Zoff wegen Sachsen-Rallye: Freizeitpark fährt Ellenbogen aus

Weil es im Vorfeld erneut keine Absprachen gab, legte die Parkleitung Beschwerde ein. Ein Kompromiss hilft jetzt allen.

Plohn.

Vom 24. bis 26. Mai wird in der Stadt und im Landkreis Zwickau sowie im Vogtlandkreis die AvD-Sachsen-Rallye ausgetragen.

Die Wertungsprüfungen 11 und 12 am Samstag starten in Plohn an der Gaststätte "Zur alten Brauerei" und führen über Pechtelsgrün, Stangengrün und Wolfersgrün nach Hirschfeld. Dafür, so teilte Rallye-Leiter Michael Görlich in der Anwohnerinformation mit, werde unter anderem die Plohner Hauptstraße 14.56 bis 19.44 Uhr gesperrt. Als man diese Information im Briefkasten gefunden hatte, schrillten im Freizeitpark Plohn die Alarmglocken. Denn die Plohner Hauptstraße ist der Hauptan- und -abfahrtsweg für die Parkbesucher. Sie wegen der Rallye zu sperren, würde massive Behinderungen für die Gäste mit sich bringen.

"Leider gab es im Vorfeld wieder keinerlei Absprachen mit dem Freizeitpark Plohn", schrieb Geschäftsführer Lutz Müller an den Rallye-Leiter. Neben dem Freizeitpark sind auch die Gaststätte und Pension "Zur alten Brauerei Plohn" und das Heuhotel Pechtelsgrüner Straße 6 unmittelbar von der Rallye und den Straßensperrungen betroffen. "Wir werden diese Verfahrensweise diesmal nicht dulden", so Müller, der Beschwerde bei der Verkehrsbehörde des Vogtlandkreises einlegte.

Rallye-Chef Michael Görlich versicherte, dass es immer fester Bestandteil der Planungen gewesen sei, die Zufahrt zum Freizeitpark ungehindert zu gewähren. Dies sei auch diesmal so. Ein Start direkt an der alten Brauerei an der Plohner Hauptstraße erfolgte zuletzt 2014. Damals habe die Gaststätte immer fußläufig erreicht werden können. Die Einfahrt in die Straße Am Spielplatz sei, wenn auch durch die auf den Start wartenden Rallye-Fahrzeuge behindert, jederzeit anfahrbar. Lediglich das Heuhotel wäre am 26. Mai von 15.06 Uhr bis etwa 19.52 Uhr nur über eine Startunterbrechung erreichbar.

Aufgrund der bei der Verkehrsbehörde des Vogtlandkreises vorliegenden Beschwerde wurden Gespräche mit dem Veranstalter, dem Ortschaftsrat von Plohn und dem Geschäftsführer des Freizeitparkes zum Thema geführt. Im Ergebnis sei eine einvernehmliche Lösung erzielt worden. Diese besteht laut Christina Uhlenhaut, Dezernentin für Ordnung und Sicherheit, darin, "dass die Fahrzeuge, die auf den Start warten, nunmehr keine Behinderung für die Zufahrt zum Freizeitpark Plohn mehr darstellen".

"Unser Seniorchef Armin Völkel schlug vor, dass die Rallye-Autos nicht vom Kreisverkehr in Richtung alte Brauerei warten, sondern über unsere Zufahrtsstraße anfahren und sich auf der Rodewischer Straße auffädeln. Der Start erfolgt dann an der Buswendeschleife. Damit sind wir einverstanden", erklärt Park-Geschäftsführer Lutz Müller.

Zur Rallye 2014 hatte eine vor der alten Brauerei aufgebaute Biermeile zusätzlich für Unmut gesorgt. Das Geschäft machten damals andere, aber die Leute wurden auf die Toiletten im Gasthof geschickt. Mit Ortsvorsteher Werner Nierbauer sei besprochen, dass es diesmal keine Biermeile gebe, sagt Lutz Müller. "Wir sind an einem ordentlichen Verhältnis mit dem Ortschaftsrat interessiert. Aber für den 26. Mai mussten wir mal die Ellenbogen ausfahren."

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