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Wenn die Talgasse im Glauchauer Ortsteil Wernsdorf dieses Jahr gebaut wird, könnte dies nach Ansicht des Ortsvorstehers Andreas Winkler eine komplizierte Angelegenheit werden.

Foto: Andreas KretschelBild 1 / 2

"An der Talgasse sehe ich Probleme"

Glauchauer Ortsvorsteher blicken auf das gerade begonnene Jahr - Heute: Andreas Winkler aus Wernsdorf

erschienen am 12.01.2018

Wernsdorf. Im knapp 1000 Einwohner zählenden Glauchauer Ortsteil Wernsdorf stehen in diesem Jahr ungewöhnlich viele Baumaßnahmen auf einmal an, die für die Bewohner eine Herausforderung darstellen. Darüber hat Stefan Stolp mit dem Ortsvorsteher Andreas Winkler gesprochen.

Freie Presse: Herr Winkler, das Jahr 2018 wird für Wernsdorf ein besonderes. Es stehen zum Beispiel viele Bauvorhaben ins Haus. Haben Sie da noch den Überblick?

Andreas Winkler: Ich denke schon, wobei es tatsächlich einige Baumaßnahmen in unserem Ortsteil sind, mit denen wir fertig werden müssen.

Welche Vorhaben sind das im Einzelnen?

Uns stehen mehrere Straßenbaumaßnahmen ins Haus, auf der Muldenstraße, der Straße zum Stausee, auf dem Wildenfelser Weg und auf der Talgasse. Gerade bei letzterer Maßnahme sehe ich Probleme, die gelöst werden müssen.

Welche sind das?

Zunächst mal sollten die Anwohner rechtzeitig über die Details, wie Parkmöglichkeiten, Zufahrten für Rettungsdienste oder auch Regelungen bei der Müllentsorgung informiert werden. Die koordinierte Baumaßnahme sollte ja schon letztes Jahr über die Bühne gehen, aber der Trinkwasserverband machte damals einen Rückzieher. Darüber hinaus muss aus meiner Sicht der Entwässerungsgraben nicht nur auf einer Seite, sondern auch in Richtung ehemaliger LPG angelegt werden. Das sollte man vor Baubeginn noch mal überprüfen.

Der Bau der Talstraße ist eine Maßnahme aus dem Hochwasserschadensbeseitigungsprogramm, so wie auch die Muldenstraße. Wie ist da der Stand?

Wir hatten die Planer zur Ortschaftsratssitzung eingeladen, um den Anwohnern das Vorhaben vorzustellen. Die Experten haben erklärt, wie die Häuser vor künftigem Hochwasser geschützt werden können, trotzdem die Landestalsperrenverwaltung entlang des Baches nichts macht. Ob das wirkt, wird die Zeit zeigen.

Hochwasserschutz ist auch in Wernsdorf ein wichtiges Thema. Wie würden Sie die Situation beschreiben?

Der neuralgische Punkt ist die Stelle, an der der Wernsdorfer Bach in die Zwickauer Mulde mündet. Wir haben es mehr als einmal erlebt, dass es in diesem Bereich zu erheblichen Problemen im Hochwasserfall kommt. Dort treffen quasi zwei Gewässer aufeinander, für die es unterschiedliche Zuständigkeiten gibt. Die Landestalsperrenverwaltung für die Mulde, deren Deich auf der Wernsdorf gegenüberliegenden Seite saniert werden soll, und die Stadt Glauchau für den Bach. Um wirksamen Hochwasserschutz zu erreichen, müssen beide gut zusammenspielen. Wir warten übrigens noch immer auf die Ergebnisse des Hochwasserrisikomanagementplans.

Was verbirgt sich dahinter?

Ein theoretisches Modell, das Auskunft darüber gibt, wie sich der Wernsdorfer Bach bei entsprechenden Niederschlägen verhält. Daraus lassen sich dann Schutzmaßnahmen ableiten, die möglicherweise in der Zukunft auch finanziert werden müssen.

Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler hat beim Neujahrsempfang davon gesprochen, dass in diesem Jahr auch der Spielplatz in Voigtlaide erweitert werden soll. Wie sieht es da aus?

Darüber freuen wir uns. Der Spielplatz hat überregionale Bedeutung. Viele Besucher von außerhalb kommen. Deshalb hat der Spielplatz auch eine touristische Funktion. Finanziert wird der Um- und Ausbau über das Leader-Programm im ländlichen Raum. Wichtig sind aus meiner Sicht ein Stromanschluss und eine Toilette.

Dieses Jahr will die Stadt Glauchau auch den Breitbandausbau forcieren, um alle noch unterversorgten Bereiche ebenfalls mit schnellem Internet zu versorgen.

Bleibt zu hoffen, dass das in Wernsdorf und Voigtlaide auch klappt. Wir waren ja Vorreiter, haben schon vor Jahren auf das Problem der schlechten Internetversorgung aufmerksam gemacht. Doch nachdem die Telekom 2015/16 im Glauchauer Stadtgebiet investiert hatte, änderte sich die Lage vor allem im Wernsdorfer Unterdorf und in Voigtlaide überhaupt nicht.

 
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