2017

Plauen/Netzschkau. Das Vogtland legt als Standort für Feuerverzinken und Beschichten zu. So hat die Gelsenkirchener Firmengruppe Voigt & Schweitzer rückwirkend per 1. Januar 2017 die Verzinkerei Plauen GmbH & Co. KG von der Gebr. Meiser GmbH übernommen. Während Meiser vorige Woche die zweistellige Millionen-Investition für eine neue Verzinkerei am Firmenstandort im Oelsnitzer Industriegebiet Johannisberg ankündigte, will Voigt & Schweitzer künftig zwei Standorte im Vogtland betreiben und zudem weiter expandieren.

Auch nach Übernahme der Meiser-Verzinkerei an der Plauener Auenstraße setzt Voigt & Schweitzer weiter auf sein Werk auf dem ehemaligen Nema-Areal in Netzschkau. Insgesamt sind jetzt 36 Standorte in Europa, davon 23 in Deutschland, unter dem Dach des Marktführers. Der Umsatz sei 2016 um knapp sieben Prozent auf 211 Millionen Euro gestiegen. Für 2017 rechne man mit mehr als zehn Prozent Zuwachs.

Kernstück in Netzschkau ist ein 17-Meter-Kessel, der das Verzinken extrem langer Teile ermöglicht. Die halbautomatische Anlage in Plauen mit einem Kesselmaß von 7,50 mal 1,50 mal 3,50 Meter ermögliche "schnelle Durchläufe", wie der Netzschkauer Werkleiter Dieter Keßler erklärt. Er soll auch für das Plauener Werk verantwortlich sein, heißt es in einer Mitteilung des Gelsenkirchener Unternehmens.

"Durch den neuen Standort halten wir uns weitere Produktionsmöglichkeiten offen", betont Keßler und fügt an: "Die kundenseitige Nachfrage steigt stetig und hat unser organisches Wachstum an seine Grenzen gebracht." Die nun zu 100 Prozent übernommene Anlage sei "insbesondere für Serienkunden im Einzugsgebiet von Plauen interessant". Netzschkau hingegen punktet mit einer kompletten Abwicklung für anspruchsvolle Kunden bis zum Überseetransport der verzinkten Teile in Containern.

In Netzschkau waren nach Angaben von Voigt & Schweitzer im Sommer 2017 knapp 70 Mitarbeiter zweischichtig tätig. Die derzeit 65 Beschäftigten in Plauen sollen weiterhin dreischichtig arbeiten.

Beide Standorte haben eine große Geschichte. Nema Netzschkau stellte nicht nur Heizungs- und Kältetechnik her, sondern auch Prüfstände und -kammern für das Raumfahrtprogramm der Sowjetunion. Die Verzinkerei in Plauen wiederum gehörte in DDR-Zeiten zum VEB Stahlbau. Nach Zerschlagung des Metallleichtbaukombinates wurde Stahlbau Plauen privatisiert, die Verzinkerei herausgelöst und von Hünnebeck übernommen.

Trotz mehrerer Eigentümerwechsel haben die Mitarbeiter in Plauen bis heute immer wieder an den Tarifen orientierte Haustarifverträge erstritten. Aus Arbeitnehmerkreisen heißt es, dies sei für Meiser Konfliktstoff gewesen.

 
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