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So sah es auf der Muldenstraße in Wernsdorf beim Hochwasser 2013 aus. Links die Straße und rechts der Wernsdorfer Bach, der normalerweise in die Mulde fließt.

Foto: privat

Angst vor Hochwasser: Anwohner wenden sich an OB

An der Muldenstraße in Wernsdorf macht sich Unruhe breit. Der Straßenbau steht bevor, aber keiner weiß, wie die Häuser vor der Flut geschützt werden sollen.

Von Stefan Stolp
erschienen am 15.11.2017

Wernsdorf. Jedes Mal, wenn Rüdiger Nitzsche jemanden auf der Straße ausmacht, der wie ein Offizieller aussieht, geht er auf ihn zu und versucht möglichst viel herauszufinden. Doch je mehr er von Vermessern, Mitarbeitern von Planungsbüros und Behördenvertretern gesagt bekommt, umso mehr Fragen ergeben sich, wie es auf der Muldenstraße im Glauchauer Ortsteil Wernsdorf weitergehen soll.

Das Problem: Die Straße soll 2018 gebaut werden, doch keiner von den Anwohnern weiß, was in puncto Hochwasserschutz dabei getan wird. Denn die Piste verläuft parallel zum Wernsdorfer Bach, der am Ende der Straße in die Mulde mündet - ein hochsensibler Bereich, wie die Anwohner bei den Hochwassern 2002 und 2013 erfahren mussten. Angst macht sich breit, denn das nächste Hochwasser kommt, sagt Nitzsche.

Seit mehreren Jahren steht er mit der Landestalsperrenverwaltung und dem Glauchauer Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos), der seit 2013 den Hochwasserschutz in Glauchau zur Priorität Nummer eins erklärt hat, in schriftlichem Kontakt. Doch Auskünfte, wie die Bewohner vor künftigen Hochwassern geschützt werden können, erhält er bislang nicht. Dabei ist er nicht der einzige. Auch Nachbar Christoph Sagave wendet sich seit Langem an die Behörden und hat bislang nichts Konkretes erfahren. Jetzt hat er eine Unterschriftenaktion gestartet und ein Anschreiben mit 35 Unterzeichnern bei Oberbürgermeister Dresler abgegeben. Darin fordern die Bewohner der Muldenstraße und des Hofauweges, dass der OB tätig wird. Denn bis zum heutigen Tage liege keine Planung für die bauliche Umsetzung eines effektiven Hochwasserschutzes entlang der Muldenstraße vor. Wenn im nächsten Frühjahr mit dem Bau begonnen wird, könnte es zu spät sein.

Und aus Sicht der Anwohner ist Schutz dringend notwendig. Denn die Landestalsperrenverwaltung wird auf der Wernsdorfer Seite der Zwickauer Mulde keine Hochwasserschutzmaßnahmen umsetzen, wohl aber auf der gegenüberliegenden Seite bei Schlunzig. Dort ist eine Deicherhöhung geplant, was die Bewohner an der Muldenstraße höchst beunruhigt, so Sagave. Denn das Wasser laufe im Katastrophenfall dann nach Wernsdorf. Nun bleibt für die Bewohner der Muldenstraße die Hoffnung, dass mit dem Bau der Muldenstraße, für den die Stadt zuständig ist, auch Schutz vor dem Überlaufen des Wernsdorfer Baches gewährleistet werden kann. Doch sie wissen nicht, ob das geschieht, und wenn ja, wie das vonstatten gehen soll.

Auf die Anfrage der "Freien Presse", wie der Oberbürgermeister mit der Unterschriftenaktion umgehen will, antwortet das Rathaus: "Die Stadtverwaltung Glauchau wird das Schreiben bearbeiten und in einer angemessenen Frist beantworten."

 
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